Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Die Zahl der Blutspender sinkt
Lokales Prignitz Die Zahl der Blutspender sinkt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:18 22.12.2016
Ein Lichtblick: Die Zahl der Erstspender ist gestiegen. Quelle: Peter Geisler
Anzeige
Neuruppin/Perleberg

Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ruft unmittelbar vor Weihnachten zur Blutspende auf. So sollen noch am 23. Dezember an ausgewählten Orten Brandenburgs Teams bereitstehen, um die ­Spender in Empfang zu nehmen, beispielsweise in Rheinsberg, wo ­zwischen 14 und 18.30 Uhr im Haus der Begegnung Blut gespendet ­werden kann. An anderen Orten im Nordwesten werden rund um die Feiertage ebenfalls Termine durchgeführt (siehe Infokasten).

Gerade in der zweiten Dezemberhälfte würden Spenden dringend benötigt, sagt Kerstin Schweiger, Sprecherin des DRK-Blutspendedienstes Nord-Ost. „Wegen der bevorstehenden Reihe von ­Feiertagen, an denen nicht im sonst an Werktagen üblichen Umfang Blutspendetermine durchgeführt werden können, ist der DRK-Blutspendedienst in der Zeit rund um den Jahreswechsel besonders ­dringend auf das Engagement zahlreicher Blutspender angewiesen, denn einige Blutpräparate sind lediglich vier bis fünf Tage haltbar“, so Kerstin Schweiger. Die Arbeit in Kliniken und anderen medizinischen Versorgungszentren gehe jedoch auch während der Weihnachtsfeiertage und über den ­Jahreswechsel unvermindert weiter. Einschränken hinsichtlich des Festes müssen sich die Blutspender indes nicht. Bereits am Folgetag hat der Aderlass keine Auswirkungen mehr auf den Organismus.

Die Blutspenderzahlen sind rückläufig

Klar ist bereits kurz vor Ende des Jahres und den letzten verbleibenden Terminen, dass die Bereitschaft, Blut zu spenden, im Nordwesten weniger ausgeprägt ist als in der Vergangenheit. „Die Blutspenderzahlen sind insgesamt seit zirka drei Jahren rückläufig“, sagt DRK-Referentin Manuela Sterna mit Blick auf die Landkreise Prignitz und Ostprignitz-Ruppin. Während sich die Zahlen in der Prignitz zumindest 2016 in etwa auf dem Vorjahresniveau bewegt hätten, seien sie in Ostprignitz-Ruppin um etwa 300 Konserven gegenüber 2015 zurückgegangen. „Wir erklären uns das mit dem demografischen Wandel“, so Manuela Sterna. „Zu wenig Jugend – und die Älteren fallen wegen Alter oder Krankheiten aus.“

Ein Lichtblick in der Region sind immerhin die Erstspender. So ­kamen in der Prignitz in diesem Jahr 357 Menschen das erste Mal zu einem Termin, um sich Blut ­abzapfen zu lassen, in Ostprignitz-Ruppin wurden immerhin 204 Erstspender ­registriert. Insgesamt sind die Termine in der Prignitz stärker frequentiert als die im Nachbarkreis. Zu 114 Terminen kamen 6000 Spender, von denen nach vorheriger ­ärztlicher Untersuchung 5635 zur Spende zugelassen wurden. In Ostprignitz-Ruppin wurden vom DRK-Blutspendedienst 137 Termine ­organisiert, bei denen 5053 Spender registriert und davon 4672 zugelassen wurden. Zur Einordnung: An ­jedem Werktag benötigt der DRK-Blutspendedienst in Berlin und Brandenburg rund 650 Blutspenden, um den Bedarf zu decken.

Hier kann Blut gespendet werden

Folgende Spendetermine rund um die Feiertage bietet das Deutsche Rote Kreuz im Nordwesten an.

21. Dezember, Neustadt, 15 bis 19 Uhr, Schule.

22. Dezember, Neuruppin, 14 bis 18.30 Uhr, Ruppiner Kliniken Haus F.

23. Dezember, Rheinsberg, 14 bis 18.30 Uhr, Haus der Begegnung.

28. Dezember, Wusterhausen, 15.30 bis 19 Uhr, Ribbes Partyhaus.

29. Dezember, Neuruppin, 14 bis 18.30 Uhr, Ruppiner Kliniken Haus F.

Von Mischa Karth

19.12.2016
22.12.2016
19.12.2016