Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Meyenburg Barbara Thalheim singt im Schlosspark
Lokales Prignitz Meyenburg

Meyenburg: Barbara Thalheim singt im Schlosspark

Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:09 31.07.2020
Barbara Thalheim Quelle: Foto: Veranstalter
Anzeige
Meyenburg

Barbara Thalheim kommt nach Meyenburg und gibt dort ein Konzert mit Kabaretteinlagen im Schlossgarten. Am Sonntag, 9. August, wird sie dort ab 18 Uhr bei hoffentlich gutem Wetter auftreten. Der Eintritt ist frei, über eine Spende würden wir uns freuen, jedoch muss man sich im Vorfeld anmelden, Telefon: 033968/50 89 61

Die Berliner Liedermacherin begann In den 1970er Jahren ihre Karriere mit vier Musikstudenten der Berliner Hanns-Eisler-Hochschule, einem klassischen Streichquartett. Das war ein absolutes Novum; sozialkritische, politische und poetische Songs von einem Streichquartett begleiten zu lassen. Ihre ersten beiden Amiga-Schallplatten „Lebenslauf“ 1978 und „Was fang ich mit mir an“ 1979 erschienen – höchst ungewöhnlich in dieser Zeit – gleichzeitig auch bei Polydor im Westen des Landes.

Anzeige

Turbulente Zeit zur Wende

Das Einzelkind Thalheim wurde in Leipzig geboren, zog bereits vor der Einschulung mit seinen Eltern nach Berlin. Später fand das oft auf sich gestellte Schlüsselkind, das bald ein Problemkind wurde, eine zurückgelassene Gitarre, die – ihr Zustand verriet es – auch mal als Bootspaddel gedient haben musste. Mit ihr fing alles an. De facto erst einmal mit dem Erfinden von Melodien zu Texten, in denen sie sich wiederfand.

Diese „Schöpfungsphase“ ist nun fast 50 Jahre her. In den 80er Jahren gab sie Konzerte mit Konstantin Wecker, Hannes Wader, Erika Pluhar, Georges Moustaki, Herman van Veen, Franz Hohler und vielen andern mehr. An Thalheims heutigem Oeuvre erkennt man: sie ist sich treu geblieben. Der Adressat ihrer Lieder ist mehr denn je der einzelne Mensch, der in der Masse, den sie vor „Vermassung“ schützen will. Das war schon in der DDR so. Das zeigen auch einige ihrer Liedertitel von früher aus: „Abschied von den Eltern“, „Was fang ich mit mir an“, „Als ich 14 war“, „Sehnsucht nach der Schönhauser Allee“, „Ich habe einen Freund verloren“, „Die erste eigne Wohnung“, „Welche Freiheit ist uns groß genug hießen“ ... .

Sie startet bal mit neuem Projekt

Nach dem Mauerfall ging Barbara Thalheim für einige Zeit nach Paris. Es entstand das Programm „Fremdgehen“, die gleichnamige CD erhielt den Preis der deutschen Schallplattenkritik, wie auch Jahre später das Album „Insel sein“.

Ihr letztes größeres Projekt hieß „AltTag“, ein Wortspiel mit Alltag, ein Abend mit Filmen zu ihren Liedern über das Altwerden.

Im November wird ihr neues Projekt „Novemberblues“ im Kesselhaus der Berliner Kulturbrauerei Premiere haben. Vorausgesetzt Corona es zulässt. Aber vorher kommt die Liedermacherin mit alten und neuen Liedern in den Schlossgarten des Modemuseums Meyenburg.

Von MAZ-online