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Meyenburg Revierpolizist Jürgen Kelm in den Ruhestand verabschiedet
Lokales Prignitz Meyenburg Revierpolizist Jürgen Kelm in den Ruhestand verabschiedet
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00:23 21.03.2019
Ein sichtlich gerührter Jürgen Kelm (links) bekam von Dieter Umlauf, Chef der Polizeiinspektion Prignitz, ein Album voller Erinnerungen geschenkt. Quelle: Stephanie Fedders
Meyenburg

Nah am Wasser gebaut ist Jürgen Kelm eigentlich nicht. Aber diese letzte von vielen Veranstaltungen, in denen Meyenburgs langjähriger Revierpolizist in den Ruhestand verabschiedet wurde, hatte es noch einmal in sich.

„Macht mir das nicht so schwer“, bat Kelm seine Gäste im Saal der Amtsverwaltung, sichtbar gerührt von der Aufmerksamkeit, die ihm nach 42 Dienstjahren in seinem „Revier“ entgegengebracht wurde. Ein vergeblicher Aufruf, denn die Kollegen, Bürgermeister und Vertreter aus den Verwaltungen sparten nicht mit Dank und Lob.

Gutes Verhältnis zum Amt Putlitz-Berge

Meyenburgs Amtsdirektor Matthias Habermann erinnert sich gerne an den bürgernahen Jürgen Kelm, der auch mal ein Auge zudrücken konnte, wenn die Jugend es auf der „Schwalbe“ übertrieb.

Über das gute nachbarschaftliche Verhältnis wusste Peter Jonel zu berichten, zweiter stellvertretender Amtsdirektor von Putlitz-Berge. Hier übernahm Kelm die Vertretung und „war immer gern gesehen“, sagte Jonel.

Mit seiner ruhigen, aber durchsetzungsfähigen Art kam der 62-Jährige auch in Mecklenburg-Vorpommern gut an. Sebastian Arend war Kollege in Röbel und ging gemeinsam mit Kelm auf Verbrecherjagd. Der Diebstahl eines Radladers beschäftigte die Beiden diesseits und jenseits der Landesgrenze und hinterließ bei Arend Eindruck: „Er war ein Vollblutpolizist, stets erreichbar und Tag und Nacht einsatzbereit.“

Zweite Chance für Dieter Umlauf

Diese Eigenschaften des Hauptkommissars weiß auch der oberste Polizist in der Prignitz zu schätzen. Dieter Umlauf, seit knapp zwei Jahren Leiter der Polizeiinspektion, konnte bei Jürgen Kelms offiziellem Dienstende am 28. Februar nicht dabei sein und freute sich umso mehr über die zweite Chance am Montagabend.

Umlauf sparte nicht mit Lob, nannte das, was Jürgen Kelm geleistet habe, mehr, als sich die Polizeiführung wünschen könnte. Er brenne für den Beruf wie am ersten Tag. Etwas, „was ich mir von manchem jungen Kollegen wünschen würde“, sagte Umlauf.

Tür an Tür mit Bürgermeister Krassowski

Apropos erster Tag: Wann genau er 1977 den Dienst antrat, daran kann sich Jürgen Kelm nicht mehr erinnern. Aber der Stapel Dienstvorschriften, den der Vorgesetzte als Lektüre auf den Tisch legte, den sieht Kelm noch immer vor seinem geistigen Auge.

Genau so wenig geht ihm der Banküberfall auf die Sparkasse am Wilhelmsplatz Anfang 1991 aus dem Kopf, bei dem ein Unbeteiligter getötet wurde. „Da habe ich gemerkt, dass Polizeiarbeit kein Spaß ist“, blickt Kelm zurück.

Nur wenige Meter entfernt, an der Ecke Bahnhofstraße/Heinrich-Heine-Straße, liegt das Büro des Revierpolizisten, in das am 1. März Nachfolger Marco Gerloff eingezogen ist. Lange Jahre hielt Jürgen Kelm hier im alten Rathaus Tür an Tür mit Falko Krassowski die Stellung.

Krassowski, 2003 erstmals zum ehrenamtlichen Bürgermeister von Meyenburg gewählt, wusste diese Nachbarschaft sehr zu schätzen: „Es war ein Erlebnis. Ich konnte viel von ihm lernen. Und als mein Stellvertreter hat er mich immer stark unterstützt.“

Diese „Karriere“ würde Jürgen Kelm gerne noch eine Weile fortsetzen. Er tritt bei der Kommunalwahl wieder an und kandidiert für die Stadtverordnetenversammlung. Für den Polizisten Jürgen Kelm war es am Montag der letzte Auftritt. Ein letztes Mal in Uniform. „Wenn ich sie jetzt ausziehe, dann für immer.“

Von Stephanie Fedders

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