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Meyenburg Rücksicht auf die Zauneidechse
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18:17 25.10.2018
Ein Luftbild der Meyenburger Möbelwerke aus dem Jahr 2017. Der Betrieb will sich erweitern. Quelle: Meyenburger Möbel
Meyenburg

Seitenweise Anmerkungen zur Änderung des Flächennutzungsplanes für die Erweiterung der Meyenburger Möbelwerke wird die Planer in den kommenden Wochen beschäftigen. Zu dem großflächigen Bauvorhaben konnten Behörden und Nachbargemeinden Stellungnahmen abgeben – über die wichtigsten Einwände wurde am Mittwoch der Bau- und Wirtschaftsausschuss informiert.

Die Bauamtsleiterin Uta Nebert hatte vorab die Spreu vom Weizen getrennt, machten doch immerhin 24 der 38 angeschriebenen Behörden und Gemeinden von ihrem Recht Gebrauch, sich zu dem Vorhaben zu äußern. Dabei sind allerdings Stellungnahmen, „die es in sich haben“, erklärte Nebert. Diese machen eine Abwägung erforderlich „und müssen im weiteren Planungsablauf berücksichtigt werden“.

Nach wie vor im Zeitrahmen

Dietmar Gornig, Geschäftsführer der Meyenburger Möbelwerke, lässt sich dadurch nicht aus der Ruhe bringen. „Wir sind nach wie vor im Zeitrahmen“, sagte er. Das von ihm beauftragte Planungsbüro aus Berlin sei jetzt gefordert, sich mit den Stellungnahmen zu beschäftigen. „Es sind keine Probleme, die wir nicht abarbeiten könnten.“

Da die Erweiterung der Produktionskapazität auf einer Fläche von rund 580 000 Quadratmetern im Anschluss an die bestehenden Gebäude geplant ist und ein Gelände überbaut werden soll, das noch aus Landwirtschaftsflächen und Wald besteht, sind entsprechend viele Anmerkungen zu den Themen Natur- und Artenschutz eingegangen.

Erreicht werden solle „ein möglichst gleichartiger Ausgleich für den Eingriff“, so Uta Nebert, „das ist der wesentlichste Punkt in diesem Planverfahren“. In Gesprächen mit der unteren Naturschutzbehörde müsse nun geklärt werden, welche Maßnahmen geeignet seien. „Das kann ein dickes Paket werden.“

Ausgleichsflächen sind schwer zu finden

Die Fläche, die durch Gebäude, Zufahrten oder Parkplätze versiegelt werden soll, müsse in gleichem Maße durch Entsiegelungsmaßnahmen ausgeglichen werden. Dabei könne es laut Uta Nebert schwierig werden, vor Ort geeignete Objekte zu finden, da das Amt für den Bau von Windenergieanlagen bereits viele Flächen entsiegelt hat. Vorschläge nimmt die Bauamtsleiterin gerne entgegen.

Im Bereich Artenschutz werden die Planer nicht umhin kommen, Rastvögel und Fledermäuse zu erfassen und die Amphibienpopulation zu untersuchen. Zauneidechse und Nachtkerzenschwärmer, eine Schmetterlingsart, sind streng geschützt. Sollten sie in dem Gebiet zwischen Kiebitzberg und Kirschweg vorkommen, werden besondere Maßnahmen notwendig.

Ein Teil des Bebauungsplanes wird aus einem Umweltbericht bestehen, in dem alle geplanten Schritte dargestellt werden müssen. Dafür wird es enge Abstimmungen mit den beteiligten Behörden geben, erläuterte Uta Nebert. Danach wird erneut die Öffentlichkeit beteiligt und um Stellungnahmen gebeten. Im Frühjahr 2019 soll dieser Teil des Bauvorhabens beendet sein.

Von Stephanie Fedders

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