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Prignitz Große Wiedersehensfreude in der Rolandstadt
Lokales Prignitz Große Wiedersehensfreude in der Rolandstadt
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17:00 26.05.2013
PERLEBERG

. Zwanzig der Absolventen weilten am Wochenende in der Rolandstadt. Sie kamen aus elf Bundesländern in die Prignitz. „Es ist bereits das achte Treffen dieser Art“, informierte Günter Schabrod. Der Perleberger hatte das Programm für das zweitägige Treffen organisiert. Am Freitag besichtigte er mit seinen ehemaligen Mitschülern die Ölmühle in Wittenberge und das Elbdorf Hinzdorf. Am Sonnabend folgten dann ein Besuch im Perleberger Rathaus und ein kleiner Stadtrundgang. Eine Kahnfahrt auf der Stepenitz fiel dem Regen zum Opfer. An den Abenden gab es jeweils ein gemütliches Beisammensein, bei dem viele alte Geschichten und Anekdoten die Runde machten. Während des Besuchs im Rathaus informierte Schabrod die Besucher im Sitzungssaal über die Stadtgeschichte. Auf dem folgenden Stadtrundgang trotzten die Besucher dann dem Regen und bewunderten den Roland und die Altstadt.

„Unser erstes Treffen erfolgte im Jahr 1998. Damals kamen dazu noch 35 Absolventen, 22 Ehepartner und zwei Lehrer. In den darauf folgenden Jahren trafen wir uns jedes Mal an anderen Orten, in Berlin, Erfurt, Perleberg, Schwerin, Freiberg und Schmalkalden“, erzählte Schabrod. „Die Absolvententreffen werden jedes Mal von einem anderen organisiert“, ergänzte Jürgen Glaser, der die Stadt Perleberg, die er einst gut kannte, kaum wiederfand. „Hier hat sich viel verändert, auch zum Positiven. Aber sonst gibt es hier kaum Perspektiven für die Bevölkerung. Mittelständischer Handel und Industrie fehlen“, konstatierte der Münchener, der beruflich zuletzt als Professor an der Fachhochschule in Würzburg tätig war. Ein anderer Besucher lässt seine Gedanken in die Vergangenheit schweifen. „Wir hatten hier eine herrliche, freie, unbeschwerte Jugend“, meint Jost Töpert. „Das glaubt einem heute keiner. In der ersten Zeit sind wir zwar mit der Nase am Boden rumgelaufen, weil es nichts zu essen gab nach dem Krieg, aber dann, als es wieder ausreichend zu essen gab, haben wir hier eine herrliche Zeit erlebt“, schwärmt er weiter. Ungeheure Freiheiten hätten ihnen die Älteren damals gelassen. „Und das haben wir genutzt. Wir waren richtig wilde, böse Buben, auf dem Sportplatz und in der Kneipe.“ Töpert war mit seiner Familie während des Krieges über Hamburg und Wittenberge nach Perleberg gelangt. Geboren ist er in Süddeutschland, wohin es ihn in seiner Jugend auch wieder zog. Nur drei Monate vor dem Abschluss des Abiturs in Perleberg ist er dann in seine Heimat „durchgegangen“, wie er sagt. Von 21 Schülern seiner damaligen Klasse seien nachweislich 18 in den Westen gegangen. „Viele waren nach dem Krieg als Vertriebene nur auf der Durchreise und sind entweder wieder in die alte Heimat zurückgekehrt oder gen Westen weitergezogen“, erklärte Töpert. Sein Abitur machte er zwischen Stuttgart und Ulm, in Göppingen. Seine ehemaligen Mitschüler absolvierten ihre Prüfungen alle in Perleberg. „Das war in der heutigen Schule an der Buhne“, erinnert sich Schabrod, der später Lehrer wurde und dann in Perleberg unterrichtete. „Im Übrigen hat auch mein Enkel vor drei Tagen hier sein Abitur gemacht“, teilte Schabrod seinen ehemaligen Mitschülern während der Stadtführung mit. „Wir sind damals nach dem Abi in acht Stunden mit der Bahn nach Jena gefahren und hatten dort eine schöne Zeit. Mein Enkel fährt nun nach Kroatien. So schnell vergeht die Zeit.“ Alt fühlt sich deshalb aber noch keiner der Absolventen von 1953. In zwei Jahren wollen sie sich in Lüneburg wieder treffen. (Von Stefan Peglow)

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