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Gumtow Bundesstraßenbau in Gumtow birgt Konflikte
Lokales Prignitz Gumtow Bundesstraßenbau in Gumtow birgt Konflikte
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08:09 11.07.2019
Seit Mai wird in Gumtow die Bundesstraße erneuert. Die erste Verkehrsinsel nimmt Form an. Quelle: Alexander Beckmann
Gumtow

Während die Bauarbeiter bei der Erneuerung der Bundesstraße in Gumtow seit Mai bereits ein gutes Stück vorangekommen sind, herrscht rund um den gesperrten Bereich bemerkenswert reger Verkehr. Offiziell führt die Umleitung ab Kyritz über Pritzwalk und die B 107 nach Groß Welle und zurück auf die B 5. Lange vor der Baustelle weisen Schilder darauf hin.

Doch seit Baubeginn suchen Kraftfahrer nach Abkürzungen. Anfangs bahnten sie sich einen Weg über Gehwege und Grünstreifen an der Baustelle vorbei. „Die Polizei war auch schon da und hat ein paar Ermahnungen ausgesprochen“, berichtet Anwohner Thomas Leppin. „Aber wirklich gebracht hat das nichts.“

Mancher fährt mitten durch die Baustelle

Inzwischen hat sich der Bau ausgebreitet und die Randstreifen sind nicht mehr befahrbar. Doch zumindest nachts rumpelt das eine oder andere Fahrzeug dann eben direkt über das aufgerissene Gelände. „Die fahren uns hier durch den Schotterhaufen“, erzählt einer der Bauarbeiter.

Während der Straßenbau in Gumtow vorankommt, bereiten Autofahrer, die die Vollsperrung ignorieren oder auf Schleichwegen umgehen, zunehmend Sorgen. Quelle: Alexander Beckmann

Zudem sind um das Dorf herum Sandpisten über Wiesen und Äcker entstanden. Der Staub nervt die Anwohner. Und offenbar wird auch gerne mal Müll aus dem Auto geworfen.

„Für uns ist es ein massives Ärgernis, dass die Leute sich Ausweichstrecken suchen, die dafür nicht geeignet sind“, sagt der Gumtower Bürgermeister Stefan Freimark. Viel zu schmale kommunale Straßen seien auf einmal viel befahren. Randstreifen würden beschädigt. Für die späteren Reparaturen kann die Kommune nicht auf Unterstützung vom Landesbetrieb Straßenwesen hoffen.

Vollsperrung war einzige Lösung

„So eine Vollsperrung ist immer ein Problem“, schätzt Freimark ein. Schließlich hätten auch die Einwohner jetzt Schwierigkeiten, auf ihre Grundstücke zu kommen. Einen wirklichen Einfluss habe die Gemeinde aber nicht geltend machen können, so der Bürgermeister. Die aktuellen Arbeitsschutzrichtlinien im Straßenbau forderten größere Abstände zwischen Bauleuten und Verkehr als bisher. Das sei mit einer halbseitigen Sperrung nicht umzusetzen.

Für Unmut in Gumtow sorgt im Übrigen auch der Plan des Landesbetriebes für den Radweg an der Bundesstraße. Er soll künftig nicht mehr mit dem Gehweg kombiniert werden, sondern direkt auf der Fahrbahn verlaufen. Das hatte man sich im Dorf anders vorgestellt – schon aus Gründen der Sicherheit.

Voraussichtlich bis Dezember werden die Bauarbeiten noch andauern. An den aktuellen ersten Bauabschnitt zwischen der Kreuzung und dem Ortsausgang in Richtung Kunow schließt sich ein zweiter Bauabschnitt auf der Kreuzung und dem Teilstück in Richtung Demerthin an.

Von Alexander Beckmann

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