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Gumtow Gemeinderat hebt Sperrvermerk für das Schloss auf
Lokales Prignitz Gumtow Gemeinderat hebt Sperrvermerk für das Schloss auf
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00:22 17.05.2019
Die Gemeindevertreter von Gumtow haben den Sperrvermerk für Arbeiten am Schloss Demerthin aufgehoben. Quelle: Sandra Bels
Demerthin

Die Gemeindevertreter von Gumtow haben bei ihrer letzten Sitzung in dieser Legislaturperiode den von ihnen gesetzten Sperrvermerk für Arbeiten am Renaissanceschloss Demerthin aufgehoben. Es geht um so genannte Hochbaumaßnahmen am Gebäude, die bereits 2018 in den Haushalt eingestellt waren.

Das Geld wird nun in den aktuellen Etat übertragen. Außerdem soll Bürgermeister Stefan Freimark bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz eine weitere Zuwendung zur Deckung des Eigenanteils der Gemeinde für das Jahr 2020 sowie einen vorzeitigen Maßnahmebeginn beantragen.

Gewollt war eine Förderung von 100 Prozent

Die Sperre wurde gesetzt, weil die Gemeindevertreter nur bauen wollten, wenn es eine 100-prozentige Förderung gibt. Danach sieht es derzeit nicht aus. Selbst mit der angekündigten Förderung vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg in Höhe von 102 000 Euro aus dem Denkmalhilfeprogramm 2019 bleibt der Gemeinde ein Eigenanteil von 34 000 Euro. Nimmt die Gemeinde das Fördergeld, muss sie die Arbeiten noch in diesem Jahr abschließen.

Geschieht das nicht, wird die Denkmalschutzbehörde eine Ersatzvornahme auf Kosten der Gemeinde veranlassen. Sie könnte dagegen zwar gerichtlich vorgehen. Aber Bürgermeister Freimark schätzt die Erfolgsaussichten als relativ gering ein.

Denkmalschutz beauflagte die Arbeiten

Der Denkmalschutz hat die Arbeiten am Schloss nach einer Besichtigung beauflagt. Er sieht Probleme am Treppenhausanbau an der rechten Seite. Das marode Dach wurde bei der Außensanierung vor mehr als 20 Jahren nicht berücksichtigt, weil es damals noch hieß, der Turm werde aufgestockt. Er führt nicht ins zweite Obergeschoss des Schlosses. Das ist nur über eine Innentreppe erreichbar. Darüber hinaus muss der Außenputz teilweise ausgebessert werden. In den Innenräumen ist Pressstuck zu sichern.

Bestandteil der Außensanierung vor mehr als 20 Jahren war auch das Portal des Schlosses. Quelle: Sandra Bels

In der vorangegangenen Sitzung baten die Gemeindevertreter Freimark in Erfahrung zu bringen, ob die Zweckbindung für die Fördermittel der Außensanierung bei einem Verkauf noch besteht und ob es möglicherweise eine neue gibt, wenn jetzt wieder Fördermittel ausgereicht werden. Dazu sagte Freimark jetzt, dass es keine Zweckbindung für das neue Fördergeld gibt.

Zweckbindung scheinbar erloschen

Zu den anderen Geldern hatte er bisher nur vom Ministerium erfahren, dass die Bindung dafür wohl erloschen ist. „Es gibt aber keine abschließende Aussage dazu und nichts Schriftliches“, so Freimark. Der Grund sei, dass die Unterlagen von damals archiviert seien. Informationen dazu könnte offenbar nur die Deutsche Stiftung Denkmalschutz geben, weil sie damals die Fördermittel bekommen hatte.

Das Thema Verkauf des Schlosses kam erneut auf den Tisch. Freimark sagte, dass er derzeit wegen der neuen Fördermittel keinen Nachteil für einen Verkauf sieht. Bei dem Geld von damals würde er erst eine abschließende Aussage abwarten wollen.

Expertise soll erstellt werden

Der Landkreis Prignitz hatte das Gebäude bereits bei der Expo Real angeboten und es ist auf seinem Immobilienportal zu finden. Angeregt wurde, schnellstmöglich eine Expertise für das Schloss zu erstellen und es erneut zum Verkauf anzubieten. „Es ist in jedem Haushalt eine Unbekannte, wir müssen deshalb aktiver werden in Sachen Verkauf“, so Gemeindevertreter Mario Ungewiß (CDU).

Das Schloss wird für die Gemeinde seit Jahren immer mehr zur Last. Sie kann nicht viel damit anfangen, es nicht nutzen außer als Museum. Es gibt keine regelmäßigen Öffnungszeiten. Nur angemeldete Gruppen können hinein. Ein-Euro-Jobs wie noch vor einigen Jahren für das Schloss gibt es nicht mehr. Eine Alternative wäre die Einstellung eines Museumsführers. Das kann sich die Gemeinde aber nicht leisten.

Von Sandra Bels

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