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Gumtow Heimatverein bietet jetzt auch Führungen an
Lokales Prignitz Gumtow Heimatverein bietet jetzt auch Führungen an
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00:25 26.07.2018
Hans Merten hat die Heimatstube Dannenwalde aufgebaut. Quelle: Alexander Beckmann
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Dannenwalde

Bäuerliche Gerätschaften von einst finden sich neben einer umfangreichen Gesteins- und Dokumentensammlung im Heimatmuseum Dannenwalde in der alten Schule. Zusammengetragen hat das alles über Jahrzehnte der Dannenwalder Hans Merten.

„Ich hab schon als junger Mann angefangen Geräte, aber auch Fossilien aus der Umgebung meines Heimatortes zu sammeln“, erzählt er. Die Sammlung lagerte viele Jahre bei Merten Zuhause in der Scheune. Alles war durcheinander, weil der Platz fehlte. Seit 2016 zeigt er seine Sammlung im Heimatmuseum in der alten Schule des Ortes.

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Zwei Räume voller Erinnerungen

Zwei Räume voller Erinnerungen gibt es dort zu sehen, jedoch nicht zu regelmäßigen Öffnungszeiten. Der Heimat-und Kulturverein möchte die Ausstellung aber mehr in die Öffentlichkeit und in den Mittelpunkt rücken. Deshalb bietet er jetzt Führungen im Heimatmuseum Dannenwalde an. Hans Merten und seine Tochter Heike wollen die Besucher dabei über die Ausstellungsstücke informieren.

Sirup-Presse und Schnickerbank

Der Titel der Dauerausstellung lautet „Spuren der Erinnerung – Heimatkundliche Sammlung“. Dazu gehören unter anderem eine alte Sirup-Presse und eine Schnickerbank. Damit wurde früher geschnitzt. Hans Merten kann genau erklären, wie das funktionierte. Auch eine Honigschleuder kann bestaunt werden. „Teilweise sind die Gerätschaften auch aus unserem eigenen Haushalt“, so Merten. Seine Eltern hatten einst eine Landwirtschaft in Dannenwalde. Sie waren Kolonisten.

Der größte Teil von Mertens Sammlung befindet sich jetzt im Museum. „Zuhause habe ich nur noch ein paar einzelne Stücke“, so der Dannenwalder. Er ist froh darüber, dass seine Sammlung auf diese Art für die Nachwelt erhalten bleiben wird. Selbst gebaute Schlittschuhe, Dreschflegel und Pferdegeschirr, wer weiß schon noch, wie sie einst aussahen? Ein Butterfass, Siebe und viele andere Zeugnisse von einst finden sich im Museum.

Steine interessieren Merten besonders

Merten gilt darüber hinaus als Dannenwalder Urgestein. Und Steine sind es auch, die ihn besonders interessieren, besonders die Versteinerungen, die er in der nahe gelegenen Kiesgrube fand. Aber auch der Acker gab viel für ihn her, zum Beispiel Steinäxte. Alte Geräte aus Kellern nahm Merten mit. „Eigentlich alles, was andere nicht mehr haben wollten und weggeworfen hätten“, so der Dannenwalder. Er war auch maßgeblich am Aufbau des Findlingsparks im Ort beteiligt.

Das Heimatmuseum in Dannenwalde kann nach Voranmeldung besichtigt werden. Außerdem sind Führungen möglich. Für beides gilt die Telefonnummer 033975/5 04 61.

Von Sandra Bels