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Prignitz Jugendlager der besonderen Art
Lokales Prignitz Jugendlager der besonderen Art
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17:07 28.07.2017
Bei einer großen Übung in der Wittenberger Lebenshilfe lernte der Feuerwehrnachwuchs den Ablauf eines richtigen Einsatzes hautnah kennen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Cumlosen

Eine spannende, aufregende und anfangs sehr nasse Woche erlebten die 64 Kinder und Jugendlichen in den vergangenen Tagen im traditionellen Jugendlager auf dem Gelände des Technischen Hilfswerks bei Cumlosen. Einmal im Jahr am Anfang der Sommerferien schließen sich die Feuerwehren und das Technische Hilfswerk zusammen und veranstalten eine gemeinsame Ferienwoche für den Nachwuchs.

In diesem Jahr mit dabei waren die Jugendfeuerwehren aus Perleberg, Düpow, Groß Buchholz, Wittenberge und der Partnerstadt Elmshorn sowie die Ortsverbände des Technischen Hilfswerks aus Neuruppin und Wittenberge, wie Lagerleiter Lukas Arnoldt informierte. Der trat beim 25. Jugendlager zum erstmals in die Fußstapfen seines Vaters Ralf Arnoldt und übernahm die Leitung des Camp. „Alle Erfahrungen, die ich in 25 Jahren gesammelt habe, musste Lukas in einem Jahr machen“, berichtete Ralf Arnoldt. Regen, wetterbedingte Evakuierungen, Zelte, die durch den Starkregen nicht mehr bewohnbar waren. „Oft fiel der Schlaf der 19 Betreuer sehr knapp aus. Doch ich bin beeindruckt und stolz alle hinter mir zu wissen. Es gab ein festes Zusammenspiel und die Motivation der Kinder ist unschlagbar“, sagte Lukas Arnoldt. Die Rückmeldung seitens der Kinder und der Betreuer sei sehr gut.

Ausweichen in die Badewelt

Viel geboten wurde dem Nachwuchs von Feuerwehr und THW. Durch den ergiebigen Dauerregen in den ersten Tagen musste einiges improvisiert werden, trotzdem erlebten die Kinder und Jugendlichen schöne Tage. So wurde ein Filmeabend organisiert. Und ganz spontan ging es auch in die Prignitzer Badewelt nach Wittenberge. Nachdem es wieder einigermaßen trocken war lernten die Kinder viele grundlegende Tätigkeiten in einer Stationsausbildung kennen bis es am Mittwochabend zu einer großen Übung zur Lebenshilfe im Wittenberger Hirtenweg ging. „Drei vermisste Personen, es brennt“, hieß die Lage vor Ort. Sofort setzte sich alles in Bewegung. Für ein paar Trupps ging es in das Haus zur Menschenrettung, die anderen stellten die Wasserversorgung her. Das Zusammenspiel sollte damit gestärkt werden, wie Ralf Arnoldt erzählt.

Ruhig, aber doch mit vollem Engagement, sollten die Kinder ihre Aufgaben lösen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

„Alles soll ruhig und gesittet ablaufen, es ist eine Übung. Die Kinder und Jugendlichen arbeiten in gemischten Teams und sollen so näher zusammengebracht werden.“ Solch ein Szenario hat Werkstattleiterin Susann Bolz in ihren Werkstätten noch nie gesehen. „Alles läuft so koordiniert ab, alle sind so diszipliniert. Ich freue mich und bin begeistert, was alles möglich ist“, staunte sie. Im kommenden Jahr kann sie sich eine Übung erneut auf dem Gelände gut vorstellen.

Alle ziehen an einem Strang

Für die Kinder und Jugendlichen folgte ein schöner Wochenausklang ohne Regen. So ging es noch einmal zu einer Bootsfahrt auf die Elbe und am Donnerstagabend wurde gegrillt mit anschließender Disco. „Trotz des Dauerregens und der Evakuierung hatten wir immer was zu tun“, berichtet Kai Süßelbeck von der Perleberger Jugendfeuerwehr. „Das Wetter war zwar nicht das beste, doch Teamwork ist und bleibt das A und O hier im Lager“, ergänzte Kevin Frey. Beide sind schon einige Jahre im Jugendlager mit dabei. „Es ist schon eine wertvolle Geschichte, dass das THW und die Feuerwehr so eng zusammenarbeiten“, sagte Annett Jura, Bürgermeisterin der Stadt Perleberg.

Mit Waltraud Neumann, stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Wittenberge, schaute sie im Lager nach dem rechten. „Wir kommen jedes Jahr sehr gerne hier her und sind immer wieder aufs neue von dem großartigen Programm überrascht. Ein Dank geht an alle Unterstützer und Betreuer.“ Der Name Arnoldt wird weitergeführt, nach 25 Jahren beginnt eine neue Ära. „Erst habe ich mich etwas schwer getan zu delegieren und Aufgaben abzugeben, doch wir sind hier alle ein Herz und eine Seele“, sagte Lagerleiter Lukas Arnoldt. Er ist optimistisch, die ehrenvolle und schwierige Aufgabe im nächsten Jahr erneut übernehmen zu können.

Von Marcus J. Pfeiffer

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