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Meyenburg Fünf Abgeordnete vertreten die Prignitz im neuen Landtag
Lokales Prignitz Meyenburg Fünf Abgeordnete vertreten die Prignitz im neuen Landtag
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15:13 02.09.2019
Wer in Meyenburg im Schloss wählen ging, kam an den beiden Damen von der Forschungsgruppe Wahlen nicht vorbei. Uta Wulff (Mitte) und ihre Kollegin Irina Gräser befragten die Wähler für die 18-Uhr-Prognose und fühlten sich vom Wahlvorstand gut aufgenommen. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Die Einladung war mit Bedacht formuliert. Nicht zur Wahlparty, sondern zu einem Wahlabend hatte die Prignitzer SPD am Sonntag nach Perleberg geladen. Zum Feiern war keinem zumute. Trotz des Sieges von Katrin Lange und Harald Pohle blieb die Stimmung getrübt. Zu sehr schlug der hohe Zuspruch für die AfD auf den Magen.

AfD-Ergebnis verhagelt die Stimmung bei den Genossen

Obwohl Katrin Lange das Mandat im Wahlkreis Prignitz II/Ostprignitz-Ruppin II (Gemeinde Groß Pankow, Gemeinde Heiligengrabe, Stadt Kyritz, Amt Meyenburg, Stadt Pritzwalk, Amt Putlitz-Berge, Stadt Wittstock/Dosse) souverän verteidigte und mit 29,3 Prozent der Stimmen nur 1,4 Prozent hinter dem Resultat aus 2014 blieb, war ihr nicht nach Jubel.

„Es ist ein Ergebnis, das wir gründlich auswerten müssen“, sagte die Pritzwalkerin, die in ihrem Heimatort Beveringen 55,87 Prozent der Stimmen erhielt. Das sei Ansporn für die nächsten Jahre, weiter an den Themen wie Innere Sicherheit oder die Entwicklung des ländlichen Raumes zu arbeiten.

Erst einmal geht für Katrin Lange die Arbeit in Potsdam als Staatssekretärin im Innenministerium weiter. Die Landesregierung bleibt ja im Amt, bis sich eine neue gefunden hat.

Pohle bleibt der Kommunalpolitik treu

Dagegen beginnt für Harald Pohle ein neuer Lebensabschnitt. Cumlosens ehrenamtlicher Bürgermeister eroberte mit 26,6 Prozent der Stimmen den Wahlkreis Prignitz I (Amt Bad Wilsnack/Weisen, Gemeinde Gumtow, Gemeinde Karstädt, Amt Lenzen-Elbtalaue, Stadt Perleberg, Gemeinde Plattenburg, Stadt Wittenberge) trotz Verlusten von 8,4 Prozent.

Pohle wusste, dass es „nach den Prognosen knapp ausgehen würde“. Für ihn hat der Einsatz im Wahlkampf den Ausschlag gegeben: „Wir haben intensiv Tür-zu-Tür-Wahlkampf betrieben, das hat Wirkung gezeigt“, sagt der 69-Jährige.

Trotz der Verpflichtungen im Brandenburger Landtag will der Vorsitzende des Prignitzer Kreistages sein Engagement vor Ort gerne weiter ausüben. „Ich werde mein Ohr nach wie vor an den kommunalpolitischen Themen haben“, verspricht Pohle.

Drei Prignitzern hilft die Landesliste

Drei Verlierer von Sonntag können auf ihre gute Platzierung auf den jeweiligen Landeslisten bauen, die ihnen auch weiterhin ein Mandat garantiert. Das gilt im Wahlkreis Prignitz II/Ostprignitz-Ruppin II für Jan Redmann (CDU), der minus 8,9 Prozent an Stimmen einbüßte und auf 20,4 Prozent abstürzte.

Ähnlich frustrierend war das Ergebnis von 14 Prozent für Thomas Domres (Linke, minus 9,4 Prozent), der neben Gordon Hoffmann (CDU) über die Liste für den Wahlkreis Prignitz I erneut in den Landtag einzieht. Hoffmann verlor 5,3 Punkte und kam auf 22 Prozent.

Rambow statt Potsdam heißt es weiterhin für Rainer Schneewolf von den Grünen. Er freute sich über das gute Ergebnis an Zweitstimmen und gewann selbst in der Westprignitz 2,9 Prozent dazu. Jetzt will er sich erst einmal ein wenig ausruhen und die zehn Jahre Mitgliedschaft in der Gemeindevertretung Plattenburg aufarbeiten. An Rückzug denkt er aber nicht. Im Gegenteil. „Innerhalb des Kreisverbandes werde ich weiterarbeiten und auch die Kreistagsfraktion unterstützen“, verspricht Schneewolf.

Von Stephanie Fedders

Mit deutlichem Vorsprung setzt sich SPD-Kandidatin Katrin Lange im Wahlkreis Prignitz II/Ostprignitz-Ruppin II durch und verweist die AfD auf Platz zwei. Abgeschlagen folgen die Kandidaten der CDU und der Linken.

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