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Prignitz FC-Bayern-Gründer endlich auch in München Pritzwalker
Lokales Prignitz FC-Bayern-Gründer endlich auch in München Pritzwalker
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02:15 13.07.2017
Franz John aus Pritzwalk war erster Präsident des FC Bayern München. Quelle: Bernd Atzenroth
Pritzwalk/München

Wer sich auf die Spuren bekannter Persönlichkeiten mit Pritzwalker Wurzeln begeben will, kann es bekanntermaßen mit einigen Erfolgsaussichten in München tun. Ein Besuch der Allianz-Arena tut es da schon, – wer sich zunächst von Tour-Guide Rosi oder anderen bajuwarischen jungen Männern und Frauen durch das imposante Stadion des FC Bayern, das Pressezentrum und die Umkleidekabinen der Stars hat führen lassen, betritt danach die heiligen Hallen der ständigen Ausstellung über den FC Bayern München und seiner Geschichte. Gleich auf der ersten Tafel links neben dem Eingang wird man fündig. Denn dort würdigt der Verein seinen ersten, im Jahr 1900 gewählten Präsidenten und Mitgründer Franz Adolf Louis John. Der wurde 1872 in Pritzwalk geboren – ein Faktum, das vielleicht erklärt, warum es in der Stadt an der Dömnitz seit 2009 einen so rührigen FC-Bayern-Fanklub gibt, mit zeitweise dreistelliger Mitgliederzahl.

In der Münchner Allianz-Arena wird auch an den Pritzwalker Gründervater des FC Bayern erinnert. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Tafel in der Ausstellung vermerkt den Geburtsort, und mittlerweile ist ein Fehler darauf jetzt verbessert worden. War dort doch Pritz­walk lange Zeit Mecklenburg zugeschlagen, so ist es nunmehr eindeutig im Text nach Brandenburg verlegt. In Deutschlands größtem Verein reagiert man also durchaus auf Anmerkungen aus Fankreisen.

Im Vereinsheim der Pritzwalker Bayern-Fans an der Bergstraße wird auch des Vereinsgründers gedacht, und es hatte in den vergangenen Jahren Versuche gegeben, auf andere Weise an John zu erinnern. So konnten sich der damaligen Vorsitzende des Fanklubs, Tony Daugals – der so bayern-verrückt ist, dass er jetzt auch offiziell mit zweitem Vornamen Arjen wie sein Idol Arjen Robben heißt – , und seine Mitstreiter schon vor fünf Jahren vorstellen, dass vielleicht eine Straße oder Gasse nach diesem doch bekannten Sohn der Stadt benannt werden könnte. Eigens zur Förderung des Gedenkens an John gründete der Fanklub 2013 den Fördererein „Franz Adolf Louis John“, der im Gegensatz zu einem Fanklub auch ins Vereinsregister eingetragen ist und gemeinnützig wirken kann.

Die Gasse in Pritzwalk neben dem Vereinsheim könnte nach dem ersten Bayern-Präsidenten benannt werden. Quelle: Bernd Atzenroth

Bislang waren die Bemühungen in der Dömnitzstadt noch nicht von Erfolg gekrönt – bei der Stadt war das Echo darauf eher verhalten. Das Bemühen des Fördervereins um städtische Förderung war erfolglos. Doch die Straßenumbenennung bleibt Ziel des Fördervereins, wie der jetzige Vorsitzende Frank Schröder auf MAZ-Nachfrage betonte. Zwar habe der Förderverein keinen weiteren Anlauf genommen, um nach der Vereinsrichtlinie der Stadt gefördert zu werden. Doch erinnerte Schröder, der auch Stadtverordneter für die Linke ist, an die Idee, kleine Gassen in der Stadt, die noch ohne Namen sind, zu benennen. Anbieten würde sich dafür der kleine Weg der direkt neben dem Vereinsheim von der Bergstraße abgeht.

Der Mann aus Pritzwalk (Brandenburg). Quelle: Bernd Atzenroth

Es gibt noch eine weitere Idee, die auf der jüngsten Vorstandssitzung diskutiert wurde: Der Verein will eine Sonderausstellung über John vorschlagen und dafür den Pritzwalker Museumsleiter Lars Schladitz ansprechen. Schließlich werde das Museum im Zuge des Ausbaus der Tuchfabrik ja auch neu ausgerichtet.

Zu Franz Johns Zeiten wurde noch in solcher Tracht Fußball gespielt, zu sehen in der Ausstellung zur Bayern-Geschichte. Quelle: Bernd Atzenroth

Die Vereinsaktivitäten laufen derweil weiter: Fanklub und Förderverein haben einen festen Stamm von 80 Mitgliedern, von denen etwa 30 aktiv dabei sind, etwa bei Weihnachtsfeiern. Nach wie vor fahren die Pritzwalker Bayern-Fans alljährlich am Todestag des Bayern-Gründers im November an sein Grab in Fürstenwalde, um seiner zu gedenken. Die nächste Veranstaltung der Bayernfans findet am Samstag, 22. Juli, im Vereinsheim statt. Dort treffen sie sich zum Fifa-Turnier und spielen die Matches am Rechner aus. Auch im August zum Saisonauftakt in der Bundesliga wird es wie in jedem Jahr ein Treffen geben, bei dem, so Frank Schröder, das Tippspiel der Vereinsmitglieder ausgewertet wird.

Die „schware Bestie“ hat an der Dömnitz nach wie vor viele Fans. Quelle: Bernd Atzenroth

Von Bernd Atzenroth

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