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Gumtow Gemeinderat befürwortet Grundschulanbau
Lokales Prignitz Gumtow Gemeinderat befürwortet Grundschulanbau
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00:31 11.05.2019
Die Grundschule Demerthin muss erweitert werden. Ein Anbau wird errichtet. Quelle: Sandra Bels
Demerthin

Die Platzprobleme in der Grundschule Demerthin sollen sich im kommenden Jahr etwas entspannen. Die Gemeindevertreter von Gumtow haben bei ihrer letzten Sitzung in der aktuellen Legislaturperiode beschlossen, dass die Schule mit einem Anbau erweitert wird.

Baubeginn könnte, wenn es mit den Ausschreibungen und dem Finden von Baufirmen gut läuft, zum Beginn der Sommerferien sein. Das Schulhaus wird im südöstlichen Bereich um einen eingeschossigen Anbau erweitert. Das Heizhaus samt Schornstein wird abgerissen.

Rederecht für die Schulleiterin

Sichtlich erfreut über die Entscheidung der Gemeindevertreter war Schulleiterin Petra Schmidt. Sie hatte Rederecht zum Tagesordnungspunkt bekommen. Dabei bekräftigte sie erneut, wie wichtig die zusätzlichen Räume für eine gute Unterrichtsarbeit sind.

Die Schule platzt aus allen Nähten. Kunst wird stundenweise in einem Kellerraum unterrichtet. Und die Entwicklung der Schülerzahlen gibt den Anbauplänen recht. Sie waren bereits in der vorangegangenen Gemeindevertretersitzung stark kritisiert worden. Zu ungenau, hieß es unter anderem. Ein Raumkonzept fehlte und eine Aufstellung der Kosten für die Ausstattung der neuen Räume.

Das Projekt wurde zunächst vertagt

Zudem stießen sich die Gemeindevertreter daran, dass die Schule sich bisher nicht zum verlässlichen Halbtagskonzept bekennt. Das Projekt wurde vertagt. Auch im Hauptausschuss, der im April tagte, gab es wieder Diskussionen.

Petra Schmidt hatte sich daraufhin mit Bürgermeister Stefan Freimark zusammengesetzt, ein Raumkonzept erarbeitet und die Kosten aufgeschlüsselt. Gespräche mit den Lehrern folgten zum Thema verlässliche Halbtagsschule.

Dieses Modell ist jedoch von einem Großteil der Kollegen nicht gewollt, wie von der Schulleiterin zu erfahren war. Sie befürwortet die Umwandlung, steht damit derzeit aber fast allein da. „Ich arbeite intensiv daran, meine Kollegen umzustimmen, habe mir auch Hilfe aus dem Schulamt geholt“, so Petra Schmidt.

Lehrer befürchten nur Nachteile

Sie hofft, dass die Kollegen so von ihrem Standpunkt abweichen. Sie sehen laut Petra Schmidt keine Notwendigkeit für das neue Konzept und befürchten nur Nachteile damit. „Ich kann den Antrag beim Schulamt aber nur stellen, wenn die Lehrerkonferenz zustimmt“, so Petra Schmidt. Davon sei sie im Moment noch weit entfernt. Sie sieht noch einen großen Berg Überzeugungsarbeit vor sich.

Mit den Anbauplänen würde es für die nächsten sechs Jahre keine Platzprobleme an der Schule mehr geben. Vorgesehen ist zwei Unterrichtsräume mit jeweils 70 Quadratmetern Fläche für je 30 Schüler zu bauen, die durch eine Faltwand getrennt werden, um eine flexible Raumnutzung zu ermöglichen.

Barrierefreie Toiletten geplant

Es soll einen weiteren Unterrichtsraum mit 66 Quadratmetern Fläche für 28 Schüler geben. Ebenfalls in den Anbau integriert werden ein Raum für den Sonderpädagogen und ein Toilettenbereich, der teilweise barrierefrei ist.

Das ist mehr als ursprünglich geplant und erforderte einen Nachtragshaushalt, der von den Gemeindevertretern anschließend genehmigt wurde.

Das Vorhaben kostet jetzt insgesamt 770 000 Euro und wird auf die Jahre 2019 und 2020 aufgeteilt. Der ursprüngliche Anbau war kleiner und mit insgesamt 200 000 Euro kalkuliert worden. Die Gemeinde erwartet Fördermittel in Höhe von knapp 576 000 Euro. Den Rest muss sie als Eigenanteil aufbringen, der auf zwei Jahre gesplittet wird.

Schulleiterin hofft auf schnellen Baustart

Petra Schmidt hofft nun, ihre Kollegen überzeugen zu können, dass verlässliche Halbtagskonzept zum nächsten Schuljahr einzuführen. Und sie drückt die Daumen, dass sich schnell Baufirmen finden, die den Anbau realisieren. „Dann müssen wir nur noch ein Jahr überbrücken“, so die Schulleiterin, die sich für den Platzmangel auch immer wieder vor den Eltern der Grundschüler rechtfertigen muss.

Von Sandra

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