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Meyenburg Neue PR-Strategie für Meyenburger Dreikönigsring
Lokales Prignitz Meyenburg Neue PR-Strategie für Meyenburger Dreikönigsring
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00:27 05.07.2019
Mike Laskewitz überreichte bei der Feier der Zentralen Archäologischen Orte Irena Berjas im Beisein von Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann ein Muster des Dreikönigsrings. Quelle: Fedders
Meyenburg

Der Blick in die Vergangenheit des Schlosses in Meyenburg ließ das Herz der Archäologen vor 15 Jahren höher schlagen. Die im Zuge der Sanierung des Gebäudes veranlassten umfangreichen Grabungen in den Jahren 2003 und 2004 förderten eine Fülle an Funden zutage. Mehr als 27 000 Artefakte wurden freigelegt – darunter die bis heute aufregendste Entdeckung: Der goldene Dreikönigsring.

Ring ist an allen Standorten der „Zeitschätze Prignitz“ erhältlich

Das Schmuckstück aus dem 14. Jahrhundert mit der Aufschrift „Jaspar, Baltazar, Melchior“ erfährt wieder erhöhte Aufmerksamkeit. Der Tourismusverband Prignitz hat die Vermarktung in die Hand und den zehnten Jahrestag des Netzwerkes „Zentrale Archäologische Orte“ (ZAO) in der Prignitz zum Anlass genommen, die neue PR-Kampagne vorzustellen.

Fundort des Ringes: Schloss Meyenburg. Quelle: Stephanie Fedders

Die Mitglieder des ZAO-Arbeitskreises, in denen die „Zeitschätze“ mit dem Hünengrab von Mellen, dem Königsgrab von Seddin, der Burg Lenzen, dem mittelalterlichen Freyenstein, Schloss Meyenburg und dem Schlachtfeld von 1636 bei Wittstock vertreten sind, haben sich darauf verständigt, dass der Dreikönigsring an allen Standorten der Kooperation erworben werden kann.

Auf der Feier zum zehnten Jahrestag des Zusammenschlusses auf Schloss Freyenstein Ende Mai erhielt Irena Berjas, die Leiterin des Modemuseums im Schloss Meyenburg, als erste aus den Händen von Mike Laskewitz einen Ring überreicht. „Der Ring ist das Symbol für das Netzwerk und für die uralte Kulturlandschaft der Prignitz“, unterstrich der Geschäftsführer des Tourismusverbandes Prignitz die Bedeutung des Schmuckstückes.

Leipziger Goldschmied Sebastian Zenner fertigt die Ringe

Vor Jahren hatte es bereits erste zaghafte Versuche des Landkreises gegeben, den Ring als Souvenir anzubieten. Er war jedoch nur in der Kreisverwaltung erhältlich. Und somit an einem Ort, der für Touristen wohl eher selten Anlaufpunkt ist.

Schick verpackt wird der Ring zum Kauf angeboten. Quelle: Tourismusverband Prignitz

Vor drei Jahren griff dann auch der Shop im Modemuseum die Idee auf und ließ einige Exemplare vom Leipziger Goldschmied Sebastian Zenner anfertigen. Was jedoch fehlte, war die professionelle, öffentlichkeitswirksame Begleitung durch die Touristiker. Diese Hürde ist jetzt überwunden.

Ein gutes Dutzend Verkaufsorte hat der Tourismusverband mittlerweile gewonnen. Darunter sind die ZAO-Mitglieder Burg Lenzen, der Archäologische Park Freyenstein und Schloss Meyenburg sowie das Wegemuseum Wusterhausen, das Stadt- und Regionalmuseum Perleberg, Schloss Wolfshagen, Stadtmuseum „alte Burg“ Wittenberge und das Archäologische Landesmuseum in Brandenburg/Havel.

Alle Partner haben Musterringe und Bestellformulare

Alle Partner haben Musterringe für die Größenbestimmung und Bestellformulare bekommen. „Der Ring ist überall zum gleichen Preis erhältlich“, sagt Mike Laskewitz und verdeutlicht damit, dass es sich wirklich um eine Zusammenarbeit handelt.

Demnächst kommen auch noch das Prignitz-Museum und das Arthotel in Havelberg dazu sowie das Kloster Stift zum Heiligengrabe und der Evangelische Pfarrsprengel in Bad Wilsnack.

Gemeinsam mit der Broschüre und den Flyern über die Zentralen Archäologischen Orte hat das Netzwerk eine gute Basis geschaffen, um die Aufmerksamkeit für die Geschichte der Prignitz zu erhöhen.

Von Stephanie Fedders

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