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Prignitz Misstöne bei Verabschiedung von Fred Fischer
Lokales Prignitz Misstöne bei Verabschiedung von Fred Fischer
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00:28 23.02.2015
Perleberg

Hans-Peter Freimark (parteilos), einer der heftigsten Kritiker des scheidenden Perleberger Bürgermeisters Fred Fischer, löste bei der Verabschiedung sogar einen kleinen Eklat aus. Er war der erste Abgeordnete, der im letzten Tagesordnungspunkt „Anfragen der Abgeordneten“ auf den Abschied von Fred Fischer einging. „Ich danke Ihnen für die acht Jahre. Denn ich habe gelernt, dass sich auch ein Fischer in seinem Netz fangen kann.“

Diese Worte mit ironischem Unterton lösten die heftige Reaktion einer Zuhörerin aus, die den Abgeordneten mit Schimpfkanonaden belegte. Bereits während der Sitzung hatte sie jede Äußerung Hans-Peter Freimarks mit noch verhaltenem Unmut bedacht. Sichtlich aus dem Konzept gebracht, brach der Stadtverordnete seine Einlassung ab. So blieb offen, was er weiter sagen wollte und wozu er einen Blumenstrauß mitgebracht hatte.

Thomas Domres, Fraktionsvorsitzender der Linken, bedauerte die Worte von Hans-Peter Freimark. „Wir haben gut mit Fred Fischer zusammengearbeitet“, stellte er fest. „Wir danken Fred Fischer für seine Arbeit. Er hat in Perleberg seine Spuren hinterlassen.“ Nach diesem ersten Blumenstrauß von Thomas Domres folgten weitere aus allen Fraktionen. Auch Rainer Pickert, CDU-Fraktionsvorsitzender und einer der wichtigsten Gegenspieler des Bürgermeisters, schüttelte Fred Fischer die Hand: „Wir waren nicht immer einer Meinung. Aber das gebietet der Anstand“, äußerte er zu seiner Geste. Ausgerechnet Rainer Pickert überreichte Fred Fischer den Strauß mit dem Spruch „Kopf hoch“, den eigentlich Thomas Domres hatte überreichen wollen.

Fred Fischer ergriff schließlich das Wort: „Acht Jahre lang hat mich mein Job mit Freude erfüllt.“ Was er vermisst habe sei, dass die Erfolge in seiner Amtszeit nicht ein bisschen Anerkennung gefunden haben. Rainer Pickert warf er vor, selbst Zahlen, wonach Perleberg bei der Arbeitsplatzdichte in Brandenburg auf den fünften oder sechsten Platz liege, bezweifelt zu haben, nur weil er sie angeführt habe. Er sei enttäuscht, so Fischer, dass die Stadtverordneten – abgesehen von der Linksfraktion – an ihrer Klage wegen seiner Stasi-Verstrickung festhalten. „Das tut weh nach acht Jahren.“ Schon jetzt belasteten die Kosten für den Rechtsstreit den Stadthaushalt mit 65 000 Euro. Er kündigte an, sich weiter mit seinen Fragen in die Stadtpolitik einbringen zu wollen. Alles Gute wünschte er Annett Jura, die am 2. März die Amtsgeschäfte im Rathaus übernimmt.

Einige der Probleme, die nun auf die Bürgermeisterin zukommen, wurden in der Sitzung deutlich: die unzureichenden Räumlichkeiten für die Schollschüler beim Mittagessen, die langfristige Sperrung der Hagenbrücke, die die Bürger aufbringt. Peter Schröder, Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, verband seinen Dank für die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister, mit dem kritischen Hinweis, dass der Verkehrsgarten nach Pritzwalk verlegt werden soll. Perleberg und Wittenberge stehen dann vor einem ernsten Problem in der Verkehrserziehung.

Von Michael Beeskow

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