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Meyenburg Stadt verspricht Lampen für Pritzwalks dunkelsten Radweg
Lokales Prignitz Meyenburg Stadt verspricht Lampen für Pritzwalks dunkelsten Radweg
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17:09 24.04.2019
Fußgänger und Radfahrer leben in Pritzwalk entlang der Kyritzer Chaussee, besonders an der Abfahrt der B 189, gefährlich. Quelle: Stephanie Fedders
Pritzwalk

Die Experten-Meinungen gehen auseinander, aber Johann Wolfgang von Goethe werden als letzte Worte „mehr Licht“ in den Mund gelegt. Gleiches haben auch schon viele Pritzwalker gedacht, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad in die am südlichen Stadtrand gelegenen Gewerbegebiete unterwegs sind. Entlang der Bundesstraße 103 bleibt es auch nach Sonnenuntergang dunkel. Aber das soll sich bald ändern.

Anstoß kam beim Bürgerempfang in Pritzwalk

Der erste Bürgerempfang von Bürgermeister Ronald Thiel am 8. Februar gab den Anstoß, sich mit fehlender Beleuchtung auf dem rund 800 Meter langen Abschnitt zu beschäftigen. Gäste der Veranstaltung im Kulturhaus hatten die Stadtvertreter darauf aufmerksam gemacht, dass es in der dunklen Jahreszeit Überwindung kostet, auf dem parallel zur Kyritzer Chaussee verlaufenden Fuß- und Radweg unterwegs zu sein.

Keine Laterne weit und breit am Weg, der stadtauswärts führt. Quelle: Stephanie Fedders

Die Verwaltung hat die Anregung aufgenommen und verspricht jetzt Abhilfe. „Haushaltsmittel sind dafür schon eingeplant“, sagt Halldor Lugowski. Pritzwalks Bauamtsleiter hat zudem den Landesbetrieb Straßenwesen ins Boot geholt, der sich an den Arbeiten beteiligt. LED-Lampen, die modernsten Anforderungen entsprechen, sollen aufgestellt werden.

Wer aus der Stadt kommt und den Abzweig Stresemannstraße hinter sich lässt, hat die letzte Laterne gerade passiert. Es folgen viele hundert Meter, die gänzlich unbeleuchtet sind. Erst an der Einmündung zum August-Bartels-Weg und damit zum Gewerbegebiet an der Heinrich-Gätke-Straße steht wieder eine Lampe.

Taschenlampe des Handys spendet Licht

Auf dem Weg zur Arbeit in der Firma Dummer Arbeitsbühnen in der Heinrich-Gätke-Straße ist auch Jennifer Schaumkessel hier oft entlang gegangen. Stets mit gemischten Gefühlen, wenn es sowohl morgens als auch zum Feierabend hin während der Winterzeit dunkel war. „Ich habe immer die Taschenlampe meines Handys angemacht“, erinnert sie sich. Nur im August-Bartels-Weg wurde die Angst, dass etwas passieren könnte, weniger. Hier steht alle 30 Meter eine Laterne.

Sieht bei Tageslicht idyllisch aus, liegt aber nach Sonnenuntergang im Dunkeln, der Weg an der Kyritzer Chaussee. Hinter der Absperrung ist der Parkplatz der Kleingartenanlage „Am Birkenhain“. Quelle: Stephanie Fedders

Noch weiter zur Arbeit hat es Susan Schönberg, die bei der Lebenshilfe Pritzwalk in der Hermann-Graebke-Straße beschäftigt ist. Die Wittstockerin kam oft mit der Bahn und ging dann vom Bahnhof zu Fuß. Nach dem Abzweig zum Adolf-Bartels-Weg stehen zwar zwei Laternen an der Auffahrt zur Bundesstraße 189. Danach bleibt es jedoch bis zum Gelände des Autohauses Streese erneut stockdunkel.

Parkplatz der Kleingartenanlage liegt auch im Dunkeln

In diesem Bereich liegen die Unterführung der Brücke der B 189 und die Abfahrt – noch gänzlich unbeleuchtet. „Es wäre nicht schlecht, wenn dort Lampen stehen würden“, sagt Susann Schönberg. Ihre Kollegin Kristin Chmilewski kennt diese dunkle Seite Pritzwalks nur allzu gut. Sie ist oft in der Kleingartenanlage „Am Birkenhain“ zwischen Kyritzer und Havelberger Chaussee. Selbst lauschige Sommernächte haben hier ihren Schrecken, denn auch der Parkplatz liegt im Dunkeln. „Hier geht keiner alleine lang“, weiß Chmilewski aus Erfahrung. „Eine Taschenlampe ist unabdingbar.“

Jennifer Schaumkessel und Susan Schönberg sind mittlerweile aufs Auto umgestiegen. Radfahrern und Fußgängern soll aber noch in diesem Jahr „ein Licht aufgehen“. „Zum Herbst wollen wir fertig werden“, sagt Halldor Lugowski.

Von Stephanie Fedders

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