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Prignitz Biosphärenreservat verschenkt Foto-Kalender
Lokales Prignitz Biosphärenreservat verschenkt Foto-Kalender
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11:12 23.04.2019
Freuen sich über den gelungenen Kalender, der die unverwechselbare Elbtalaue zeigt: Jan Schormann, Mario Herzog und Lukas Häuser (v. l. n. r.). Quelle: Kerstin Beck
Rühstädt

Wer die Rühstädter Biosphärenreservatsverwaltung besucht, kann nicht nur Ausstellungen zur Biosphäre und zur Natur generell besichtigen. Für alle diejenigen, die schwarz auf weiß – oder sogar bunt – ein Stück Natur nach Hause tragen möchten, gibt es derzeit von der Behörde ein Präsent, welches zudem auch noch nachhaltig ist.

Es ist ein Kalender. Aber dessen Gebrauch ist nicht auf dieses Jahr beschränkt: Der 48 mal 33 Zentimeter messende und damit etwas mehr als A3 große Almanach enthält pro Monat zwar ein Bild, und auf der Fußleiste sind auch jeweils die Tage angeführt, aber nicht die Wochentage. So kann dieser Kalender jedes Jahr aufs Neue in Gebrauch genommen werden.

Drei Fotografen im Einsatz

Drei Bildautoren haben dafür den Bereich der Flusslandschaft zwischen Rühstädt und Lenzen bereist und das ganzjährige „Leben an wilden Ufern“ fotografiert: Jan Schormann, stellvertretender Reservatsleiter und Referent für nachhaltige Regionalentwicklung im Biosphärenreservat, Mario Herzog, zertifizierter Natur- und Landschaftsführer sowie Lukas Häuser, Umweltpraktikant im Biosphärenreservat, der damit einen Großteil seiner Praktikumszeit unter freiem Himmel verbringen und damit „erstaunliche Perspektiven entdecken“ konnte.

Mario Herzog, der tagsüber als Meister der Zahntechnik dafür sogt, den Menschen ein „strahlendes Lächeln zu schenken“, ist nach Feierabend den Schönheiten von Pflanze und Tier „komplett erlegen“. „Aus anfänglicher wilder Knipserei entwickelte sich eine glühende Leidenschaft für die Kunst der Fotografie“ sagt der Naturliebhaber, der inzwischen in Rühstädt auch Fotokurse anbietet.

Landschaft und Vögel als Motive

Für den seit acht Jahren in der Reservatsverwaltung tätigen Jan Schormann sind diese Naturerlebnisse längst kein Neuland mehr. Der 36-jährige hat inzwischen Tausende von Fotos gemacht.

„Wenn ich fotografiere, tauche ich voll und ganz ein in diese faszinierende Auenlandschaft. Mir geht es darum, die Unverwechselbarkeit der Region und damit das, was es hier an Prägendem gibt, zu zeigen. Nämlich den herben Charme der Elblandschaft in ihrem Rhythmus der Jahreszeiten, der mich immer wieder in seinen Bann zieht und den ich im Bild festhalten möchte“, meint der ausgebildete Ingenieur für Landschaftsplanung dazu.

So ist insgesamt wirklich Prägendes festgehalten worden: die Milchstraße über dem Elbe-Havel-Zusammenfluss, ein Beobachtungsturm in vereister Mitteldeich-Landschaft, das in Grüntöne eingebettete Rühstädt, das in geheimnisvollen Nebel eingehüllte Bad Wilsnack, aus dem sich stolz die Wunderblutkirche erhebt und natürlich Vögel ohne Ende, wozu ein wohl einmaliges Foto gehört: ein Weiß-, ein Schwarzstorch sowie ein Graureiher in trauter Gemeinschaft.

Der Kalender kann gratis mitgenommen werden

Einen weiteren Pluspunkt hat der Kalender, der in einer Auflage von 500 Exemplaren erschienen ist, außerdem: Es gibt ihn gratis. Dafür muss man allerdings die Biosphärenreservatsverwaltung besuchen, denn das großformatige Geschenk kann nicht zugeschickt werden. Jedoch kann der Kalender auf Anfrage unter Tel. 038791/9 80 10 zurückgelegt werden.

„Viele Exemplare haben wir schon verschenken können, und die gehen, wie man uns erzählte, von den betreffenden Leuten wiederum als Geschenk an Verwandte, die hier mal in Rühstädt oder überhaupt ehemals in der Prignitz gelebt haben“, so Schormann. „Und so soll es auch sein – dass dieser schöne Kalender in alle Welt geht!“

Von Kerstin Beck

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