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Meyenburg Möbelwerke nehmen Rücksicht auf Kammmolch und Co.
Lokales Prignitz Meyenburg Möbelwerke nehmen Rücksicht auf Kammmolch und Co.
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00:24 26.04.2019
Luftbild vom Meyenburger Möbelwerk. Im Hintergrund grenzt die Fläche an, die langfristig bebaut werden soll. Quelle: Meyenburger Möbel
Meyenburg

Auf dem Weg zur Erweiterung der Meyenburger Möbelwerke ist ein weiteres Etappenziel erreicht: Die Ergebnisse aus der ersten Runde zur Beteiligung der Behörden und Öffentlichkeit wurden in die Planunterlagen eingearbeitet und jetzt den Mitgliedern des Bau- und Wirtschaftsausschusses vorgestellt.

Mehr Platz für den Naturschutz

Fehlender Technik im Sitzungssaal war es geschuldet, dass Stadtplanerin Bettina Krause und Landschaftsarchitektin Gontje Skujin den großen Plan des Unternehmens auch tatsächlich durch große Pläne aus Papier allen Beteiligten und interessierten Bürgern nahe bringen mussten. So lagen denn Flächennutzungs- und Bebauungsplan ausgebreitet auf dem Tisch und die beiden Frauen bemühten sich, ohne Laptop und Laserpointer zurechtzukommen.

Vorgestellt wurden die aktuellen Entwürfe, in die die wichtigsten Stellungnahmen eingearbeitet sind. Was auf den ersten Blick auffällt: Die Farbe Grün hat zugenommen. Das bedeutet im Vergleich zu den vorherigen Versionen mehr Platz für den Naturschutz.

„Das Gutachten zum Artenschutz liegt seit Herbst vor“, erklärte Bettina Krause. Zwar gebe es gegen die grundsätzliche Entwicklung der Fläche keine Widerstände, aber die Stellungnahmen im Detail müssen berücksichtigt werden.

Ein Korridor für Kammmolch und Knoblauchkröte

Dazu gehört das nordöstlich an die jetzige Bebauung angrenzende ehemalige Regenrückhaltebecken, das sich im Laufe der Jahre zu einem Biotop entwickelt hat. Kammmolch und Knoblauchkröte sind hier zu Hause – beides streng geschützte Arten nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Die Untere Naturschutzbehörde verlangt daher die Anbindung des Biotops an die umgebende Landschaft. Das soll mit einem rund 100 Meter breiten Korridor geschehen.

Neben diesem so genannten Grünkeil wurde auch eine Fläche für die Errichtung einer Photovoltaikanlage eingeplant, die im Vorentwurf noch keine Rolle gespielt hat. 1800 Quadratmeter sollen für die Module frei gehalten werden. Sehr zum Leidwesen von Ausschussmitglied Matthias Schulz. Er findet die Vorstellung „grauenvoll. Wir haben genug Photovoltaik und Windanlagen“.

Seine Befürchtung, die Fläche sei von der Straße aus zu sehen, konnte Gontje Skujin entgegnen: „Die Anlage wird von Bäumen nach außen abgeschirmt und ist nicht einsehbar.“ Zudem werde mindestens 50 Zentimeter Bodenfreiheit garantiert, damit die nachgewiesenen Lerchen hier weiter brüten können.

17,5 Hektar Fläche soll versiegelt werden

Nimmt man alle berücksichtigten Anmerkungen zusammen, sei es gelungen, die zu versiegelnde Fläche um 40 000 Quadratmeter auf 17,5 Hektar zu reduzieren. Die Erweiterung des Industriegebietes wird rund 21,6 Hektar betragen. Damit wächst das Anwesen der Möbelwerke von bislang 13,7 Hektar auf 35,3 Hektar.

Mit Ausnahme von Matthias Schulz stimmten die Ausschussmitglieder für die Überweisung der beiden Beschlussvorlagen zur 5. Änderung des Teil-Flächennutzungsplanes sowie des Entwurfes des Bebauungsplanes Nummer 6 in die Stadtverordnetenversammlung. Geben die Abgeordneten am 15. Mai grünes Licht, werden erneut die Öffentlichkeit und die Träger öffentlicher Belange um Stellungnahmen gebeten. Interessierte Bürger haben zudem einen Monat Zeit, die Pläne in der Amtsverwaltung einzusehen.

Von Stephanie Fedders

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