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Prignitz Kuhbier gewinnt Tauziehen um die Dömnitzbrücke
Lokales Prignitz Kuhbier gewinnt Tauziehen um die Dömnitzbrücke
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00:20 23.04.2019
Das Duell kann beginnen: Das Seil muss vollständig auf der anderen Seite sein, erst dann hat die eine Mannschaft gewonnen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer
Kuhbier

Die Gemarkung Helle zog am Samstag den Kürzeren. Beim Tauziehen haben die Einwohner von Groß Langerwisch gegen Kuhbier verloren. Beide Dörfer der Gemeinde Groß Pankow kämpften um die Dömnitzbrücke der Ortsverbindungsstraße.

Ein unparteiischer Schiedsrichter aus Schönhagen gab eine letzte Belehrung kurz vor dem Kampf. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Ein langes Seil reichte von der einen Seite des Flusses zur anderen. Je zehn gestandene Männer kämpften inmitten eines Feldes um den Sieg. Mit größtmöglicher Kraft zogen sich die Kuhbierer zum Gewinner – bejubelt und angefeuert von vielen Zuschauern.

Hintergrund war ein Feuerwehreinsatz

Für die Groß Langerwischer endete das Duell in der Dömnitz. Pitschnass gratulierten sie ihren Gegnern. „Der Gewinner hat das Recht Wegzoll zu verlangen“, scherzte Christian Rochnia, Wehrführer der Feuerwehr in Groß Langerwisch, noch vor dem Kampf.

Fairplay: Die Kuhbierer und die Groß Langerwischer klatschen sich kurz vor dem Wettbewerb noch einmal ab. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Nun hat Bürgermeister Marco Radloff den Kontrahenten symbolisch die Brücke zugesprochen. Ein jahrelanges hin und her hat damit vielleicht nun ein Ende gefunden. Hintergrund war ein Feuerwehreinsatz vor zirka zwei Jahren.

Idee entstand bei gemeinsamer Ausbildung

Etwa 250 Meter hinter der Dömnitzbrücke lag nach einem Sturm ein Baum quer über der Straße und behinderte den Verkehr. Doch anstatt die Feuerwehr aus Kuhbier zum Einsatz ausrückte, alarmierte die Leitstelle die Groß Langerwischer Wehr.

Für die Groß Langerwischer endete der Spaß-Wettkampf in der Dömnitz. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Seitdem ließ das Thema den Feuerwehrleute und später auch den Einwohnern keine Ruhe mehr – bis Samstag. „Bei einem unserer gemeinsamen Ausbildungen kamen wir auf die Idee des Wettkampfs“, berichtet Enrico Raabe, Ortswehrführer der Feuerwehr in Kuhbier.

Brückenfest zwischen beiden Dörfern

Beide Wehren pflegen seit Jahren eine enge Freundschaft, fahren auch oft gemeinsam zu Einsätzen – nicht so bei dem einen Sturmeinsatz. Mit Spaß und Humor haben aus diesem Grund beide Seiten duelliert.

Die Kinder konnten passend zu Ostern Eierlaufen und Sackhüpfen. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Daraus entwickelte sich ein regelrechtes Brückenfest mit vielen Besuchern. Für die Kleinen gab es passend zu Ostern Eierlaufen und Sackhüpfen. Die Jugendfeuerwehren aus beiden Dörfern haben Kuchen gebacken und Bratwurst verkauft.

Revanche ist noch offen

„Mit der Aktion wollen wir vor allem auch Nicht-Mitglieder der Feuerwehr ansprechen. Es soll was passieren im Dorf“, sagt Enrico Raabe. Ob der Groß Langerwischer Christian Rochnia die Kuhbierer noch einmal herausfordern will, stand für ihn am Samstag noch nicht fest. Ganz ausschließen wollte er es jedenfalls nicht.

Die Jugendfeuerwehren beider Dörfer kümmerten sich um die Verpflegung - verkauften Kuchen und Bratwurst. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Von Marcus J. Pfeiffer

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