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Prignitz Ein Stadtfest für alle Perleberger
Lokales Prignitz Ein Stadtfest für alle Perleberger
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20:56 14.03.2018
Ritterkämpfe und ein buntes Marktreiben wie zu damaliger Zeit waren der Höhepunkt zum 777. Stadtjubiläum im Hagen von Perleberg – eine Neuauflage soll es in ähnlicher Form im kommenden Jahr geben. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Perleberg

Nach den Stadtgeburtstagen im Jahr 2014 zum 775. Stadtjubiläum und zwei Jahre später zum 777. steht im kommenden Jahr erneut ein großes Stadtfest in Perleberg an. Um die 780 Jahre angemessen begehen zu können, seien schon jetzt Vorbereitungen dazu nötig, berichtet Hauptamtsleiter Axel Schmidt im Ausschuss für Soziales, Bildung, Jugend, Kultur, Sport und Tourismus am Dienstagabend.

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Nach den Stadtgeburtstagen im Jahr 2014 zum 775. Stadtjubiläum und zwei Jahre später zum 777. Stadtjubiläum steht im kommenden Jahr erneut ein großes Fest in Perleberg an. 50 000 Euro soll es kosten. Die Stadtverordneten sind dabei geteilter Meinung. Zur Diskussion steht auch, solch ein Fest jedes Jahr auf die Beine zu stellen. Soweit möglich auch mit geringeren Investitionsmitteln. Wie sehen Sie das?

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„Wir haben bereits ein großes kulturelles Angebot, aber nicht für alle Bevölkerungsgruppen. Das wollen wir mit einem regelmäßigen Stadtfest abdecken“, so Schmidt. Für eine realistische Planung sei nun ein festes Budget notwendig, um rechtzeitig vertragliche Bindungen mit Künstlern und weiteren Akteuren einzugehen.

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50 000 Euro fürs gesamte Stadtfest

Geplant ist demnach das Stadtfest im Jahr 2019 an zwei bis drei Tagen durchzuführen. Nach Abgleich von Veranstaltungsdaten kann das Festwochenende vom 13. bis zum 15. September stattfinden. Dafür werden insgesamt finanzielle Mittel in Höhe von 50 000 Euro für die Gestaltung des Bühnenprogramms, für Bühne und Technik sowie zur Bewerbung der Veranstaltung benötigt.

Immer gut besucht waren die Stadtfeste von Perleberg in den vergangenen Jahren – sie waren ein Vergnügen für die ganze Familie. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Des Weiteren fallen Kosten an für Strom und Wasser, Müllentsorgung, Sicherheitskräfte, Musikrechte und für die Übernachtung von Künstlern und Gästen der Stadt, beispielsweise aus den Partnerstädten. „Interne Personalkosten sind in der benannten Summe nicht enthalten“, so der Hauptamtsleiter.

Jährlich feiern, dafür kleiner

Über die Freigabe der finanziellen Mittel sollen nun die Stadtverordneten entscheiden. In der Ausschusssitzung am Dienstag gab es dabei geteilte Meinungen. „Die Stadt ist nicht dafür da, Stadtfeste zu organisieren. Es gibt Städte da ist das so, aber da ist die ganze Organisation anders“, bemerkt Ausschussvorsitzender Malte Hübner-Berger (SPD).

Nachgedacht wurde auch über ein Stadtfest jedes Jahr mit einer geringeren Investitionssumme. Das war allerdings am Dienstag nicht Bestandteil der vorliegenden Beschlussvorlage, wurde allerdings stark unter den Ausschussmitgliedern diskutiert.

Ausschuss für die 780-Jahrfeier

Viele Zweifel kamen bei diesem Gedanken auf. „Ich sehe keinen Grund und keinen Anlass für ein Stadtfest jedes Jahr“, sagt Hans-Peter Freimark (SPD). Auch Monika Barthel (Die Linke) hat eine ähnliche Meinung: „Lieber sollte man bestehende kulturelle Veranstaltungen mit finanziellen Mittel unterstützen, stärken und ausbauen, als was Neues zu kreieren.“ Nun soll zunächst eine Stadtfest im kommenden Jahr durchgeführt werden. „Nach dem Stadtfest wollen wir uns alle mal zusammensetzen und über Möglichkeiten diskutieren“, sagt Axel Schmidt.

Es sei für die Stadt gut, etwas Neues ins Leben zu rufen, meint Edwin Grönboldt (FDP/Kreisbauernverband). „Ich finde es gut, wenn die Stadt einen neuen Ballon starten lässt.“ Trotzdem bestände in den Augen der Abgeordneten die Gefahr, dass sich der Sommer totfeiere. Letztlich stimmte der Ausschuss mit drei von fünf Stimmen dafür, Geld fürs Stadtfest 2019 bereitzustellen.

Von Marcus J. Pfeiffer

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