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Meyenburg Herzdruckmassage bei den Kleinsten
Lokales Prignitz Meyenburg Herzdruckmassage bei den Kleinsten
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02:17 28.05.2018
Virginia Kammeyer vom Rettungsdienst unterweist beim Eltern-Baby-Treff in Meyenburg in der Herzdruckmassage für Babys. Quelle: Beate Vogel
Meyenburg

Virginia Kammeyer hat eine Babypuppe mitgebracht zum Eltern-Baby-Treffen in der Meyenburger Kita „Eichhörnchen“. Alle anderen sind mit ihren quirligen Sprösslingen gekommen. Die junge Frau erklärt ihnen, wie man bei Babys Erste Hilfe leisten kann. Das ist gar nicht so einfach bei den winzigen Wesen.

„Ich bin seit 2006 beim Rettungsdienst des Landkreises Prignitz in der Wache in Pritzwalk“, erklärt die Notfallsanitäterin. Seit 2012 hat Virginia Kammeyer den Ausbilderschein für Erste Hilfe – die vermittelt sie zum Beispiel für Berufsgenossenschaften oder eben speziell für Babys. „Ich besuche Betriebe oder Kitas.“

In der Meyenburger Kita ist sie zum zweiten Mal mit einem Kurs: „Diesmal haben wir behandelt, wie man bei Krupp-Anfällen oder Fieberkrämpfen vorgeht.“ Auch war Thema, wie man bei den Kleinsten eine Herzdruckmassage vornimmt oder verschluckte Gegenstände aus dem Rachen der Kinder bekommt. „Das geht ganz schnell, dann steckt ein Bonbon fest.“ Die Notfallsanitäterin zeigt, dass man die Babys dann kopfüber an den Füßen hält und die Schwerkraft nachhelfen lässt.

Fragen zu Allergien und Verbrennungen

Die Eltern stellten viele Fragen, zum Beispiel zu Insektenstichen, Allergien oder Verbrennungen. „Am 13. Juni sind wir mit einer Kitagruppe in der Rettungswache“, kündigt Virginia Kammeyer an.

Die Eltern, die sich inzwischen zum vierten Mal getroffen haben, freuen sich über solche Informationsangebote. Der Treff wird in der Kita über das Netzwerk Kind Meyenburg von Koordinatorin Petra Hahn angeboten. Ein bisschen wollen sie immer angeschubst werden. „Ich würde mir ja wünschen, dass die Eltern den Raum auch mal alleine nutzen“, sagt sie.

Netzwerk hilft den Eltern

Das Netzwerk Kind Meyenburg wurde 2015 ins Leben gerufen. Es ist ein offenes Angebot für Eltern. Koordinatorin ist Petra Hahn.

Eine erste Säule ist die Koordination der Netzwerkpartner, die zum Wohle des Kindes in Familie, Kita und Schule zusammenarbeiten.

Eine zweite Säule ist die Elternberatung in Kita und Schule. Eltern können diese nutzen, ohne mit Erziehern oder Lehrern zu kommunizieren. Das kann hilfreich sein. Mit den Eltern entwickelt Petra Hahn Strategien und Kompetenzen zur Selbsthilfe.

Eine dritte Säule ist die Gemeinwesenarbeit. Das sind auch Feste und Veranstaltungen.

Valeria Gast ist mit dem dreieinhalb Monate alten Leon in der zweiten Gruppe. Sie war schon mit ihrem ersten Kind dabei. „Wir könnten ja eine Whatsapp-Gruppe erstellen, dann könnten wir uns immer verständigen“, regt sie an. Die Eltern – diesmal ist ein Vater dabei, sonst sind es auch mal mehr – wohnen nicht nur in Meyenburg, sondern auch in Schmolde, Brügge oder Schabernack.

Für sie ist wichtig, dass sie sich austauschen und die Fortschritte ihrer Kinder besprechen können. „Man kennt ja die Leute inzwischen“, sagt Katja Olinski, die mit ihrer ein Jahr alten Lea auf der Decke sitzt. Sie habe schon Freundschaften geschlossen. Lea kommt demnächst in die Kita, dann wird sie die Gruppe verlassen.

Katja Mielke, Mutter des 15 Monate alten Elias, schätzt die Kontakte beim Eltern-Baby-Treffen: „Wir gucken, wie die Kinder aufeinander reagieren.“ Ihre große Tochter kommt dieses Jahr zur Schule.

Eltern können sich umfangreich informieren

Michael Hennings hat schon sechs erwachsene Söhne aus einer vorangegangenen Beziehung. Nun ist er mit seiner philippinischen Frau Irene und der kleinen Nicolette dabei. „Sie hat gerade Laufen gelernt.“ Das kleine Mädchen verschränkt dabei schon ganz gekonnt die Hände auf dem Rücken. Irene Hennings hat in der Gruppe eine gute Freundin gefunden. Diese ist an dem Tag leider nicht da – das Kind ist krank geworden.

Petra Hahn freut sich, dass die Kontakte zu einem regelmäßigen Treffen geworden sind. „Wir können in der Gruppe Tipps weitergeben, zum Beispiel zum Babyschwimmen oder zur Ernährungsberatung für Babys.“ Das Angebot trage dazu bei, dass besonders für Neuankömmlinge in Meyenburg das Fremdeln aufhört, findet die 61-Jährige. Sie hat gleich die Flyer für das nächste Treffen mitgebracht.

Das 5. Eltern-Baby-Treffen ist für Freitag, 29. Juni, von 9 bis 10 Uhr in der Kita „Eichhörnchen“ geplant. An diesem Tag wird Steffi Götze von der Krippe der Einrichtung dabei sein. Interessenten sollten sich bis 18. Juni unter 033968/50 7 90 anmelden oder auch per Email unter Eichhoernchen1987@gmx.de.

Von Beate Vogel

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