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Meyenburg Erweiterung der Meyenburger Möbelwerke nimmt nächste Hürde
Lokales Prignitz Meyenburg Erweiterung der Meyenburger Möbelwerke nimmt nächste Hürde
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14:56 26.11.2019
Die Fläche vor dem jetzigen Komplex der Meyenburger Möbelwerke soll in Zukunft bebaut werden können. Quelle: Stephanie Fedders
Meyenburg

Bis Ende des Jahres könnte der veränderte Flächennutzungsplan zur Erweiterung der Meyenburger Möbelwerke auf den Weg gebracht werden. Der Bauausschuss der Stadt Meyenburg gab nach Auswertung des Beteiligungsverfahrens einstimmig die Empfehlung für die Stadtverordnetenversammlung, dem Entwurf zuzustimmen. Heute beschäftigt sich der Hauptausschuss mit dem Thema.

Hinweise zum Flächennutzungsplan werden geprüft und abgewogen

Im Sommer waren erneut Öffentlichkeit, Behörden und Träger öffentlicher Belange aufgefordert, Stellungnahmen abzugeben. Nicht alle machten davon Gebrauch. Die eingegangenen Anregungen und Hinweise wurden abgewogen und daraufhin überprüft, ob sie bei der 5. Änderung des Flächennutzungsplanes berücksichtigt werden müssen oder nicht.

„Es sind keine gravierenden Einwände eingegangen“, sagte Stadtplanerin Bettina Krause. Viele Stellungnahmen seien „Klarstellungen, wenn etwas missverständlich formuliert war“, erklärte Krause, die die Planung gemeinsam mit Landschaftsarchitektin Gontje Skujin im Auftrag der Möbelwerke betreut.

Näher betrachtet wurde der erneute Vorschlag der Regio Infra Nord-Ost GmbH, das Gelände an die Bahn anzubinden. Das Eisenbahn-Infrastrukturunternehmen mit Sitz in Putlitz bemängelt, dass der Vorschlag „nur unzureichend Aufnahme in die Planung gefunden“ habe. Die Gesellschaft wünscht sich eine „stärkere Berücksichtigung unter dem Aspekt der aktuellen Klimaschutz- und Lebensqualität-Diskussionen“.

Regio Infra Nord-Ost wünscht sich eine Gleisanbindung

In der Abwägung heißt es, dass eine Gleisanbindung erstrebenswert sei, aktuell aber nicht berücksichtigt wird. „Es würde nicht funktionieren, da die Möbelwerke nur an Endverbraucher liefern“, teilte Bettina Krause dem Ausschuss mit. Zudem wären für mögliche Trassen umfangreiche Untersuchungen notwendig, da diese möglicherweise Naturschutzgebiete queren würden.

Der Naturschutz spielt bei den Stellungnahmen zum Bebauungsplan, der auf Grundlage des Flächennutzungsplanes erarbeitet werden soll, eine größere Rolle. Die Maßnahmen für den Artenschutz seien überwiegend akzeptiert worden, erläuterte Bettina Krause.

Näher betrachtet hat die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises Prignitz noch einmal das Sondergebiet für den Bau einer Photovoltaikanlage. Die vorgesehene Fläche soll von den Feldlerchen als Brutplatz genutzt werden. Der Landkreis hat jedoch Bedenken, dass die Höhe der Module abschreckend auf die Vögel wirken könnte und schlägt eine Begrenzung auf zwei Meter Höhe vor.

100 Zauneidechsen wurden umgesiedelt

Bettina Krause hofft auf einen Kompromiss von 2,50 Metern. Zudem soll vertraglich festgelegt werden, dass für die Grünflächen besondere Auflagen gelten. Pflanzenschutzmittel dürfen nicht eingesetzt und die Fläche soll immer erst ab Juni und dann auch nur zweimal im Jahr gemäht werden.

Ein neues Zuhause haben bereits die unter strengem Schutz stehenden Zauneidechsen gefunden, die auf der Fläche nachgewiesen wurden. 100 Exemplare seien erfolgreich in die Nachbarschaft umgesiedelt worden.

Dietmar Gornig nannte das ambitionierte Projekt ein „Entwicklungsgebiet für die nächsten Jahrzehnte“. Aktuell steht den Möbelwerken eine Fläche von 80 000 Quadratmetern für Produktion und Lager zur Verfügung. Der Geschäftsführer des Unternehmens könne sich vorstellen, den Industriestandort an der Freyensteiner Straße auch für andere Möglichkeiten bereit zu halten: „Vielleicht siedelt sich ja noch jemand an.“

Von Stephanie Fedders

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