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Prignitz Mit den Augen eines Fachmanns
Lokales Prignitz Mit den Augen eines Fachmanns
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18:04 17.04.2015
Von rechts: Metallbauer Willi Wüst, Enkel Robert Wüst und Jens Hildebrandt
Pritzwalk

 Dass es sich um die lange verschollene Rathausglocke handelt, wäre zwar eine allzu reizvolle Vorstellung, doch von der muss man sich wohl trennen.

"Wir haben uns in der Firma noch einmal über die Sache unterhalten", sagt Jens Hildebrandt. "Der Altgeselle konnte sich erinnern, dass wir die Glocke Anfang der 1980er Jahre in Streckenthin gefunden haben." Sie stammt wohl aus dem dortigen Gutsverwalterhaus und diente dazu, den Landarbeitern und Tagelöhnern die Zeit anzuzeigen, um sie zur Arbeit und vielleicht auch mal zur Pause zu rufen. Dennoch handelt es sich um die Bauart, wie sie dereinst auch auf dem Dach des Pritzwalker Rathauses verwendet wurde. Bürgermeister Wolfgang Brockmann, der das Original noch in Aktion erlebt hat, erinnerte der Fund frappierend an die Rathausglocke. Bekanntlich war das Rathaus nach dem verheerenden Stadtbrand vom 1. November 1821 weitaus schneller wieder aufgebaut als die Sankt-Nikolai-Kirche. An Stelle der Kirchturmglocken vermeldete die Rathausglocke den Pritzwalkern lange Zeit, was die Stunde geschlagen hatte. Ende der 1960er Jahren war dann das Dach des Türmchens derart morsch, dass der Turm abgerissen und die Glocke demontiert wurde. Sie hat wohl noch einige Zeit auf allerlei städtischen Liegenschaften herumgestanden oder -gelegen, doch dann verliert sich ihre Spur. Nach der zweiten Sanierung des Rathauses Mitte der 1990er Jahre erhielt dessen Dach zwar das Ziertürmchen zurück, doch ist es seitdem ohne Inhalt und Funktion.

"Ich werde sie sandstrahlen lassen", sagt der 83-jährige Willi Wüst. Die in Jahrzehnten festgerosteten Schrauben bekam er mit Rostlöser und wechselnden Temperaturen schon wieder lose.

Von Andreas König

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