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Prignitz Faires Teamspiel unter den Kulturen
Lokales Prignitz Faires Teamspiel unter den Kulturen
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09:26 24.02.2018
Fünf Mannschaften traten gegeneinander an. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
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Pritzwalk

Ein Fußballspiel zwischen Auszubildenden verschiedener Kulturen war am Donnerstag der Höhepunkt einer besonderen Begegnung. Derzeit sind 14 junge Griechen bei der Pritz­walker Bildungsgesellschaft zu Gast. Am Freitag endet der zweiwöchige Austausch, der ganz im Zeichen der dualen Ausbildungssysteme stand.

Als Abschluss veranstaltete Sportlehrer Lothar Nagel ein kleines Fußballturnier mit fünf Mannschaften. Darunter zwei mit den Griechen, zwei von der privaten Berufsschule und eine Mannschaft vom Oberstufenzentrum mit Flüchtlingen. „Die Mannschaften spielen gegeneinander, aber der Spaß steht dabei an oberster Stelle“, sagt Lothar Nagel. „Mit dem Turnier lernen sich die verschiedenen Kulturen im spielerischen Miteinander kennen und kommunizieren miteinander.“

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Anderes Ausbildungssystem in Griechenland

Am Sonntag treten die Gäste aus Griechenland wieder ihre Heimreise an, wie Begleitlehrer Christus Galanis berichtet. Doch vieles haben sie in Deutschland neues erfahren, das sie in ihre Heimat an Eindrücken mitnehmen. Denn in Griechenland sieht die Ausbildung etwas anders aus als in Deutschland. Der wohl größte Unterschied zur deutschen Ausbildung ist der, dass hinter den Auszubildenden im Moment kein Ausbildungsbetrieb steht.

Das heißt: Am Vormittag Schule und am Nachmittag Praxis in den schuleigenen Ausbildungskabinetten. Erst dann geht es für die jungen Leute ohne wirkliche praktische Erfahrung in die Unternehmen. Die jungen Schüler im Alter zwischen 15 und 18 Jahren sind in Griechenland in einer Ausbildung zum CNC-Dreher, zum Automechaniker oder zum Elektroniker.

Kulturelle Ausflüge nach Berlin und Hamburg

Ganz anders sieht das duale Ausbildungssystem in Deutschland aus. Dort übernehmen Unternehmen die praktische Ausbildung, begleitet von der Berufsschule und den Angeboten der Bildungsgesellschaft in Pritz­walk, welche die Dinge praktisch vermitteln, die im Produktionsprozess der Firmen nicht so ohne weiteres beizubringen sind. Deshalb war es für die jungen Leute aus Griechenland sicherlich sehr interessant, Einblicke in deutsche Unternehmen zu gewinnen, aber auch einzelne Ausbildungsmodule in den Lehrkabinetten zu absolvieren.

Neben dem praktischen Lernen standen in den zwei Wochen aber auch Ausflüge nach Berlin und Hamburg mit kulturellen Höhepunkten auf dem Programm. Das war die Gelegenheit, sich näher kennenzulernen, ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Ermöglicht wurde der Besuch der Azubis durch das Erasmus Plus-Programm der Europäischen Union, gefördert vom Europäischen Sozialfonds.

Von Marcus J. Pfeiffer

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