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Perleberg Ahornbäume in Perleberg vermutlich vergiftet
Lokales Prignitz Perleberg Ahornbäume in Perleberg vermutlich vergiftet
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00:23 03.06.2019
Gut sichtbar sind zwei große Löcher im Stamm der Bäume - darin soll Gift gespritzt worden sein. Quelle: Privat
Perleberg

 Da stimmt doch was nicht, dachte sich eine MAZ-Leserin, und schaute genauer hin. Was sie sah, erschrak sie, wie sie im Gespräch erzählt. Zwei große Ahornbäume sind vermutlich mutwillig vergiftet worden.

Tatort ist die Gertrudstraße in Perleberg. Mehr als 20 Meter hoch ragen die Laubbäume in den Himmel. „Die stehen da schon mindestens 30 Jahre lang“, so die junge Frau, die ihren Namen in der Zeitung nicht nennen will.

Es geht um das Laub

In den Stämmen der Bäume sind gut sichtbar mehrere hereingebohrte Löcher zu erkennen. Ringsherum ist die Rinde weißlich verfärbt. „Das muss Gift sein“, ist sich die Frau sicher. Den Bäumen sieht man aus ihrer Sicht auch schon an, dass es ihnen nicht gut geht.

„Jetzt muss ich zusehen, wie sie langsam sterben.“ Im Sommer werden sie kein Schatten mehr spenden und für Vögel wie Tauben und Spatzen kein Brutplatz mehr sein – im Herbst aber auch kein Laub mehr abwerfen.

Insgesamt sollen zwei Ahornbäume betroffen sein - sie sind mehr als 20 Meter hoch und viele Jahre alt. Quelle: Privat

„Darum wird es dem Täter bestimmt gehen“, ist sich die MAZ-Leserin sicher. Sie hat auch schon einen Verdacht. Beweisen kann sie nichts. Daher wandte sie sich an die Stadtverwaltung. Dort wird der Fall nun bearbeitet.

Bürgermeisterin Annett Jura bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass ihnen der Fall bekannt ist. „Frau Hartwig aus dem Sachgebiet Umwelt kümmert sich darum. Mehr können wir zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen“, teilt sie mit.

Nicht der erste bekannte Fall

Die zwei Bäume stehen auf einem Privatgrundstück. Trotzdem dürfen sie nicht einfach gefällt, vernichtet oder gar vergiftet werden, klagt die Frau, die das entdeckte. Sie ist sich sicher: Das darf nicht sein.

„Gerade jetzt, wo alle über Klimaschutz reden, ruinieren Menschen weiter die Natur“, sagt sie. Vor zwei Jahren soll da auch noch eine Birke gestanden haben. Auch sie ging ein, vermutlich vergiftet, wurde gefällt. Passiert ist bislang nichts, so die Frau, die das nicht einfach so hinnehmen will.

Von Marcus J. Pfeiffer

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