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Prignitz Den Prignitzer Karrieretag gibt es zweimal
Lokales Prignitz Den Prignitzer Karrieretag gibt es zweimal
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15:44 26.02.2018
Vor Jahresfrist noch gemeinsam: Neben dem 4. Prignitzer Karrieretag am Oberstufenzentrum Wittenberge gibt es einen Karrieretag an der Rochowschule Pritzwalk.  Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

 Schulabgänger in der Prignitz haben ohnehin die Qual der Wahl: Es gibt mehr freie Ausbildungsplätze als Bewerber, so dass zumindest rechnerisch alle Schüler ihre Wunsch-Lehrstelle bekommen könnten. Das ist schon seit Jahren so. Doch nun haben die jungen Damen und Herren auch die Wahl, welchen Karrieretag sie besuchen möchten. Denn davon gibt es in diesem Jahr erstmals zwei Ausgaben. Zum einen der für den 27. Januar geplante Prignitzer Karrieretag in der Freiherr-von-Rochow-Oberschule in Pritzwalk und zum anderen den 4. Prignitzer Karrieretag am Oberstufenzentrum in Wittenberge drei Wochen später, am 17. Februar.

Interesse aus Pritzwalk, aber keine Reaktion

Nun herrscht in der Region kein Mangel an Ausbildungs- und Berufsstartermessen, aber solch geballtes Umworben-Werden dürfte selbst Prignitzer Schülern und Schulanfängern neu sein. Wie kommt es dazu? „Es gab schon im der Vergangenheit reges Interesse von Unternehmen aus Pritzwalk und Umgebung, hier einen Karrieretag anzubieten“, sagt Kirsten Gmirek, die Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft. „Wir hatten auch schon mehrfach vorgeschlagen, den Karrieretag abwechselnd in Wittenberge und Pritzwalk abzuhalten, zumal ja die Berufsstartermesse Go fest in Perleberg etabliert ist und die Jobstart an wechselnden Standorten stattfindet“, sagt Kirsten Gmirek. „Doch auf diesen Vorschlag gab es keine Reaktion.“ Der Druck der Unternehmen sei letztlich so groß gewesen, dass man ihnen eine Alternative anbieten wollte.

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Staatliche Schule kann nicht bei privatem Bildungsträger ausstellen

Anders sieht es der Schulleiter des Oberstufenzentrums Prignitz, Jan Meyerhoff. „Ich war nie dagegen, dass der Karrieretag auch in Pritzwalk stattfindet“, sagt er. „Aber wir als staatliche Schule können nicht einfach solch eine Veranstaltung in den Räumen eines privaten Bildungsträgers abhalten“ (Gemeint sind die Räume der Bildungsgesellschaft in der Tuchfabrik). Im Übrigen habe keiner der Organisatoren der Veranstaltung in Wittenberge gewusst, dass es einen zweiten Karrieretag geben soll.

56 Aussteller sind in Pritzwalk vertreten

Für die Kreishandwerkerschaft und das Regionalcenter Prignitz der Industrie- und Handelskammer Potsdam ist die schiere Zahl der Aussteller Bestätigung genug für den neuen Veranstaltungsort. „Wir haben 56 Unternehmen, die mit einem Stand vertreten sind und weitere fünf, die mit Hilfe von Informationsmaterial auf sich aufmerksam machen“, sagt René Georgius, Fachberater beim IHK-Regionalcenter in Pritzwalk. In der Turnhalle und im Spiegelsaal der Rochowschule präsentieren sich Unternehmen vom Call Center Adecco aus Wittenberge bis zum Zahnradwerk Pritzwalk. Auch die Mitgliedsbetriebe der Kreishandwerkerschaft sind vertreten.

Ausbildungs-Lkw steht auf der Freifläche

Die Besucher erfahren interessante Details über die verschiedenen Betriebe und Institutionen, und können Besichtigungen, Praktika, Ferienjobs, eine Ausbildung vereinbaren oder gar einen Arbeitsvertrag schließen. Ein Fotograf fertigt professionelle Bewerbungsbilder an und die Prignitzer Wirtschaftsjunioren sehen sich auf Wunsch Bewerbungsmappen an und geben Hinweise. Neben vielen Informationen können die Interessenten auch Einblicke in die Arbeit regionaler Unternehmen gewinnen. Das Meyenburger Möbelwerk ist mit seinem Ausbildungs-Lkw dabei und die Firma Induka zeigt ihre Technik zur Industrie- und Kanalreinigung auf einem Lastwagen. Bewirtet werden die Gäste von der Schülerfirma „Rochow kocht“.

Künftiges Konzept soll beraten werden

Der 4. Prignitzer Karrieretag in Wittenberge bietet ein ähnliches Programm. „Wir müssen uns sicher nach beiden Veranstaltungen zusammensetzen und über das künftige Konzept des Karrieretags beraten“, sagt OSZ-Schulleiter Jan Meyerhoff. Vieles hänge von den Besucherzahlen ab.

Von Andreas König

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