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Prignitz Markantes Eckhaus wird saniert
Lokales Prignitz Markantes Eckhaus wird saniert
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12:50 19.02.2018
Das Haus Hagenstaße 1 in Pritzwalk wird gegenwärtig saniert. Dort sollen 16 Wohnungen entstehen und im Herbst dieses Jahres bezugsfertig sein. Quelle: Andreas König
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Pritzwalk

Es stand seit über zehn Jahren leer, aber nun tut sich etwas an dem prägnanten Gebäude Hagenstraße 1 in Pritzwalk. Das Eckgebäude, das sich über die Hagen- und die Poststraße erstreckt, wurde von einem Berliner Investor erworben. Mit der Bauplanung wurde das Baubüro Pritzwalk betraut. „Es ist vorgesehen, 16 Wohnungen in diesem Haus zu schaffen“, sagt der Inhaber des Baubüros, Jörg Meseck.

Charakteristisches Gebäude ist eingerüstet

Zunächst muss das seit langem leerstehende Haus entrümpelt werden. Demnächst soll damit begonnen werden, das schadhafte Dach zu erneuern. Es muss komplett aufgenommen und neugestaltet werden, ebenso wie das komplette Dachgeschoss, das vom Zahn der Zeit stark mitgenommen ist. Schon jetzt ist das charakteristische Haus nahezu vollständig eingerüstet und wird von einer Schutzfolie umschlossen, die den Blick auf die Fassade verhüllt.

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Einzeldenkmal von 1892 mit gründerzeitlicher Fassade

„Es handelt sich um ein Einzeldenkmal“, sagt Ortrud Effenberger, Sachbereichsleiterin der Unteren Denkmalbehörde des Landkreises Prignitz. Das viergeschossige Haus hat den Aufzeichnungen zufolge 1892 der Pritzwalker Maurermeister Robert Vogel errichtet. „In der Regel haben sich die Bauunternehmer damals auch an den Planungsarbeiten beteiligt“, sagt Ortrud Effenberger. „Das Gebäude hat ganz eindeutig gründerzeitlichen Charakter.“

Eckhäuser gegen knappen Wohnraum

Dafür spreche die gegliederte Fassade mit ihrem Spiel zwischen gemauertem Backsteinziegeln, dem Putz und den Stuckelementen wie der Überdachung der Fenster. Es war die Zeit der Industrialisierung, in der solche großen Eckgebäude errichtet wurden, „weil Wohnraum knapp war“, wie Ortrud Effenberger erläutert.

Grundrisse bleiben weitgehend erhalten

So gesehen bleibt auch der neue Besitzer der ursprünglichen Nutzung treu. 16 Wohnungen mit Größen von 56 bis 97 Quadratmetern sollen in dem Haus entstehen. „Es wird hauptsächlich im Bestand saniert“, erklärt Bauingenieur Jörg Meseck. Das bedeutet, die Grundrisse bleiben weitgehend so erhalten, wie sie beim Bau des Hauses waren. Lediglich einige neue Wände werden eingezogen.

Deckenhöhe wird reduziert

Allerdings muss die Deckenhöhe der Wohnungen reduziert werden. Die originale Höhe betrug 3,10 Meter und soll auf 2,90 Meter reduziert werden. „Wir werden die Decken abhängen“, erklärt der Planer.

Historischer Gesamteindruck trotz neuer Fenster

Auch die Fenster müssen erneuert werden, um den modernen Anforderungen an Wärme- und Schalldämmung zu genügen. Allerdings soll sich die Ansicht an der originalgetreuen Einteilung der Fenster orientieren, um den städtebaulich bedeutsamen Gesamteindruck des Denkmals zu erhalten.

Barrierearm, aber nicht barrierefrei

Die Wohnungen sollen sämtlich barrierearm, wenn auch nicht barrierefrei sein, das heißt, auch für Personen mit eingeschränkter Beweglichkeit geeignet. „Das Haus wird beispielsweise einen Aufzug erhalten, damit auch die Wohnungen in den oberen Stockwerken gut zu erreichen sein werden“, sagt Jörg Meseck.

Fördermittel für die Fassade

Für die Sanierung des Hauses wurde zwar eine sogenannte Hüllenförderung beantragt und dafür Mittel aus der Städtebauförderung gewährt, es handele sich jedoch nicht um sozialen Wohnungsbau, betont Jörg Meseck. Der Innenhof des Gebäudes wird gestaltet, um den künftigen Bewohnern eine Möglichkeit zu geben, sich dort aufzuhalten.

Im November soll alles fertig sein

All diese Arbeiten sollen bis November abgeschlossen sein. Ab dann möchte der Besitzer die Wohnungen vermieten, verkündet ein Transparent, das am Baugerüst befestigt ist. Darauf können etwaige Interessenten auch schon einmal die Grundrisse der verschiedenen Wohnungen sehen.

Von Andreas König

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