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Prignitz Lindenberg: Neues Gesicht im Vorstand
Lokales Prignitz Lindenberg: Neues Gesicht im Vorstand
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17:23 08.02.2016
Jägerschaftsleiter Bodo Wichura (r.) und Marcel Köhn als neues Vorstandsmitglied. Quelle: Michael Beeskow
Lindenberg

Im Vorstand der Jägerschaft Lindenberg gibt es ein neues Gesicht. Seit dem Wochenende gehört ihm Marcel Köhn an – ein Lindenberger, der in Pritzwalk wohnt. Über viele Jahre hat er sich gewissermaßen „hochgearbeitet“. „Ich bin als Treiber zur Jagd gekommen“, berichtete er in einem Gespräch mit der MAZ. „Schon als Kind bin ich immer gern draußen in der Natur gewesen.“ Immerhin 16 Jahre war er schon bei Treibjagden dabei, als der Wunsch, selbst Jäger zu sein, in Erfüllung ging. „Auch weil es die Jägerschule in Pritzwalk gibt.“ Seit sieben Jahren geht Marcel Köhn nun schon selbst auf die Jagd. Im Vorstand ist er nun für Naturschutz und Trophäenbewertung zuständig.

„Wir haben viele junge Mitglieder“, sagte Jägerschaftsleiter Bodo Wichura bei der Jahresversammlung in der Gaststätte Lamprecht, zu der rund 60 Mitglieder der Jägerschaft am Freitagabend gekommen waren. Wildschäden in Land- und Forstwirtschaft zu verhindern sowie die Erhaltung eines gesunden Wildbestandes, bezeichnete Bodo Wichura als die den Hauptaufgaben der Jäger. „Doch das heißt, nicht nur mit der Büchse im Wald und Feld spazieren zu gehen.“ Es sei vielmehr erstaunlich, was die Mitglieder der Jägerschaft jedes Jahr bei Naturschutzarbeiten, Artenschutz und Landschaftspflege leisten.

Nistkästen wurden instandgesetzt

Der Jägerschaftsleiter nannt hier einige Eckpunkte: Äsungsverbesserung für das Wild auf 31 Hektar; fast ein Kilometer Hecke wurde beschnitten und gepflegt sowie 50 Meter neue Hecke gepflanzt; 360 Nistkästen wurden instandgesetzt beziehungsweise neue aufgehangen; zwölf Kubikmeter Müll sammelten Jägerinnen und Jäger ein. Mitglieder der Jägerschaft unterstützten aber auch Dorffeste und überregionalen Veranstaltungen etwa im Waldlehrpark Groß Woltersdorf oder im Hainholz Pritz­walk. „So wurden insgesamt 1200 Stunden im Natur- und Umweltschutz geleistet“, fasste Bodo Wichura die Bilanz zusammen.

Zur Hubertusmesse, die seit drei Jahren in Kehrberg abgehalten wird, erklärte er: „Es soll zu einer schönen Tradition werden, dass Jäger und Nichtjäger gemeinsam den Schutzpatron ehren.“

Mehr Schwarzwild im Wald

In seinem Bericht konnte Bodo Wichura auf einen erfolgreiches Jagdjahr zurück blicken. Die steigenden Schwarzwildbestände bezeichnete er als ein in ganz Deutschland verbreitetes Problem. Durch revierübergreifende Bewegungsjagden sei es aber gelungen, die Wildbestände im Bereich der Jägerschaft relative konstant zu halten. „Das ist ein Indiz, dass unsere Jagdstrategie richtig ist.“ Beim Schwarzwild wurden 361 Stück erlegt, 2014 waren es 312. „Rehwild bejagen wir nach einheitlichen Gesichtspunkten und vor allem nachhaltig“, sagte Bodo Wichura. 639 Rehe (2014: 674) wurden zur Strecke gebracht. Beim Rotwild waren es 36 und beim Damwild 30 Tiere, 326 Waschbären wurden erlegt.

Verdiente Weidgenossen wurden auch in diesem Jahr wieder ausgezeichnet. Das Verdienstabzeichen in Bronze erhielt Gerhard Streese. Die Hegemedaille wurde vergeben an Olaf Mewes, Hans Jürgen Rehorek, Dirk Netzewitz, Frank Zabel, Günther Giese und Axel Clausen. Neben der Aufnahmen von Marcel Köhn gab es im Vorstand weitere personelle Veränderungen. Aus gesundheitlichen Gründen schied Schatzmeister Erich Schülke aus. Er sowie der langjährige stellvertretende Jägerschaftsleiter Hans-Jürgen Braunschweig wurden auf der Jahreshauptversammlung zu Ehrenmitgliedern der Jägerschaft Lindenberg ernannt.

101 Jäger

In der Jägerschaft Lindenberg sind die Jäger in der Region um den Ort der Gemeinde Groß Pankow zusammengeschlossen. Die 101 Jäger aus 31 Jagdgebieten sind auf einer Fläche von rund 17 000 Hektar aktiv.

Die Jägerschaft ist die unterste Struktureinheit des Landesjagdverbandes und des Jagdverbandes Pritzwalk. Ihr gehören die Gemarkungen Lindenberg, Vettin, Kehrberg, Klein und Groß Woltersdorf, Tüchen, Reckenthin an sowie Gemarkungen aus den Gemeinden Gumtow und Plattenburg.

Von Michael Beeskow

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