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Meyenburg Borkenkäfer greift Fichten an
Lokales Prignitz Meyenburg Borkenkäfer greift Fichten an
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00:25 25.10.2018
Der Borkenkäfer richtet großen Schaden an. Quelle: Olaf Bergmann
Meyenburg

Für den Wald waren die vergangenen zwölf Monate eine Strapaze: Die Sturmsaison, dann die darauffolgende Trockenheit und dann kamen Schädlinge sowie Brände – vielerorts war der Wald schon im Sommer herbstlich braun. Für den Leiter des Forstreviers Meyenburg Olaf Bergmann sind das die Zutaten gewesen, die einem Wald mächtig zusetzen.

Größte Sorgen bereitet dem Förster allerdings ein Schädling: „Gegenwärtig gibt es eine Borkenkäferkalamität in Deutschland. Auch unsere europäischen Nachbarn, vor allem Tschechien, kämpfen gegen einen kleinen Käfer, der große Schäden verursacht. Millionen von Festmetern Holz stehen oder liegen in den Beständen oder lagern abfuhrbereit an den Waldstraßen.“

Wenig Harzfluss, wenig Abwehr

Bedingt durch das Sturmholzangebot von „Xavier“ und „Herwart“ im Jahr 2017 und den Jahrhundertsommer 2018 kommt es nun zu einem Teufelskreis. „Die beiden Borkenkäferarten Buchdrucker und Kupferstecher finden einen reich gedeckten Tisch vor, die Lebensbedingungen für die Insekten sind optimal und zu allem Leid sind unsere Waldbestände gestresst und können dem Käfer nur wenig Harzfluss und damit Abwehr entgegensetzen“, schätzt Bergmann die Lage ein.

Die Käfer entwickelten sich nach der Eiablage und dem Larvenstadium als Jungkäfer unter der Rinde von Fichten. Im Zuge des Fraßes werden die Versorgungsbahnen des Baumes unterbrochen. „Bei oft noch grüner Krone lässt der Baum die Hose runter, die Rinde fällt ab“, sagt Bergmann. Anschließend vertrocknet die Krone, der Baum stirbt. Die ausgeflogenen Käfer suchen indes neue Wirtsbäume.

Käfer unter der Runde kaum erreichbar

Deshalb liegen auch vielerorts gefällte Bäume abholbereit an den Wegen. Um den Käfer zu bekämpfen, kommt nur die zügige Aufarbeitung des Holzes und Abfuhr aus dem Wald infrage. Frisch befallenes Holz kann geschält, die Rinde sollte dann aber vernichtet werden. Anders lässt sich der Borkenkäfer kaum attackieren. Insektizide würden laut Bergmann im Wald nur selten zum Einsatz kommen. Der Käfer ist unter der Rinde auch kaum erreichbar.

Zu den natürlichen Sorgen kommen auch wirtschaftliche hinzu. Zu allem Überfluss drücken die gewaltigen Schadholzmengen auf einen übersättigten Holzmarkt. In der Folge sinken die Preise und ehemals wertvolles Stammholz ist durch die Entwertung nur noch als Industrieholz absetzbar.

Verschwinden der Fichten wäre schmerzhafter Verlust

Olaf Bergmann prognostiziert: „Sollten sich die Witterungsextreme und der Klimawandel in dieser Form fortsetzen, könnte dies zu einem weitgehenden Verschwinden unserer Fichtenbestände führen.“ Ein schmerzlicher Verlust; wird das weiße Holz doch unter anderem in der Bauwirtschaft sehr geschätzt.

Einen Rat hat der Förster für alle Waldbesitzer mit Fichtenbeständen. Sie sollten ihre Bäume regelmäßig kontrollieren. Befall sei – auch im Interesse der benachbarten Waldbesitzer – zügig aufzuarbeiten und abzufahren. Die örtlichen Forstleute und Forstbetriebsgemeinschaften würden die Waldbesitzer unterstützen.

Von MAZ-online

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