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Prignitz Museumsfabrik zum Mitmachen
Lokales Prignitz Museumsfabrik zum Mitmachen
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18:13 12.12.2017
Ein neues Konzept für die Museumsfabrik Pritzwalk stellten Stephanie Kroll (l.), Susan Stein und Justyna Gralan (nicht im Bild) von der Potsdamer Agentur „Kreativköpfe“ gemeinsam mit Museumsleiter Lars Schladitz vor. Quelle: Andreas König
Pritzwalk

Modern und museal, industriell und handwerklich – was zunächst recht widersprüchlich klingt, will das neue Pritzwalker Museum unter einen Hut, oder besser unter ein Dach bringen.

Die Tage des bisherigen Stadt- und Brauereimuseums sind bekanntlich gezählt, zum Jahresende wird es in der vertrauten Form aufhören zu existieren. Das Konzept für die neue Einrichtung, die „Museumsfabrik Pritz­walk“, wurde von der Agentur „Kreativköpfe“ aus Potsdam erarbeitet und am Dienstag vorgestellt. „Das Stadt- und Brauereimuseum hat sich ja in den vergangenen 15  Jahren weiterentwickelt. Nun soll die Museumsfabrik Pritz­walk ein neues, modernes Konzept verfolgen“, sagte Museumsleiter Lars Schladitz.

Erinnern an die Zeit der Industrialisierung

Die Mitarbeiterinnen der Agentur haben nicht nur ein aufeinander abgestimmtes Erscheinungsbild von Schrift, Farbe und Möblierung entwickelt, sondern bereits die einzelnen Abteilungen des künftigen Museums in groben Zügen durchgeplant. Das beginnt schon beim Logo der Museumsfabrik. „Wir wollten damit an die Zeit der Industrialisierung erinnern“, erklärte „Kreativköpfe“-Geschäftsführerin Stephanie Kroll. Neben dem Schriftzug Pritzwalk sind zwei stilisierte Schrauben zu sehen, die auf die frühere Schraube-Brauerei verweisen. Bestimmende Farbe sowohl in den Drucksachen als auch in der Ausstellung selbst ist ein „urban Petrol“ genannter blau-grüner Farbton.

Am Beginn jeder einzelnen Abteilung der künftigen Ausstellung soll eine sogenannte Modulinsel stehen, auf der ein besonderes Exponat hervorgehoben wird. „Sowohl die Vitrinen als auch die Podeste, auf denen einige der Exponate stehen, werden gesondert für die Pritzwalker Museumsfabrik angefertigt“, sagte Stephanie Kroll. Bevor die Besucher überhaupt die Ausstellung betreten, kommen sie im Museumscafé und dem -Shop an. „Das ist so beabsichtigt, damit sich die Besucher bei einer Tasse Kaffee oder einem kleinen Imbiss auf den Besuch einstimmen können, wenn sie möchten“, erklärte Lars Schladitz.

Alte Produktion erlebbar machen

Im Erdgeschoss werden die „Produktionsweisen des Tuchs“ vorgestellt. Neben einer Ausstellung von militärischen und zivilen Uniformen wird die Herstellung von Stoffen vom Garn zum Tuch dokumentiert. „An dieser Stelle wollen wir eine Taststrecke anbieten, wo die Besucher die Beschaffenheit der einzelnen Stoffe erfühlen können“, sagte Stephanie Kroll. Ein kleines Modell der Tuchfabrik soll deren einstige Ausdehnung und ihren Aufbau zeigen und mit Bildern und Tönen veranschaulicht werden. Ebenfalls im Erdgeschoss findet die Museumsdruckerei Streckenthin ihre neue Heimat. Dort ist die erste Mitmachstation vorgesehen, an der Besucher selbst die Lettern setzen und ein Blatt bedrucken können. Auch in der Kunst des Papierschöpfens kann man sich versuchen.

Im zweiten Obergeschoss geht es hingegen handwerklich zu. „Wir wollen anhand der Nachlässe von vier, fünf Handwerksbetrieben die Geschichte des Handwerks lebendig werden lassen“, sagte die Agenturchefin. Ebenfalls auf dieser Etage sollen drei voll funktionsfähige Webstühle aufgestellt werden, an denen die Besucher selbst Stoffe weben können. „Das ist ein Konzept für die nächsten Jahre, das nach und nach umgesetzt wird“, sagte Lars Schladitz.

Von Andreas König

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