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Prignitz Gewalt gegen Frauen, Bürger besorgt
Lokales Prignitz Gewalt gegen Frauen, Bürger besorgt
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18:00 18.01.2013
WITTENBERGE

. Gegen 7 Uhr hatte ein Unbekannter eine 16-Jährige Schülerin auf dem Rad angegriffen. Der Überfall misslang, die Schülerin konnte fliehen. Gleiches gelang auch dem Täter.

Weil sich die Überfälle auf Frauen im Wittenberger Stadtgebiet häufen (siehe Seite 11) ermittelt die Polizei schwerpunktmäßig in der Elbestadt, wie der Pressesprecher der Polizeidirektion Nord in Neuruppin, Toralf Reinhardt, sagt. Hinzu kommt der schwere Raubüberfall auf ein Rentnerehepaar (MAZ berichtete), der sich nur wenige Meter vom Tatort ereignet hat.

Die Wittenberger sind in heller Aufregung. „Hoffentlich kriegen sie den bald“, meint eine Frau, die eigentlich die abgesperrte Straße passieren möchte. Ihr Mann zeigt sich einsichtiger: „Komm, wir gehen rum. Das war hier mal so ’ne ruhige Gegend“, meint er bedauernd, hakt seine Frau unter und entfernt sich.

Unterdessen gehen Kriminalbeamte der Polizeidirektion von Haus zu Haus, befragen die Anwohner nach möglichen Beobachtungen. „Äußerst dünn“ sei die Hinweislage derzeit, meint Toralf Reinhardt. Ähnlich wie bei den früheren Angriffen konnte der Täter nur sehr vage beschrieben werden. „Dunkel bekleidet mit einem Kapuzen-T-Shirt“ hieß es nach dem Überfall auf eine 17-Jährige im Dezember.

Immer wieder kommen neugierige Passanten, immer wieder werden sie freundlich aber bestimmt vom direkten Sperrgebiet am Tatort wegkomplimentiert. „Das würde den Hunden die Spurensuche erschweren“, erklärt ein Beamter.

Die Spurensuche ist die Aufgabe speziell ausgebildeter Polizeihunde, Man Trailer. Da die Polizei des Landes Brandenburg solche Tiere nicht hat, bittet sie die Beamten aus Mecklenburg-Vorpommern um Hilfe. Anders als bei der Fährtenarbeit können die Hunde den Geruch von Verdächtigen auch noch Stunden nach deren Anwesenheit am Tatort identifizieren. Ihr Geruchssinn ist so fein ausgeprägt, dass die Hautschuppen, die jeder Mensch zwangsläufig verliert, nicht nur geortet, sondern auch noch der gesuchten Person zugeordnete werden können. Allerdings muss der Einsatz gut vorbereitet werden.

Schließlich darf der Hund Witterung aufnehmen. Ein kampflustiges Knurren, schon fegt er wie von der Tarantel gestochen die Spuren entlang, die nur mit einer speziell ausgebildeten Hundenase zu bemerken sind. In der kalten Luft halten sich die Geruchsmoleküle länger.

Die Ermittlungen dauern an, die Polizei kündigt verschiedene „präventive Maßnahmen“ an. Die Einwohner Wittenberges werden hingegen erst aufatmen, wenn der oder die Täter gefasst sind. (Von Andreas König)

Neue T-Shirts und eine Party – die Jungen und Mädchen von der Pritzwalker Jugendfeuerwehr wissen schon, wofür sie die Spende ausgeben, die sie jetzt erhalten haben.

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