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Gumtow Gumtow: Freie Fahrt durch die Baustelle?
Lokales Prignitz Gumtow Gumtow: Freie Fahrt durch die Baustelle?
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15:01 06.01.2020
Die Grundschule Demerthin bekommt einen Anbau mit Klassenräumen und einem Toilettentrakt. Dafür wird das alte Heizhaus abgerissen. Quelle: Sandra Bels
Gumtow

Nicht nur in Kyritz und Wusterhausen wird im bevorstehenden Jahr wieder viel gebaut. Auch die Gemeinde Gumtow macht da keine Ausnahme in der Kleeblatt-Region. Eine Baustelle, die sogar über den Jahreswechsel hinaus geht, ist die Deckensanierung der Bundesstraße 5 direkt in der Ortslage Gumtow.

Hier ist zwar der Landesbetrieb Straßenwesen Auftraggeber, aber die Gemeinde ist wegen der seit Mai des vergangenen Jahres anhaltenden Vollsperrung stark betroffen, weil auch die Anwohner der umliegenden Orte nicht auf dem regulären Weg fahren können.

Asphaltschicht kam kurz vor Weihnachten

Kurz vor Weihnachten war an der Straßenbaustelle noch ein erster Asphaltüberzug vervollständigt worden. Von Detlef Störing, Hauptamtsleiter in der Gemeindeverwaltung Gumtow, war am Montag zu erfahren, dass am Dienstag ein Baurapport angesetzt ist. Dabei soll es darum gehen, dass Markierungen auf diesen Asphalt aufgebracht werden und die Straße so hergerichtet wird, dass sie in den kommenden zwei Monaten befahren werden kann. Erst dann sollen laut Auskunft aus der Gemeindeverwaltung die Bauarbeiten weiter gehen.

Deckschicht fehlt noch

Beiden Straßenbauabschnitten fehlt noch die Deckschicht. Der erste Teil wird genauso wie jetzt wohl auch der zweite ohne Deckschicht bereits von Verkehrsteilnehmern genutzt. Die Umleitung über Pritzwalk bleibt aber weiterhin ausgeschildert.

Siedlungsweg in Wutike wird gebaut

Der Siedlungsweg in Wutike ist seit Jahren in einem schlechten Zustand. 2020 soll er endlich saniert werden. . Quelle: Sandra Bels

In Sachen Straßenbau hat die Gemeinde Gumtow in diesem Jahr aber auch eigene Projekte zu bieten. So soll die seit 2017 geplante Sanierung des Siedlungsweges in Wutike endlich wahr werden. „Wir haben die Arbeiten in den Haushalt 2020 eingeplant“, so Störing. Die Anwohner bezeichnen den Zustand des Siedlungsweges als eine Katastrophe. Keiner weiß, wie viele Schichten Straßenbelag dort übereinander liegen, aber die Löcher darin sind alle bekannt und gefürchtet. Selbst Schritttempo ist im Siedlungsweg noch zu schnell, wenn das Auto heil bleiben soll.

Anliegerbeiträge waren Schuld

Dass der Straßenbau auf Eis gelegt wurde, war laut Bürgermeister Stefan Freimark unter anderem dem Wegfall der Anliegerbeiträge geschuldet. Sie wurden rückwirkend zum 1. Januar 2019 per Gesetz abgeschafft. So sei das Vorhaben zurückgestellt worden, als absehbar war, dass den Anliegern die Beiträge nicht mehr in Rechnung gestellt werden dürfen.

Komplett neu ausgebaut werden soll auch die Straße zwischen Schönebeck und Breitenfeld, die aktuell eher ein schmaler Weg ist, der noch dazu viele Schäden aufweist.

Ausbau der Einmündung nach Demerthin

Ebenfalls vom Landesbetrieb in Auftrag gegeben werden soll in diesem Jahr der Ausbau der Einmündung nach Demerthin an der Bundesstraße 103 in Vehlow. „Auch diese Arbeiten sind schon seit 2017 geplant, bisher aber nicht verwirklicht worden“, so Störing. „Wir hoffen jetzt auf eine Umsetzung in diesem Jahr“, fügt er an.

Grundschule bekommt einen Anbau

In Sachen Hochbau gibt es im Gumtower Hauhalt für 2020 ein großes Vorhaben. Es ist der Anbau an die Demerthiner Grundschule, der mehr Platz für die Schüler bringen soll. Die Gemeindevertreter hatten bei ihrer letzten Sitzung 2019 beschlossen, einen vorzeitigen Maßnahmebeginn beim Landesamt für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung in Neuruppin zu beantragen.

Wird er bewilligt kann die Gemeinde schon vor der Zusage der Fördermittel mit den Arbeiten beginnen, ohne das sich das negativ auf die Förderung auswirkt. Die Fördermittelzusage wird in der Regel erst nach Erteilung der Baugenehmigung gegeben. Und die liegt der Verwaltung noch nicht vor. Trifft sie ein, vervollständigt die Gemeinde die Zuwendungsunterlagen beim Landesamt. Die Genehmigung des Anbaus muss vom Landkreis Prignitz erteilt werden.

Altes Heizhaus muss weichen

Die Schule soll im südöstlichen Bereich um einen eingeschossigen Anbau erweitert werden. Dafür muss der vorhandene Heizhausanbau mit Schornstein weichen. Im Anbau sollen dann unter anderem zwei Unterrichtsräume mit jeweils 70 Quadratmetern Fläche für je 30 Schüler, ein barrierefreies WC und ein weiterer Sanitärbereich entstehen. Laut Beschluss vom Dezember werden dafür Gesamtkosten von 769 000 Euro angesetzt. Die Höhe der Zuwendung beträgt 577 000 Euro. Knapp 200 000 Euro bleiben als Eigenanteil der Gemeinde übrig. Beschlossen wurden die Anbaupläne bereits bei der Gemeindevertretersitzung im Mai.

Von Sandra Bels

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