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Meyenburg Sie bringt die MAZ zu den Lesern in der Prignitz
Lokales Prignitz Meyenburg Sie bringt die MAZ zu den Lesern in der Prignitz
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14:40 29.03.2020
Müdigkeit – Fehlanzeige: Das nächtliche Arbeiten ist für Severina-Judy Hauer zur Routine geworden. Quelle: FOTO: Marcus J. Pfeiffer
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Silmersdorf

Wenn andere zu Bett gehen, steht sie auf: Jede Nacht fährt Severina-Judy Hauer einmal quer durch den Norden der Prignitz. Die 35-Jährige bringt die Märkische Allgemeine Zeitung in die Briefkästen der Leser – von Mertensdorf bis Freyenstein. Zurzeit sind das in ihrem Gebiet rund 1200 Exemplare in einer Woche.

Tour startet nach Mitternacht

Gedruckt werden die Zeitungen am Hauptstandort in Potsdam. Insgesamt sind das 13 Lokalausgaben. Die Prignitz ist jede Nacht zuerst an der Reihe. Kuriere bringen dann die MAZ-Ausgaben zu den Zeitungszustellern in der Region. Bei Severina-Judy Hauer kommen sie immer so gegen 0.30 Uhr an.

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Die Zeitungen stapeln sich im Auto - am Wochenende kommt neben der MAZ noch der Wochenspiegel hinzu. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

In der Nacht zum Samstag startete sie ihre Tour von Zuhause aus. Sie wohnt mit Mann und Kind in Silmersdorf. Die Printausgaben stapelten sich in ihrem Auto bis zur Decke. Diesmal kam neben der Märkischen Allgemeinen Zeitung auch noch das kostenlose Anzeigenblatt, der Wochenspiegel, hinzu.

Mit einer Liste aller Leser in der Hand fährt Severina-Judy Hauer von Briefkasten zu Briefkasten. Unterwegs war sie rund um Meyenburg. Schon seit vielen Jahren stellt sie die MAZ zu. Sie ist jede Nacht unterwegs. „Es sei denn, ich nehme Urlaub“, sagt sie.

Leser warten schon am Fenster

Wind und Wetter machen ihr nichts aus. Es sei die Macht der Gewohnheit. Müdigkeit kommt bei der 35-Jährigen nicht auf. Sie genießt die Stille und Leere im Dunkeln der Nacht. „Ich freue mich immer, wenn die Leser an den Fenstern stehen und auf die aktuelle Ausgabe warten“, so Severina-Judy Hauer. Das sei oft der Fall.

Mittlerweile kenne sie viele der Abonnenten und komme in den frühen Morgenstunden ab und an mit ihnen kurz ins Gespräch. Dennoch muss sie die ganze Zeit über sehr konzentriert bleiben.

Von Mertensdorf bis Freyenstein: Jede Nacht verteilt Severina-Judy Hauer rund 200 MAZ-Ausgaben. Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Doch die 35-jährige Zustellerin behält einen kühlen Kopf, auch weit nach Mitternacht. Bisher ging immer fast alles gut. „Bis auf einmal, da kam eine falsche Lokalausgabe bei uns an. Aber auch das haben wir gemeistert“, erzählt sie. Darüber hinaus hat sie auch noch das Nottelefon bei sich. Sollte es woanders bei den Zustellern Probleme geben, springt sie ein.

Tochter muss zuhause bleiben

Der Vorteil bei der Nachtarbeit: Den ganzen Tag über hat Severina-Judy Hauer frei. Den Vormittag nutzt sie eigentlich immer, um sich nach der anstrengenden Tour zu erholen und sich noch einmal hinzulegen. Das gestaltet sich, seitdem die Kitas wegen dem Coronavirus geschlossen haben, schwieriger. Ihre Tochter ist somit den ganzen Tag über zu Hause.

Unterstützung bekommt die junge Mutter von den Großeltern. Ihre Tochter sei am Vormittag oft bei ihnen. Am Abend kommt dann ihr Mann von der Arbeit nach Hause. Wenn Vater und Tochter längst im Bett sind, geht für die MAZ-Zustellerin die Arbeit los. Doch das sei für sie längst zur Routine geworden und mache genauso viel Spaß wie am ersten Tag.

Wenn die MAZ einmal nicht in gewohnter Form erscheinen sollte, möchten wir Sie gerne rechtzeitig darüber informieren, wie Sie unser E-Paper kostenlos beziehen können. Falls noch nicht geschehen, teilen Sie uns dazu bitte Ihre E-Mail-Adresse mit: www.maz-online.de/vorkehrungen

Von Marcus J. Pfeiffer