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Prignitz Damit die Prignitz weiterhin sicher bleibt
Lokales Prignitz Damit die Prignitz weiterhin sicher bleibt
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02:33 26.04.2018
Die Teilnehmer der Sicherheitskonferenz bekamen umfassende Einblicke in die aktuelle Lage im Landkreis. Quelle: Foto: Bernd Atzenroth
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Perleberg

„Die Prignitz ist sicher. Und wir wollen alles tun, dass die Prignitz auch sicher bleibt.“ Damit hatte Landrat Torsten Uhe in einem Satz umrissen, worum es bei der jährlichen Sicherheitskonferenz des Landkreises Prignitz geht. Am Montag war es wieder soweit, Vertreter des Kreises, der Kommunen, der Polizei, der Justiz und viele weitere Akteure aus der ganzen Region trafen sich diesmal im Pritzwalker Feuerwehrgerätehaus. Wie immer waren Gäste dazu eingeladen worden, deren Vorträge tatsächlich auch für viele Anwesende neue Erkenntnisse lieferten.

Der Chef der Polizeiinspektion Prignitz, Dieter Umlauf, konnte die recht positiven Daten der jüngsten Prignitzer Kriminalitätsstatistik noch einmal aufführen – die Prignitz liegt in Sachen Aufklärungsquote ganz weit vorne. Beim Verkehrsgeschehen ist die hohe Zahl an Wildunfällen auffällig.

Sicherheitskonferenz des Landkreises Prignitz mit allen Sicherheitspartnern im Feuerwehrgerätehaus Pritzwalk. Hier Landrat Torsten Uhe (l.), Pritzwalks Bürgermeister Ronald Thiel und (verdeckt) Neuruppins Leitender Staatsanwalt Winfried Lehmann.. Quelle: Bernd Atzenroth

Weitere Vorträge widmeten sich dem Fachmigrationsdienst im Landkreis Prignitz und den Sozialen Diensten der Justiz im Landgerichtsbezirk Neuruppin. Roger Schippers, Amtsgerichtsdirektor in Perleberg, stellte Aufgaben, Struktur und Arbeitsweise seines Amtsgerichtes vor.

Ein Thema, das viele Menschen bewegt, schnitt Gerd Otter an, der einen Impulsvortrag über die islamistische Bedrohung im Land Brandenburg hielt und klarmachte, dass man sich selbst in einer ländlichen Region mit dem Thema auseinandersetzen muss.

Gerd Otter. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Erkenntnisse, die der stellvertretende Leiter der Abteilung Zentraler Staatsschutz/Terrorismusbekämpfung im Landeskriminalamt dabei übermittelte, sind zwiegespalten. Auf der einen Seite ist Brandenburg sicher nicht der Hotspot der Islamistenszene. „Brandenburg ist generell sicher, wir sind bisher von Anschlägen verschont geblieben. Aber wir dienen auch als Rückzugsort.“ Die Zahl der im Lande lebenden Gefährder liegt nach Otters Angaben aber nur „im niedrigen zweistelligen Bereich“.

Während die Prignitz in dieser Hinsicht momentan tatsächlich ein komplett weißer Fleck ist, halten sich im Nachbarkreis Ostprignitz-Ruppin ein paar Gefährder auf – eine genaue Zahl wollte er nicht nennen. Die Einstufung einer Person als Gefährder sei im übrigen eine komplexe Angelegenheit.

„Der Terror spielt nicht irgendwo“

Winfried Lehmann, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Neuruppin, ergänzte, dass sich die Staatsanwaltschaft für Berlin und Brandenburg gemeinsam von Berlin aus mit der Thematik befasse.

Trotz dieser vergleichsweise sicheren Ausgangslage sei es wichtig, „die Augen zu öffnen, denn der Terror spielt nicht irgendwo“. Und so sollte man vorbereitet sein. Beispiel Brandenburgtag: Frank Storch, Leiter der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, bestätigte auf Nachfrage, dass man sich mittlerweile auf „eine solche Gefährdungslage bei allen größeren Veranstaltungen vorbereitet“. Der Brandenburgtag in Wittenberge im August macht da keine Ausnahme.

Frank Storch. Quelle: Bernd Atzenroth

Landrat Torsten Uhe knüpfte hieran an und erklärte, dass man sich im Rahmen des Netzwerks vorher verständige, so dass im Falle eines Falles jeder jeden kenne und alle wüssten, was sie tun hätten. Ein Weg, der sich in anderen Situationen, etwa bei der Hochwasserkatastrophe 2013, bewährt habe.

Die jährliche Sicherheitskonferenz ist dabei ein wichtiger Baustein: „Wir wollen diese Veranstaltung auch in diesem Querschnitt weiterführen“, erklärte Uhe, „im nächsten Jahr an einem neuen Ort.“ Denn die Veranstaltungsorte sollen jährlich wechseln.

Von Bernd Atzenroth

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