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Prignitz Mehr Kandidatinnen für Kommunalparlamente
Lokales Prignitz Mehr Kandidatinnen für Kommunalparlamente
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16:29 23.05.2019
Christa Pfeifer (r.) und Petra Friese kandidieren für die Freien Wähler Pro Prignitz. Quelle: Bernd Atzenroth
Perleberg

Von einer Parität zwischen Männern und Frauen in den kommunalen Parlamenten ist die Prignitz weit entfernt. Daran wird sich auch in den kommenden fünf Jahren nicht viel ändern. So sind von den 208 Menschen, die dem nächsten Prignitzer Kreistag angehören wollen, nur 55 Frauen.

Doch ist damit ist der Anteil an weiblichen Kandidaten für die Wahl am Sonntag nach Angaben von Kreiswahlleiterin Annette Löther deutlich höher als vor fünf Jahren. Damals wollten nur 41 Frauen ein Kreistagsmandat erwerben. Auch die Gesamtzahl der Bewerber lag mit 194 niedriger, als sie es jetzt ist – sie ist genau um den zusätzlichen Frauenanteil gestiegen.

Gleichwohl: Nur knapp ein Viertel des Kandidatenfeldes ist weiblich. Und sie alle müssen ja auch noch gewählt werden. Bislang sind im Prignitzer Kreistag acht Frauen unter den 47 Mitgliedern – also nur ein Sechstel.

Rein weibliche Listen für die Wahl, so wie sie die Grünen für das Stadtparlament von Bad Wilsnack aufgestellt haben, sind die absolute Ausnahme. Bei den Grünen kandidieren traditionell viele Frauen. Selbst ihnen ist es aber nicht leicht gefallen, für den Kreistag genug Kandidatinnen zu finden, wie Rainer Schneewolf zugab, „in den Kommunen aber schon“.

Von Liste zu Liste unterschiedlich

Die Linke hat es hingegen geschafft, ihre Kandidatenliste für den Kreistag paritätisch zu besetzen. Auch jetzt besteht ihre Kreistagsfraktion schon aus je vier Frauen und Männern. Bei der SPD liegt der Frauenanteil bei 30 bis 40 Prozent.

Weit schwieriger haben es andere Parteien und Gruppierungen. Etwa die Prignitzer Christdemokraten: Ob Kreistag oder Stadtparlamente – ihre Listen sind deutlich männerdominiert. Warum aber ist das so? CDU-Mann Klaus-Peter Garlin gibt ganz offen zu, „dass es da bei uns klemmt“. Das gilt auch für die Wahl zum Pritzwalker Stadtparlament.

Einen Grund findet er immerhin: In Pritzwalk habe sich die aktivste Frau der Partei aus Altersgründen zurückgezogen. Sein Mitstreiter Michael Ballenthien schlägt vor, den Mangel an Frauen bei der Benennung von sachkundigen Bürgern nach der Wahl etwas auszugleichen.

Nach Gespräch mit der Familie abgesagt

Die Freien Wähler in Perleberg hingegen haben eine Reihe von Frauen auf ihren Listen. Maik Tesch ist „Hahn im Korb“ und kandidiert zusammen mit fünf Frauen, unter anderem der dortigen Chefin der Freien Wähler, Kati Beier.

Auf dem Pritzwalker Marktplatz machen kurz vor der Wahl Christa Pfeifer und Petra Friese ebenfalls Wahlkampf für die Freien Wähler – allerdings stehen auf der Pritzwalker Liste ansonsten nur Männer. Christa Pfeifer ist sich sicher, dass noch mehr Frauen die ohnehin schon üppige Kandidatenliste der Freien Wähler hätten füllen können – viele hätten zunächst Interesse gezeigt und nach Gesprächen mit ihrer Familie dann doch abgesagt.

Es ist ja auch kein Zuckerschlecken, die ehrenamtliche Arbeit in den kommunalen Parlamenten zu leisten. Michael Ballenthien findet, dass die Entschädigungen für die Freizeitparlamentarier familienfreundlicher ausgerichtet und etwa für Kinderbetreuung eingesetzt werden könnten.

Von Bernd Atzenroth

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