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Prignitz Gespräch über den Speicher in Meyenburg
Lokales Prignitz Gespräch über den Speicher in Meyenburg
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00:22 27.07.2018
Jan Redmann und Dietmar Sachs (r.) diskutierten Anfang Juni beim Vor-Ort-Termin mit gut 100 Bürgern über den Speicher. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg/Sadenbeck

Ein Gespräch über die Zukunft des Flachlandspeichers Sadenbeck am 1. August findet nicht in Potsdam, sondern in der Amtsverwaltung Meyenburg statt. Das sagten auf Nachfrage der CDU-Landtagsabgeordnete Jan Redmann und Dietmar Sachs, Rechtsamtsleiter in der Pritz­walker Stadtverwaltung. Auch im Amt Meyenburg wurde der Termin bestätigt.

Beraten werden soll bei dem Treffen, an dem unter anderem die Landtagsabgeordneten Jan Redmann und Thomas Domres (Die Linke), der Meyenburger Amtsdirektor Matthias Habermann und nicht zuletzt die Staatssekretärinnen Carolin Schilde dem Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft sowie Daniela Trochowski aus dem Finanzministerium teilnehmen sollen, wie es mit dem Speicher weiter gehen kann. Das Land möchte ihn an die zuständigen Kommunen übertragen. Während Halenbeck-Rohlsdorf bereits abgelehnt hat, müssen die Pritzwalker Stadtverordneten darüber noch beraten.

Rechtlich gesehen eine Talsperre

Redmann habe verschiedene Akten aus den Ministerien studiert. „Das Problem ist, dass der Sadenbecker Speicher rechtlich gesehen eine Talsperre ist.“ Das Brandenburgische Wassergesetz regelt, dass eine Anlage als Talsperre gilt, deren Staumauer vom tiefsten Punkt bis zum Scheitel höher als fünf Meter und deren Fassungsvermögen bei mehr als einer Million Kubikmeter liegt. Aus Sicht des Landtagsabgeordneten sei ein kompletter Rückbau des Speichers nicht zwingend. Vielmehr könne man etwa die Höhe der Staumauer auf unter fünf Meter reduzieren. „Was wir anstreben sollten, ist das Gewässer als Ort der Naherholung zu erhalten.“

Redmann geht sogar noch weiter: „Wir sollten prüfen, ob man den See nicht wieder als Badegewässer zur Verfügung stellen könnte.“ Vor einigen Jahren war ein Badeverbot verhängt worden, weil im Stausee Algen auftraten. „Aber die Anlieger sagen, dass die Wasserqualität sich wieder verbessert hat.“

Wissen, worüber man entscheidet

Dietmar Sachs stimmt mit Jan Redmann darin überein, dass der Speicher nicht so einfach zurückgebaut werden kann: Dazu wären langwierige Verfahren nötig. „Es ist wichtig, dass man darüber spricht und die, die entscheiden, wissen, worüber sie entscheiden.“ Sachs geht nicht davon aus, dass die Vertreter der Ministerien darauf bestehen, dass ihre bisherigen Vorschläge die einzig mögliche Lösung sind. Klar sei für die Pritzwalker, dass das Gewässer möglichst erhalten bleiben soll.

Von Beate Vogel

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