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Gumtow Gemeinde geht nächsten Schritt zum Zweckverband
Lokales Prignitz Gumtow Gemeinde geht nächsten Schritt zum Zweckverband
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17:10 09.10.2019
Bei Trink- und Abwasser will die Gemeinde Gumtow neue Wege gehen. Doch die sind weit und verschlungen. Quelle: Patrick Pleul / dpa
Gumtow

Viele Monate war um das Thema ruhig, jetzt rührt sich wieder etwas. Der vor zwei Jahren ins Gespräch gebrachte Beitritt der Gemeinde Gumtow zum in Neustadt beheimateten Wasser- und AbwasserverbandDosse“ ist noch längst nicht vom Tisch.

Bei ihrer Sitzung am Dienstag beschlossen die Gumtower Gemeindevertreter jetzt einstimmig, eine Berliner Unternehmensberatung mit einem Gutachten zu dem Vorhaben zu beauftragen. Es soll die Chancen und Risiken einer Fusion des Kommunalwirtschaftlichen Eigenbetriebs Gumtow mit dem Wasser- und Abwasserverband abwägen.

Detaillierte Bestandsaufnahme geplant

„Dieses Gutachten beleuchtet den kaufmännischen Stand beider Unternehmen und welche Auswirkungen die Fusion hätte – beispielsweise auch auf die Beiträge“, erklärt Gumtows Bürgermeister Stefan Freimark. Er rechnet damit, dass sowohl die Unternehmenszahlen als auch die technischen Anlagen beider Betriebe detailliert bewertet werden. „Ich gehe mal davon aus, dass das Gutachten mindestens ein Jahr brauchen wird.“

Die Kommune lässt sich das rund 10.000 Euro kosten. Den gleichen Betrag steuert der Wasser- und AbwasserverbandDosse“ bei. Das macht aber voraussichtlich nur 20 Prozent der Gesamtkosten aus. Für den Rest setzt die Gemeinde auf eine öffentliche Förderung. Einen entsprechenden Antrag habe man gestellt, heißt es. Erst mit einem positiven Bescheid werde auch der Auftrag für das Gutachten ausgelöst.

Erster Beschluss liegt zwei Jahre zurück

„Das ist ein großer Schritt dazu, dass der Beitritt vollzogen werden kann“, schätzt Jörg Abraham ein, der Sitzung der Gumtower Gemeindevertreter am Dienstag leitete. Ein genauer Zeitpunkt steht aber längst nicht fest. So schnell, wie einst erwartet, läuft das Verfahren jedenfalls nicht.

Die Anfänge reichen bis ins Frühjahr 2017 zurück. Die damalige Bürgerfraktion beantragte, dass die Gemeinde bereits Anfang 2018 dem Verband beitreten möge. Sie begründete das unter anderem damit, dass die stabilen Verhältnisse im Eigenbetrieb und im Verband sowohl in technischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht die Chance eröffnen würden, eine gemeinsame Verwaltung und Bewirtschaftung innerhalb des vergrößerten Zweckverbandes langfristig und nachhaltig aufrechtzuerhalten. Außerdem sei mit betrieblichen und personellen Synergien zu rechnen.

Die Idee stieß allerdings nicht überall auf Gegenliebe: Im Gumtower Ortsteil Vehlin befürchtete man steigende Trinkwasserpreise. 50 Einwohner des Dörfchens beteiligten sich an einer Unterschriftensammlung.

Die Situation ist komplex

Trotz des Protests und des Vorschlags von Bürgermeister Stefan Freimark, die Entscheidung zu vertagen, um sie besser vorzubereiten, beschlossen die Gemeindevertreter im Juli 2017, dem Wasser- und Abwasserzweckverband „Dosse“ möglichst bald beizutreten.

Doch die Sache mit der Wasserversorgung in der Gemeinde erwies sich als komplex. Da ist beispielsweise der Umstand, dass auch der Kyritzer Ortsteil Kötzlin vom Gumtower Eigenbetrieb versorgt wird. Die Frage nach einem Mitspracherecht war nicht einfach zu beantworten.

Außerdem versorgt der Gumtower Eigenbetrieb die einzelnen Ortsteile in ganz unterschiedlichem Maße. Vehlin und auch Schönhagen beispielsweise beziehen zwar ihr Trinkwasser über den Eigenbetrieb, sind jedoch nicht an die zentrale Abwasserentsorgung angeschlossen. Schrepkow wiederum hat gar nichts mit dem Eigenbetrieb zu tun, sondern wird vom Pritzwalker Verband betreut. Döllen ist mit seiner eigenen Kläranlage schon seit vielen Jahren Mitglied im Wasser- und AbwasserverbandDosse“.

Von Alexander Beckmann

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