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Prignitz Lücke klafft in der Grunickstraße
Lokales Prignitz Lücke klafft in der Grunickstraße
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06:01 25.06.2014
150 Jahre lang gehörte der Gebäudegiebel zum Bild der Franz-Grunick-Straße. Quelle: Privat
Perleberg

Die freiwillige Feuerwehr, die dort ihre Wache hat, soll einen größeren Parkplatz bekommen. "Der Parkplatz ist richtig, gut und nötig und hat meine volle Unterstützung", sagt Hans-Peter Freimark.

Auch er weiß, dass die Gebäude, zu denen der Giebel gehörte, marode waren. "Weil die Stadt in den letzten Jahren nichts zum Erhalt getan", sagte er. Doch meint er: "Mit ein wenig guten Willen hätte der Giebel des 150 Jahre alten Gebäudes erhalten werden können." Hans-Peter Freimark führt Wittenberge als Gegenbeispiel an. Dort sei es gelungen, das Portal des alten Krankenhauses ins Gebäude des neuen Gesundheitszentrums zu integrieren. "Da war der gute Wille vorhanden."

Die Argumente, dass die Standfestigkeit des Giebels nicht gegeben sei und dessen Erhalt hohe Kosten verursacht hätte, will Freimark nicht gelten lassen. "Bei dem Luxus-Parkplatz am Tierpark spielen die Kosten allerdings nicht eine so große Rolle."

Wie Hans-Peter Freimark berichtet, habe er, gleich nachdem er von dem geplanten Abriss erfuhr, in der Stadtverordnetenversammlung darauf aufmerksam gemacht, dass es sich bei dem Giebel um einen erhaltenswerten Gebäudeteil handele. Er sprach sich für eine Sicherung des ältesten Giebel in der Grunickstraße aus, was Bürgermeister Fred Fischer jedoch sofort abgelehnt habe.

Hans-Peter Freimark schaltete daraufhin die Denkmalschutzbehörde ein. Schließlich wurden Mitte Februar die ehemaligen Militärgebäude gemeinsam mit dem Brandenburgischen Landesamt für Denkmalpflege besichtigt, wobei festgestellt wurde, dass die Gebäude "städtebauliche und geschichtliche Bedeutung aufweisen." Allerdings fügt das Landesamt hinzu: Da der Zustand durch Verfall zu deutlichen Substanzverlusten führte, werde auf eine Eintragung in die Denkmalliste verzichtet.

Der Sachbereich Denkmalschutz schrieb:"Es bleibt jedoch festzustellen, dass es für die Stadtstruktur, sowie für das Stadtbild prägnante Bauten sind. Im Falle eines Abbruchs sollte geprüft werden, inwieweit die östliche, an der Franz-Grunick-Straße gelegene Giebelfront des vorderen Gebäudes erhalten werden kann."

Dass die Gebäude einst militärisch genutzt wurden, dafür könnten sie nichts, meint Hans-Peter Freimark. Den Abriss bedauert er sehr. Ebenso bedauert er, dass nicht nach Wegen für einen möglichen Erhalt des Giebels gesucht wurde. Stattdessen seien Fakten geschaffen worden. Nun klaffe in der Franz-Grunick-Straße eine große Lücke statt einer historischen Begrenzung. Er frage sich, ob dies wirklich ein gutes Geschenk zur 775-Jahr-Feier ist.

Von Michael Beeskow

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