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Prignitz Kramer: Keine Tier-Transporte während Hitzewelle genehmigt
Lokales Prignitz Kramer: Keine Tier-Transporte während Hitzewelle genehmigt
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18:33 07.08.2019
Schweinetransport Quelle: Julian Stähle
Perleberg

Von den Vorwürfen der Tierschutzorganisation Peta gegen den Landkreis Prignitz wurden die Verantwortlichen in der Kreisverwaltung überrascht: „Wir wussten davon nichts“, sagte dazu die zweite Beigeordnete und Amtstierärztin Sabine Kramer auf Nachfrage der MAZ.

Die Tierschutzorganisation Peta hatte mehrere Amtstierärzte wegen Tierquälerei angezeigt, darunter die Kreisveterinäre von Teltow-Fläming, dem Havelland, der Prignitz und aus Oberspreewald-Lausitz. Hintergrund sind Tiertransporte während der Hitzewellen vom 24. bis zum 30. Juni und vom 22. bis zum 29. Juli. Die Vorwürfe richten sich aber auch grundsätzlich gegen Tiertransporte nach Osteuropa und in den Nahen Osten.

Schon seit Jahren keine Transporte in die Türkei

Doch erwiderte Sabine Kramer, dass die Vorwürfe gegen die Prignitz nicht stimmten: „Wir haben in diesem Sommer keine Transporte abgefertigt, weil zu befürchten war, dass die Tiere hohen Temperaturen ausgesetzt gewesen wären.“ Transporte in die Türkei werden in der Prignitz sogar schon seit Jahren nicht mehr abgefertigt, weil diese nach Kenntnis des Kreises an Grenze manchmal tagelang stehen.

Warum gerade der Landkreis Prignitz Ziel der Peta-Attacke ist, erklärt sich Sabine Kramer damit, dass es im Landkreis Prignitz eine zugelassene Sammelstelle für die Abfertigung solcher Transporte gibt, genauso wie in den anderen von der Klage betroffenen Kreisen.

„Ich will das wirklich nicht schönreden, aber wir haben diese Hinweise nicht.“

Dabei will sie gar nicht ausschließen, dass an dem ein oder anderen Vorwurf etwas dran sein könnte, ohne dass der Kreis es mitbekommen hat: „Ich will das wirklich nicht schönreden, aber wir haben diese Hinweise nicht.“ Man habe auch nicht die Möglichkeit, dauernd mitzufahren. Wenn es aber keine solchen Hinweise gebe, dann könnte der Kreis die Transportgenehmigung in der Regel kaum verweigern. Schließlich habe der Bund die entsprechenden Handelsabkommen mit Drittländern geschlossen. Der Kreis habe die Plausibilität und die Verträge für den Transport zu prüfen.

Sabine Kramer kennt die Kritik an den Transporten, sieht aber Handlungsbedarf auf Bundes- und EU-Ebene und gesellschaftlichen Diskussionsbedarf, wenn man nicht mehr möchte, dass solche Transporte stattfinden.

Von Bernd Atzenroth

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