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Prignitz Erstes Willkommensschild aufgestellt
Lokales Prignitz Erstes Willkommensschild aufgestellt
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00:20 04.08.2018
Bei der Enthüllung des Schildes dabei waren (v.l.) Lothar Benecke, Torsten Uhe, Elmar Habenicht, Bernd Gerhardt und Matthias Habermann. Quelle: Bernd Atzenroth
Meyenburg

Künftig weiß jeder, der per Bundesstraße in den Landkreis Prignitz kommt, wann er das Kreisgebiet betritt. Denn an sieben Stellen werden Autofahrer nun per Willkommensschild im Landkreis Prignitz begrüßt. Das erste wurde am Mittwoch offiziell in der Nähe von Meyenburg enthüllt.

Die Wahl des Orts offenbart, dass der Prignitzer Landrat Torsten Uhe einen Sinn für Symbolik hat –zumal der 1. August genau die Halbzeit der Wahlperiode des Landrats markiert. Denn in Meyenburg hat bekanntlich Ministerpräsident Dietmar Woidke das Aus für die Kreisgebietsreform verkündet – eine Angelegenheit, die den Kreis jahrelang beschäftigt hatte.

An sieben Stellen im Kreis wird dieses Schild zu sehen sein. Quelle: Bernd Atzenroth

Danach war klar, dass es den Landkreis Prignitz weiter geben würde. Mit den neuen Willkommensschildern, von denen insgesamt erst einmal sieben an den Bundesstraßen aufgestellt werden, dokumentiert der Landkreis nunmehr auch nach außen, dass es ihn immer noch gibt, und das „rechtzeitig vor dem Brandenburgtag“, wie Torsten Uhe erklärte.

Spenden für die Schilder gesammelt

„Das war längst überfällig“, findet auch sein Pressesprecher Frank Stubenrauch, „am Montag hat jemand zu mir gemeint: Dass ich das noch mal erleben darf.“ Wer aus Richtung Ganzlin kommt, wird nun auf einem 70 mal 50 Zentimeter großen Schild begrüßt, das in blau gehalten ist und den Schriftzug „Willkommen im Landkreis Prignitz“ und das Kreiswappen trägt.

Elmar Habenicht hat Spenden für die Beschilderung gesammelt. Quelle: Bernd Atzenroth

Mit bei der Enthüllung des Schilds dabei waren neben Uhe und dem Meyenburger Amtsdirektor Matthias Habermann auch Elmar Habenicht, Bernd Gerhardt und Lothar Benecke. Habenicht, früher Zweiter Beigeordneter des damaligen Landrats Hans Lange, habe von Anfang an gesagt, wir müssen nach außen hin sichtbar sein, begründete dies Torsten Uhe. Am 1. April ist Habenicht 75 Jahre alt geworden und bei diesem Anlass hat er Spenden gesammelt, um die Beschilderung zu ermöglichen. Zu den Spendern gehörten Gerhardt und Benecke. Dabei kamen 1770 Euro von 36 Spendern zusammen.

„Wir haben einen Landkreis, der sich sehen lassen kann.“

Habenicht, der heute noch in der Prignitzer FDP aktiv ist, war dies eine Herzensangelegenheit: Vor 50 Jahren war er mehr unfreiwillig aus Berlin verdrängt worden. Mittlerweile ist er hier heimisch und sagt: „Wir haben einen Landkreis, der sich sehen lassen kann.“

Die neue Beschilderung hat eine lange Vorgeschichte. 2014 war der Plan erst einmal auf Eis gelegt worden, eben weil die Landesregierung gerade das Vorhaben Kreisgebietsreform verkündet hatte. Es wäre niemandem zu vermitteln gewesen, Schilder aufzustellen, die auf ein Gebilde hinweisen, das es schon bald nicht mehr geben würde.

Frank Stubenrauch mit dem ursprünglichen Entwurf für ein Schild. Quelle: Bernd Atzenroth

Das ist nun erledigt. Schwierigkeiten für das Schilderprojekt gab es aber auch in anderer Hinsicht. Denn der ursprüngliche Entwurf war eine Stele mit einer weit knalligeren Aufschrift. Frank Stubenrauch, Pressesprecher des Landkreises, zeigte denn auch auf einer Bildmontage, wie dies ausgesehen hätte. Doch die Umsetzung dieser Variante wäre recht kompliziert. Zwar dürfte sie an Landesstraßen aufgestellt werden, doch nur, sofern diese durch Kommunen und Gemeinde führen. Dort allerdings gelten dafür die Bestimmungen des Baurechts. Für sie hätte erst einmal Baurecht geschaffen werden müssen und sie ist nur in Kommunen umzusetzen. Doch deutete Stubenrauch an, dass diese Wunschvorstellung doch noch in der ein oder anderen Form umgesetzt werden kann.

Strenge Richtlinien

Auch die jetzt gefundene Lösung folgt streng den vorgegebenen Richtlinien: Die Schilder dürfen die Größe von 70 mal 50 Zentimetern nicht überschreiten. Sie dürfen in keinem Fall für Werbung genutzt werden und auch nicht umseitig beschriftet sein – weshalb man über diese Schilder auch nicht aus dem Landkreis verabschiedet wird. An Landesstraßen wiederum dürften die Schilder nur 20 Meter von der Straße entfernt „rein ins Feld“ aufgestellt werden –eine Variante, die bei dem jetzigen Schild keinen Sinn macht.

Dass nunmehr nach und nach an sieben Stellen der Willkommensgruß zu sehen sein wird, ist auch der Unterstützung durch das Landesstraßenbauamt zu verdanken, wie Stubenrauch verlauten ließ.

Von Bernd Atzenroth

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