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Prignitz OPR-Landrat unterstützt Pritzwalk
Lokales Prignitz OPR-Landrat unterstützt Pritzwalk
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10:50 27.02.2018
Hand in Hand und doch getrennt: Ronald Thiel und Jörg Gehrmann wollen für ihre Städte jeweils den vollen Mittelzentrumsstatus. Quelle: Stadt Wittstock
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Pritzwalk

Die Pritzwalker bekommen jetzt von unerwarteter Seite Zuspruch für ihre Forderung, als ein alleiniges Mittelzentrum anerkannt zu werden und dafür den vollen Finanzausgleich von 800 000 Euro vom Land zu bekommen. OPR-Landrat Ralf Reinhardt unterstützt das Ansinnen und hat natürlich in erster Linie auch Wittstock im Blick. Bislang bilden Pritzwalk und Wittstock ein geteiltes Mittelzentrum, weshalb jede Stadt jeweils nur 400 000 Euro bekommt. Das soll sich künftig ändern, wenn es nach den Vorstellungen der Bürgermeister Ronald Thiel (Pritzwalk, parteilos) und Jörg Gehrmann (Wittstock, parteilos) geht.

OPR-Landrat Ralf Reinhardt bei einem Besuch des Neuruppiner Oberstufenzentrums. Quelle: Peter Geisler

Pritzwalk und Wittstock stellen für weite Teile ihres jeweiligen direkten Umfelds nahezu vollständig mittelzentrale Einrichtungen zur Verfügung“, begründet Ralf Reinhardt seinen Vorstoß. Krankenhäuser, weiterführende Schulen, Schwimmbäder, Kinos, kulturelle Lokalitäten und vieles mehr gebe es dort. Für die dauerhafte Sicherung der Angebote benötigten beide Städte jedoch den vollen sogenannten Mehrbelastungsausgleich des Landes von jeweils 800 000 Euro jährlich.

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Beide Städte sind „vollwertige Mittelzentren

Der OPR-Landrat unterstützt das Ansinnen umso mehr, da die Landesregierung im Entwurf des Landesentwicklungsplanes die Stadt Angermünde unweit der Stadt Schwedt im Osten Brandenburgs als neues Mittelzentrum aufnimmt. Die kreisübergreifende Kooperation der Städte Pritzwalk und Wittstock/Dosse sei wichtig und unabhängig davon, dass beide als vollwertige Mittelzentren anerkannt werden.

Für Reinhardt ist klar, dass eine bessere und angemessenere finanzielle Erstattung für mittelzentrale Aufgaben dafür sorgen würde, dass beide Städte noch mehr in die Region ausstrahlen und somit gleichzeitig den Wachstumskern Autobahndreieck Wittstock/Dosse entscheidend stärken können.

Bürgermeister beraten das Thema am Wochenende

Ralf Reinhardt: „Im letztem Jahr wurde die kreisübergreifende ‚Initiative A 24 – Brandenburgs Spitze‘ für die gemeinsame Standortvermarktung an der A 24 gegründet. Eine Anerkennung beider Städte als eigenständige Mittelzentren führt zu einer Stärkung der Achse entlang der Autobahn und wird vor allem der Bedeutung der Städte Pritzwalk und Wittstock als Anker neben Kyritz in der Ostprignitz gerecht.“

Darüber hinaus fordert Reinhardt die Festlegung von Grundzentren auf Gemeindeebene und wolle sich dafür auch bei der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel einsetzen. Dies wird von den Kommunen schon lange gefordert. Grundzentren haben in der Entwicklung etwa von Wohngebieten größere Spielräume. Die zentralörtliche Gliederung ist auch Thema in der Beratung der Arbeitsgemeinschaft ehrenamtlicher Bürgermeister an diesem Wochenende.

Appell ans Land wegen der B 189

Der OPR-Landrat greift auch das Thema B 189 auf. Ronald Thiel hatte kritisiert, dass die Hauptverbindung zwischen Pritzwalk und Wittstock unbedingt ausgebaut werden müsse. „Hintergrund des immer noch notwendigen Ausbaus wäre ein ehrliches Bekenntnis zur eigenständigen mittelzentralen Bedeutung beider Städte“, sagt Reinhardt. Diese Forderung wird der OPR-Kreis in seine Stellungnahme zum Entwurf des Landesentwicklungsplanes aufnehmen.

Von Andreas Röhl

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