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Prignitz Christusmosaik für die Dorfkirche
Lokales Prignitz Christusmosaik für die Dorfkirche
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18:10 30.03.2017
Die wunderschöne Kirche von Helle wird jetzt auch vom Christusmosaik geziert, das Christin Mennecke angefertigt hat.
Die wunderschöne Kirche von Helle wird jetzt auch vom Christusmosaik geziert, das Christin Mennecke angefertigt hat. Quelle: Bernd Atzenroth
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Helle

Christin Mennecke, Schülerin am Goethe-Gymnasium in Pritzwalk, hat ein Mosaik gebastelt, das nun in der Kirche von Helle zu bewundern ist. Die Schülerin hat es der Kirchengemeinde als unbefristete Leihgabe zur Verfügung gestellt. Es handelte sich um ein Projekt im Rahmen des Seminarkurses Kunst, das in der vergangenen Woche vorgestellt wurde.

Die Kirchenälteste Jutta Röder begrüßte dazu interessierte Bürger, bedankte sich am Ende der Präsentation bei Christin mit einem Blumenstrauß und wünschte ihr alles Gute auf ihrem Weg zum Abitur. Die Schülerin hatte sich von der kunstvollen Kirche zu einer neuen Adaptation des Christusmotivs inspirieren lassen. Die Kirche sei „ein echter Blickfang“, schrieb sie nun dazu. Der im Jahre 1913 errichtete Bau weise in seiner Fassade nicht nur Formen des Barocks und der Renaissance auf, sondern greife auch den landestypischen „Heimatstil“ in sich auf. Ebenso kunstvoll könne auch Innen gepunktet werden: ein Flügelaltar, der aus dem Vorgängerbau übernommen wurde, sowie zahlreiche Buntglasfenster zieren den Kirchenraum. Und gerade diese verzierten Fenster seien es, die der Kirche eine besondere Atmosphäre verleihen. „Da erscheint es doch schade, dass einige dieser Fenster dem Blick verloren gehen und fast vollständig durch den hohen Altar verdeckt werden“, findet die junge Frau.

So entschied sie sich in Anlehnung an die Darstellungen auf den Fenstern für eine Neuinterpretation des Christusmotivs. Die Lehrer ließen ihr bei der monatelangen Arbeit freie Hand. So entstand das Mosaik, das durch eine besondere Lichtinstallation erhellt wird, um auch zu später Tageszeit die Blicke der Besucher auf ihre Arbeit zu ziehen.

Von Bernd Atzenroth