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Prignitz Europaweite Synchronzählungen von Zwerg- und Singschwänen
Lokales Prignitz Europaweite Synchronzählungen von Zwerg- und Singschwänen
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09:35 08.02.2020
Singschwäne (Cygnus cygnus) – zwei Elterntiere mit zwei noch grau gefiederten Jungtieren. Quelle: Foto: Patrick Pleul/ DPA
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Rühstädt

Die tiefen, etwas nasal klingenden Rufe sind weithin zu vernehmen – Singschwäne machen ihrem Namen alle Ehre. Über hunderte von Metern kann man ihre posaunenartigen Geräusche vernehmen. Auf Brandenburger Äckern kann man sie jetzt recht zahlreich beobachten, in der Nähe von Seen, Feuchtgebieten und Flüssen. Seine Hauptüberwinterungsgebiete liegen neben Dänemark und Irland vor allem in Deutschland. Gegen Ende Februar fliegen sie wieder in ihre Brutgebiete. Diese erstrecken sich von Island über Skandinavien bis weit hinein in die russische Taiga und Tundra.

Wer jetzt zu einem Spaziergang in der Natur unterwegs ist, kann ihre Gesänge nicht überhören. Schwäne bevorzugen in Brandenburg die großen Flussauen von Elbe, Oder und Havel. „Das schließt natürlich nicht aus, dass sie auch in den Luchlandschaften rasten, doch meist in geringerer Anzahl“, sagt Thomas Frey vom Landesamt für Umwelt (LFU). Im Biosphärenreservat Flusslandschaft Elbe wurden im Januar 700 Singschwäne von der Naturwacht gezählt; im Linumer Luch waren es etwa halb so viel.

Viele Tausend Beobachter

In der Prignitz finden sie in den flachen Gewässern des Rambower Moores optimale Schlafplätze. Im Januar schulterten viele Tausend Beobachter weltweit ihre Spektive, um im Rahmen der von Wetlands International organisierten Wasservogelzählung die Tiere zu erfassen. Nicht alle Wasservogelarten lassen sich allerdings ganztägig auf den Gewässern erfassen – vor allem Schwäne und Gänse nutzen tagsüber landwirtschaftliche Flächen zur Nahrungssuche.

Für Zwerg- und Singschwäne finden seit den 1980er Jahren europaweite Synchronzählungen statt. Ziel ist es, den Gesamtbestand zu erfassen und Informationen zum Bruterfolg zu erhalten. Auch vor dem Hintergrund der Klimaveränderungen sind die Beobachtungen der Zugvögel von besonderer Bedeutung. Vogelzug bedeutet generell immer auch Energieverbrauch. „Bei den Zwergschwänen haben die letzten Zählungen ergeben, dass zunehmend mehr Tiere weiter nordöstlich rasten und ihren Zugweg verkürzen“, sagt Thomas Frey.

Gesamtzahl überwinternden Zwergschwäne deutlich zurückgegangen

Die Gesamtzahl der in Nordwesteuropa überwinternden Zwergschwäne ist seit Mitte der 1990er Jahre deutlich zurückgegangen. Bei den Singschwänen gibt es kein eindeutiges Bild. Die Rastbestände haben sich aber seit 1995 nahezu verdreifacht. In diesem milden Winter deutet sich jedoch an, dass weniger Singschwäne in Brandenburg angekommen sind.

Von Cornelia Felsch

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