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Meyenburg Eine Zeitreise durch Meyenburg
Lokales Prignitz Meyenburg Eine Zeitreise durch Meyenburg
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00:19 25.07.2018
Das Hotel Germania in Meyenburg entstand nach 1900 im Jugendstil.
Das Hotel Germania in Meyenburg entstand nach 1900 im Jugendstil. Quelle: Beate Vogel
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Meyenburg

Die Geschichte von Meyenburg, das 1285 erstmals urkundlich erwähnt wurde, ist eng mit der der Adelsfamilie von Rohr verknüpft. Ab 1300 siedelte die Adelsfamilie von Rohr in der Prignitz, kam 1364 in den Besitz der Grenzfeste Meyenburg.

Meyenburg wurde 1285 erstmals urkundlich erwähnt. Seine Geschichte ist eng mit der der Familie von Rohr verbunden. Den großen Aufschwung erlebte das Ackerbürgerstädtchen mit dem Anschluss an die Bahn 1890.

Im 18. Jahrhundert entwickelte sich die Wirtschaft, um die 160 Handwerker lebten in der Stadt. Ein schwerer Schlag war der Stadtbrand am 30. August 1795: In einer halben Stunde brannten 121 strohgedeckte Häuser nieder.

Das heutige Schloss im Neurenaissance-Stil wurde 1865/66 erbaut. Es vereinte die ursprünglich zwei Gebäudeteile. Kurz danach wurde auch der Landschaftspark angelegt.

Den großen Aufschwung brachte der Anschluss an die Eisenbahnlinie am 11. Dezember 1887. Große Stadtvillen wurden errichtet, Hotels und Kaufhäuser. 1909 wurde ein Elektrizitätswerk gebaut, die Marktstraße erhielt als erste eine Straßenbeleuchtung. Der Grundstein für das heute größte Unternehmen der Stadt, Meyenburger Möbel, wurde 1946 gelegt.

Viel von der Eleganz der einstigen Jugendstilfassaden ist heute verloren: Die Gebäude wurden zu DDR-Zeiten umgebaut und geglättet. Nach der Wende verfielen etliche alte Häuser, weil die Eigentumsverhältnisse unklar waren. Vor allem in den letzten Jahren hat aber Meyenburg wieder an Charme gewonnen: Mit Fördermitteln konnten auch viele Privathäuser wieder hübsch saniert werden.

Von Beate Vogel