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Prignitz Jam Session in der Moorscheune Boberow
Lokales Prignitz Jam Session in der Moorscheune Boberow
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14:42 19.04.2019
Für die richtige Stimmung sorgte ganz zwanglos die Bergen-Wittstocker Gruppe Gruppenzwang mit Sängerin Mareen Thestorf. Quelle: Kerstin Beck
Boberow

Jam Session war am Gründonnerstag-Abend in der Boberower Moorscheune angesagt und das bedeutete: improvisierte Musik, die gleichermaßen zwanglos und salopp daherkommt und damit wohl besonders unterhaltend beim Publikum ankommt.

Wundertüte der Musikmacher

Und so erwartete die Gäste eine Art „Wundertüte“, „denn man weiß vorher nie, wer da zum Musikmachen kommt, und was dann so gebracht wird. Und überhaupt kann es dabei passieren, dass sich Leute finden, um später gemeinsam weiter Musik zu machen“, erzählte im Vorfeld Wirt Christian Ebert, der es schließlich wissen muss: Seit einigen Jahren wird die Jam Session zweimal jährlich erfolgreich in der Lokalität veranstaltet.

Und die Gruppe? Nein, nicht etwa eine, sondern gleich mehrere waren gekommen, um nach Lust und Laune einfach ihr breites Repertoire zu zeigen. Den Anfang machte eine Band mit jungen Leuten aus Ludwigslust, deren Stil eindeutig jazzig war und die die Stimmung im Saal schon einmal gekonnt aufheizte.

Plötzlich war aus dem Quartett eine neunköpfige Gruppe geworden - mit dazu gehörte Saxophonist Carsten Schober aus Wittstock. Quelle: Kerstin Beck

„Zu laut!“ beschied ein Gast aus Perleberg, der hinzusetzte: „Und ich habe bestimmt nichts an den Ohren!“ Aber Musikgeschmack liegt nun mal in den Ohren des jeweiligen hörenden Musikbetrachters, und zwei junge Damen aus Perleberg waren begeistert: „Toll hier, ganz cool die Session, und das Wichtigste ist, dass sie hier bei Ebi - damit war liebevoll der gleichermaßen musikbegeisterte Gastgeber gemeint - stattfindet!“

Zwanglos mit „Gruppenzwang“

Richtig drauf hatte es dann auch eine andere Band mit einem Namen, der hier eigentlich richtig fehl am Platze war: „Gruppenzwang“. Denn ganz zwanglos ging es die Bergen-Wittstocker Gruppe an, bei der die Musik „in Richtung Rock und in Richtung Neil Young“ geht, wie von Sängerin Mareen Thestorf zu erfahren war.

Die 30-jährige Bergerin ist seit zwei Jahren dabei und hat früher bereits zusammen mit ihrer Mutter Musik gemacht. „Uns ist das wohl in die Wiege gelegt worden, aber trotzdem habe ich vor jedem Auftritt aufs Neue Lampenfieber“, gestand die gelernte Arzthelferin, die sich nach sieben nonstop auf die Bühne gelegten Songs ihre Erholung redlich verdient hatte: „Jetzt kann ich endlich den Abend so richtig genießen!“

Langer spannender Abend

Und der schien auch noch richtig lang - und damit spannend - zu werden. Nachdem ein Duo zweier Herren aus Boberow und Wüsten Vahrnow im besten Musikmach-Alter, die sich hier in einer früheren Session kennengelernt hatten, mit Südstaatenblues geglänzt hatten, gab es dann Zunder.

Maz-Chefreporter als Pianoman

Die Bühne hatte zunächst ein Quartett bestiegen; unter anderem war jemand dabei, den man sonst vor jeglichen Bühnen und sonstigen Aufführungsorten sieht: MAZ-Prignitz-Chefreporter Bernd Atzenroth, der hier seiner Leidenschaft, dem Klavierspielen, frönte. „Das hier ist der einzige Ort in der Prignitz, wo man frei spielen kann“, schwärmte der Journalist.

Nicht hinter, sondern auf der Bühne war der Prignitz MAZ-Chefreporter Bernd Atzenroth zu sehen - und vor allem zu hören. Quelle: Kerstin Beck

Plötzlich war jedoch aus dem Quartett eine neunköpfige Gruppe geworden, denn etliche musikmachende Gäste waren mit ihren Instrumenten auf das Podest gestiegen. Zur Verstärkung gehörte auch der aus Wittstock angereiste Saxophonist Carsten Schober. „Ich mag das hier, deshalb bin ich ja auch hergekommen“, erzählte der Künstler.

Ein toller Abend, der nur ein Manko hatte: Um 24 Uhr war Schluss. Und wer die jazzig-bluesige Session verpasst hat, muss jetzt ein halbes Jahr warten: Erst am 2. Oktober gibt es hier wieder die nächste Veranstaltung dieser Art.

Von Kerstin Beck

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