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Prignitz Ein märchenhaftes Haus zum Anfassen
Lokales Prignitz Ein märchenhaftes Haus zum Anfassen
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14:54 26.12.2019
Ramona Winter (l.) präsentierte eine Weihnachtsgeschichte aus Schweden. Quelle: Julia Redepenning
Bad Wilsnack

Ein kleines Häuschen steht in Bad Wilsnack vor dem großen Weihnachtsbaum, mit der ehrwürdigen Wunderblutkirche im Hintergrund. Die süße Gestalt ist jedoch keine Dekoration oder ein etwas zu groß geratenes Pfefferkuchenhaus – sondern steckt voller Wunder. Einmal am Tag öffnet es seine Türen und lädt zum Verweilen ein. Es gibt heißen Tee, ein paar Leckereien, dazu tolle Geschichten, Lieder und Gedichte.

Eine Tradition, die nicht vergessen wird

Seit ungefähr 25 Jahren versüßt es Kindern, Eltern, Großeltern und Gästen die Vorweihnachtszeit. Ramona Winter erklärte, was es mit der Idee auf sich hat: „Es ist eine Installation der Stadt und des Gewerbevereins.“ Vom 1. Dezember bis einschließlich 24. Dezember steht es und wartet auf Besucher. Jeden Tag um 15 Uhr öffnet es und fleißige Helfer lesen Geschichten vor und verschenken Kleinigkeiten.

Gerade Kinder lockte das Angebot an – fast wie im Märchen. „Im Anschluss müssen sie ein Gedicht vortragen oder wenn sie möchten, ein Lied singen“, erklärte Winter. Für ihren Mut werden sie auch belohnt mit Leckereien und einem Präsent. Die Bad Wilsnacker Tradition ist für viele ein Highlight. „Wir beleben es daher jedes Jahr aufs Neue“, so Winter. Auch am Weihnachtstag, kurz bevor alle unter dem heimischen Tannenbaum die Geschenke austauschen, öffnete Ramona Winter ein letztes Mal für dieses Jahr das Knusperhaus.

Gemeinsam wurden Weihnachtslieder angestimmt. Quelle: Julia Redepenning

Schwedische Geschichte vor dem heiligen Abend

„Wir möchten allen die Weihnachtszeit verschönern“, erklärte sie. Doch eine Besonderheit gab es: Am 24. Dezember versammelten sich alle schon um 11 Uhr. Die Erfahrungen der Jahre zuvor haben gezeigt, diese Uhrzeit ist optimal. „An Weihnachten haben alle noch andere Dinge zu erledigen und daher machen wir es eben früher“, erklärte Ramona Winter.

Viele Kinder waren gekommen und drängelten sich vor den winzigen Zaun, welcher vor dem Haus stand. Zu hören gab es eine schwedische Weihnachtsgeschichte und zwar: „Eine wunderbare Weihnachtsreise.“ Gespannt folgten die Jungen und Mädchen der Erzählung und ließen es sich nicht nehmen, selbst einen Blick in das Buch zu werfen. Wie die Hauptfigur Anja erzählte ein Junge stolz: „Ich habe heute schon den Weihnachtsmann gesehen.“

Gedichte, Lieder und Geschenke

Zum Schluss gab es kleine Geschenke. Quelle: Julia Redepenning

Im Anschluss gab es, wie jeden Tag an dem das kleine Häuschen seine Pforten aufsperrte, Gedichte und tolle Weihnachtsmelodien von allen Kindern. Als Dankeschön bekamen sie kleine Geschenke überreicht. Auffällig: „In diesem Jahr waren viele Heimkehrer unter den Gästen“, sagte Ramona Winter, was sie sehr freute. Nun heißt es Pause bis zum 1. Dezember 2020. Da wird das kleine Knusperhaus wieder auf große und kleine Besucher warten.

Von Julia Redepenning

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