Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Prignitz Quandts spenden 1,5 Millionen für Tuchfabrik
Lokales Prignitz Quandts spenden 1,5 Millionen für Tuchfabrik
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:54 18.12.2014
Der Innenausbau des Bildungsteiles schreitet fort - so zeigte es Bürgermeister Wolfgang Brockmann (2. v. r.) am Mittwoch. Quelle: Claudia Bihler
Pritzwalk

Ein wesentlicher Teil der Summe (weitere 1,5 Millionen Euro gewährt Stefan Quandt der Stadt als zinsloses Darlehen, damit der Umbau vorfristig zu einem Ende gebracht werden kann) soll in den Umbau des Teiles der Tuchfabrik fließen, der für die Bildungsgesellschaft und die Fachhochschule Brandenburg vorgesehen ist. "Schon seit vielen Jahren unterstützen die Quandts die Bildungsgesellschaft in ihren Bemühungen um eine qualitativ hochwertige Erstausbildung junger Leute", sagte deren Geschäftsführer Werner Schulze, "wir freuen uns, dass die guten Beziehungen weiter intensiviert werden." Unter anderem elf Räume für eine Internatsunterbringung können nun eingerichtet werden. Zudem kann zugunsten der Barrierefreiheit nun ein Fahrstuhl in den Bildungabschnitt der Tuchfabrik gleich eingebaut werden, der bisher zwar vorgesehen, aber noch nicht finanziert war.

Eine historische Aufnahme der Quantschen Tuchfabrik in Pritzwalk von 1865. Quelle: Claudia Bihler

Die Fraktionsvorsitzenden der Stadtverordnetenversammlung waren bereits einen Tag zuvor über die Spende informiert worden. Verbunden damit sind keine weiteren Auflagen außer der Zweckbindung fürs Projekt. "Die Fraktionsvorsitzenden haben die Spende ausdrücklich und einstimmig begrüßt", sagt Klaus-Peter Garlin (CDU), der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung. Er verwies auf einen Appell der Stadtverordneten Christa Pfeifer während der letzten Sitzung, die im Zusammenhang mit einem besseren Stadtmarketing gefordert hatte, Pritzwalks Alleinstellungsmerkmale besser herauszuarbeiten. Garlin: "Die Bildung ist unser Alleinstellungsmerkmal für den Nordwesten Brandenburgs."

Diese Auffassung vertritt auch Mikle Blechschmidt als Vorsitzender des Fördervereins Wachstumskern Autobahndreieck. Er verwies auf ein Gutachten, das verdeutlichst, dass im Autobahndreieck die höchste Wertschöpfung stattfindet: mehr als in den Wachstumskernen Neuruppin, Prignitz oder Luckenwalde. Blechschmidts Argumente für die Berufsausbildung in Pritzwalk und gegen den Fachkräftemangel: "Der Kampf um die Köpfe hat längst begonnen. Und wir müssen uns fit machen für die Kreisgebietsreform. Pritzwalk darf keine einzige Einrichtung mehr verlieren." Dabei bezog er sich etwa auf den Erhalt des Oberstufenzentrums in der Stadt. Durch die Spende kann nun die Bildungsgesellschaft aus ihren Räumen im alten und maroden Flachbau nun schneller ausziehen.

Das zinslose Darlehen soll dabei ermöglichen, die Fördermittel vorzufinanzieren, die ansonsten erst mit der Genehmigung aus dem Stadtumbauprogramm fließen würden. Das wiederum ermöglicht auch, dass die Fachhochschule Brandenburg ihre Räume im Komplex schneller beziehen kann. "Bisher gibt es eine Stelle, künftig sollen zwei Mitarbeiter die Präsenzstelle betreuen, die dann auch für den Nachbarlandkreis Ostprignitz-Ruppin verantwortlich ist", sagte Blechschmidt.

Dietmar Sachs, Rechtsamtsleiter, erläuterte: "Natürlich gibt es noch keine Berechnungen zu den Kosten einzelner Maßnahmen, aber die werden jetzt auf Grundlage der Vorplanungen schnell veranlasst." Durch die großzügige Spende könnten bereits Bauarbeiten an der Außenhülle des Museumstraktes stattfinden, die ansonsten zu Konflikten mit dem Wohnbau führen würden. Bis Ende 2017 will die Stadt nun alle Baumaßnahmen abgeschlossen haben.

Von Claudia Bihler

Prignitz Ostprignitz-Ruppin und Prignitz wollen frühere Abwanderer in die alte Heimat zurückholen - Mutti-Postkarte soll Fachkräfte anlocken

Nicht nur Mütter sind glücklich, wenn der Sohn oder die Tochter wieder in die Heimat zurückkommen. Auch in der Politik und der Wirtschaft ist die Freude über Heimkehrer groß. Denn Brandenburg braucht Fachkräfte. Aus diesem Grund startete nun in Ostprignitz-Ruppin und der Prignitz eine große Aktion, um frühere Abwanderer wieder in die alte Heimat zu locken.

20.12.2014
Prignitz Couragierte Bürger von der Polizei in Perleberg geehrt - Lob für beherztes Handeln

Peter Schröder, Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, hatte am Dienstag couragierte Bürger in der Perleberger Wache zu Gast, um ihnen für ihr beherztes Handeln zu danken. Nur aufgrund ihrer tatkräftigen Unterstützung konnten im zurückliegenden Jahr mehrere Straftaten aufgeklärt werden.

17.12.2014
Prignitz Deich zwischen Scharleuk und Hinzdorf fertiggestellt - Hochwasserschutz mitten im Wald

Die neue gelbe Trasse durch den Hinzdorfer Wald hat etwas Unwirkliches. Fast meint man, den märchenhaften Backsteinweg aus dem "Zauber der Smaragdenstadt" entlangzugehen, doch es sind nur Kies und Schotter, Bäume und die Elbe. Allerdings muss dieser Weg auch keinen Schönheitspreis gewinnen - er soll lediglich für mehr Hochwassersicherheit sorgen.

20.12.2014