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Prignitz Ein Großbrand steht in der Bilanz
Lokales Prignitz Ein Großbrand steht in der Bilanz
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00:19 08.01.2019
Der größte Einsatz in diesem Jahr der Kunower Feuerwehr war ein Großbrand in Schrepkow. Quelle: privat
Kunow

2018 war für die Feuerwehr Kunow ein gutes, aber auch durchwachsenes Jahr. Zu diesem Fazit kommt der stellvertretende Ortswehrführer Thomas Pettke in seinem Jahresrückblick.

Die Wehr war zu 14 Einsätzen gerufen worden. Es gab acht Alarmierungen zu Bränden, davon eine Brandsicherheitswache, und sechs Hilfeleistungen. Im Vergleich zu 2017 waren es fünf Einsätze mehr.

Viele Einsätze seien glimpflich ausgegangen, so Pettke. Noch lange in Erinnerung bleiben wird den Rettern aber der Großbrand mit anschließender Brandsicherheitswache am 13. und 14. Juni bei einem Landwirtschaftsunternehmen in Schrepkow. Die Wehr war damals knapp zwei Tage vor Ort.

Neue Erfahrungen gesammelt

Die Kunower arbeiteten unter anderem mit den Feuerwehren aus Schrepkow, Döllen, Gumtow, Demerthin, Görike und Barenthin abwechselnd Hand in Hand zusammen. „Eine neue Erfahrung für uns war die Zusammenarbeit mit der Kriminalpolizei und der Brandursachenermittlung“, so Pettke. Bei den Ermittlungen wurde damals auch eine Drohne eingesetzt, um Luftbildaufnahmen vom Brandort zu machen.

Verstärkt kam es laut Pettke auch zu gemeindeübergreifenden Alarmierungen. Er denkt, dass solche Einsätze künftig zunehmen werden, wegen der sinkenden Zahl der Einsatzkräfte. Zweimal konnte Wehr auch nicht ausrücken deshalb. Einmal gab es einen technischen Defekt am Einsatzfahrzeug, das andere mal war kein Fahrer da.

Probleme mit der Einsatzstärke

Das ist laut Pettke ein Problem, über das nicht gern öffentlich gesprochen wird. Aber auch die Kunower haben wie viele andere Wehren Probleme, in der Woche ausreichend Personal vorzuhalten. Die Retter arbeiten teilweise außerhalb oder sind gleich ganz weggezogen. „Aber, es sind auch neue nachgekommen“, freut sich der stellvertretende Ortswehrführer. Zwei waren es zum Ende des Jahres. Derzeit hat die Wehr 24 Mitglieder. 16 Retter gehören der Einsatzabteilung an. Vier Mitglieder sind in der Alters- und Ehrenabteilung.

„Wir haben viele Ziele erreicht, vieles gilt es aber noch zu bewältigen“, so Pettke. Dazu gehören die Aus- und Weiterbildung, die schwierig ist, weil viele Kameraden tagsüber oder die ganze Woche auswärts sind. Dennoch absolvierten zwei Mitglieder die zweiteilige Truppmann-Ausbildung.

Spendenaktion im Frühjahr

Pettke erinnert auch an die Spendenaktion im Frühjahr, bei der Geld für einen Beamer gesammelt wurde, der bei Schulungen zum Einsatz kommen soll. Unterstützung erhielt die Feuerwehr Kunow dabei erneut vom CDU-Bundestagsabgeordneten Sebastian Steineke. Er war schon 2016 dabei, als es um die Anschaffung einer Schmutzwassertauchpumpe ging. Es gab viele weitere Spender, denen Pettke nachträglich danke sagen will.

Die Feuerwehr ist auch in jedem Jahr Gastgeber für das Maifeuer Ende April. Gäste kamen auch aus den Nachbargemeinden Plattenburg und Groß Pankow oder von noch weiter weg. Ebenfalls im April halfen die Kunower auf dem Kramser Friedhof aus, wo es kein Wasser gab. Die Gemeindeverwaltung hatte damals um Hilfe gebeten.

Eröffnung statt Herbstfeuer

Statt des Herbstfeuers gab es im September die Neueröffnung der Kunower Turnhalle, an der sich die Wehr beteiligte. unterstützten die Wehrmitglieder die Demerthiner bei der offiziellen Übergabe des Einsatzfahrzeuges mit Eröffnung des neuen Gerätehauses. Überprüft wurden Wasserentnahmestellen wie Zisternen, Löschteiche und Unterflurhydranten in Kunow, Beckenthin, Krams, Neu Schrepkow und Groß Welle.

Zwei neue Carports

Für die Wehr neu gekauft werden konnten zwei Carports, ein Hohlstrahlrohr und zwei Schnittschutzhosen. Eine Hose war eine Spende von Mitglied Jens Zaydowicz. „Viele Arbeiten bei uns laufen im Hintergrund ab, sind nicht zu sehen“, so Pettke. Einen großen Anteil daran hat Gerätewart Roland Szczech.

Pettke lobt aber auch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Ortsbeirat und den Arbeitgebern. Viel Unterstützung erhielt die Wehr auch von der Agrar-Erzeuger-Genossenschaft und der Firma Bio Energie im Ort, die mit Personal und Technik zum Beispiel bei den Vorbereitungen der Veranstaltungen geholfen hatte.

Von Sandra Bels

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