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Gumtow Hunderte Besucher auf dem Ökohof Barenthin
Lokales Prignitz Gumtow Hunderte Besucher auf dem Ökohof Barenthin
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01:16 16.05.2019
Frank Wesemann machte eine Führung durch den Ökohof und beantwortete die Fragen der Gäste. Quelle: André Reichel
Barenthin

Der „Tag der Artenvielfalt“ steht in diesem Jahr mit dem 22. Mai erst noch bevor. Doch mit Blick auf den kürzlich in Barenthin erfolgten Tag der offenen Tür bei Frank Wesemann hätte auch dieser schon gut und gerne als ein solcher Aktionstag gelten können. Denn Artenvielfalt wird ganz groß geschrieben bei dem Biobauer, der seit vielen Jahren schon Interessierte zu sich einlädt.

Die Besucherschar wird dabei immer größer. Diesmal wurde der Waldgarten von so vielen angesteuert wie noch nie.

Gastgeber gut auf Besucheransturm vorbereitet

Gastgeber Frank Wesemann staunte nicht schlecht. Doch ganz unvorbereitet war er nicht. Seine ganze Familie unterstützte den Biobauern nicht nur bei den Vorbereitungen, sondern auch beim Aktionstag selbst. So muste ein Stück von der Koppel zum provisorischen Parkplatz umfunktioniert werden, samt Beschilderung. Dutzende Kuchen, die Zutaten – natürlich alles Bio – mussten am Vortag gebacken werden.

Der Tag der Sortenvielfalt am 12. Mai war zugleich auch der Tag der offenen Tür im Ökohof Waldgarten in Barenthin. Hunderte Besucher schauten sich an diesem Tag dort um.

Voller Hof schon zu Beginn der Veranstaltung

Schon gleich zu Beginn gegen 11 Uhr war der Hof der Familie Wesemann voller Besucher und es strömten immer mehr hinzu. Bei Kaffee und Kuchen machten sie es sich erst einmal auf dem urigen Bauerhof gemütlich. Dafür richtete man eigens allerlei Sitzecken ein. Mitarbeiter des Biohofes verkauften währenddessen selbstgezogene Gemüsepflanzen. Die gebotene Vielfalt an alten heimischen Gemüsesorten überraschte so manchen Besucher. Kenner, wie zum Beispiel Karl-Heinz Krautz aus Berlitt, kamen an dem Tag genau aus diesem Grund nach Barenthin.

Honig, Gelee und mehr von Naturzauber aus der Prignitz

Weil das reiche Angebot der Dannenwalder Hofgemeinschaft „Naturzauber aus der Prignitz“ ganz in die Philosophie des Ökohofes Waldgarten passt, boten Anja Hübner und ihre Mutter dort ihre Produkte feil. Ein Dutzend Gelee-Sorten und doppelt so viele verschiedene Fruchtaufstriche hatten die beiden im Angebot. Honig aus eigener Produktion sowie Liköre und vieles andere mehr, rundete das Angebot ab.

Hofführung war der Höhepunkt der Veranstaltung

Höhepunkt des Tages war eine gut zweistündige Hofführung mit Frank Wesemann, der sich mehr als 50 Interessierte anschlossen. Der Biobauer berichtete von der Geschichte des Hofes. Vor 21 Jahren kaufte sich Wesemann den Hof. Anfangs wollte sich der einstige Berliner lediglich selbst mit Bio-Obst- und Gemüse versorgen. „Doch durch Überproduktion rutschte ich mehr zufällig als gewollt, in die Situation und wurde schließlich Biobauer“, so Frank Wesemann.

Ein kleiner Waldgarten machte den Anfang

Was mit einem kleinen Waldgarten begann, in dem Obstbäume, viele alte Gemüsesorten und Ackerwildkräuter gemeinsam gediehen, ist heute ein florierender Betrieb mit derzeit zehn Hektar Gesamtfläche. Sechs ständige Mitarbeiter bauen nun auf etwa vier Hektar Gemüse an. Ein Großteil wird in Berlin auf dem Wochenmarkt auf dem Boxhagener Platz verkauft. Vom Biobauern erfuhren die Gäste alles wichtige in Sachen Ökolandbau und Sortenvielfalt und auch über die Gefahren, die von der konventionellen Landwirtschaft durch den Einsatz von Mineraldünger und Pestiziden ausgehen. Für nächstes Jahr ist wieder ein Tag der offenen Tür geplant.

Von André Reichel

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