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Perleberg Speicher Favorit fürs Dorfgemeinschaftshaus in Groß Buchholz
Lokales Prignitz Perleberg Speicher Favorit fürs Dorfgemeinschaftshaus in Groß Buchholz
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18:30 14.08.2019
Favorit im Rennen um das Dorfgemeinschaftshaus, der alte Speicher in Groß Buchholz. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Das Projekt Dorfgemeinschaftshaus Groß Buchholz wird konkreter. Im Perleberger Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr wurde eine Machbarkeitsstudie zu vier Objekten vorgestellt, die für eine Nutzung in Frage kommen.

Vier Gebäude in Groß Buchholz wurden untersucht

Architektin Jeannine Meierholz aus Wittenberge sah sich in dem Perleberger Ortsteil den alten Speicher, das Feuerwehrgebäude, den MPU-Club und das Sportlerheim von außen an. Vier Aspekte spielten eine Rolle: Grundstück und Gebäude, Nachhaltigkeit und die Baukosten.

Auch die Feuerwehr von Groß Buchholz braucht ein neues Zuhause. Quelle: Stephanie Fedders

Die daraus resultierende Reihenfolge erbrachte einen klaren Favoriten: Den alten Speicher in der Dorfstraße. Sehr zur Freude von Ortsvorsteherin Nadja Schwark, die auch als sachkundige Einwohnerin an der Sitzung teilnahm.

Für den massiven, ortsbildprägenden Bau gab nicht zuletzt die Lage den Ausschlag. Die sei optimal, sagte Meierholz. Dass Gebäude sei noch in Privatbesitz, stünde aber leer und könne erworben werden. Das 1700 Quadratmeter große Grundstück biete genug Platz, unter anderem für Parkplätze. „Es wäre auch eine Aufwertung erhaltenswerter Bausubstanz“, argumentierte die Architektin.

Alter Speicher böte auch der Feuerwehr ein neues Zuhause

Zudem könne in dem alten Speicher auch die Feuerwehr Platz finden, die auch neue Räumlichkeiten sucht. Der jetzige Standort wurde ebenfalls auf eine mögliche Umnutzung untersucht. Dafür sei aber mindestens ein Anbau nötig. Da der Friedhof in der Nähe liegt, gab es für die Lage Minuspunkte.

Den MPU-Club nannte Meierholz „absolut überdimensioniert“, beim Sportlerheim „geben es Gebäude und Lage nicht her“.

Nutzungskonzept des Dorfvereins liegt vor

Kritisch hinterfragte Ausschussmitglied Jens Nering (Perleberger Stadtwächter) das Vorhaben und wollte wissen, ob es ein Nutzungskonzept gebe. Schwark bejahte das. Bauamtsleiter Hagen Boddin erklärte, die Dorfgemeinschaft habe deutlich gemacht, wie sie das Gebäude nutzen wolle: „Es gab einen Vor-Ort-Termin unter starker Beteiligung der Bevölkerung. Die Frage der Trägerschaft und Bewirtschaftung wurde beantwortet.“

Danilo Helmdach, der ebenfalls für die „Stadtwächter“ neu im Ausschuss sitzt, äußerte die Vermutung, dass die Kosten nicht beherrschbar seien.

Die Ortsvorsteherin verwies darauf, dass nur die untere Etage genutzt werden soll, und lud Helmdach ein, sich vor Ort ein Bild zu machen. „Die Groß Buchholzer wollen den Speicher. Es wäre schön, wenn sie den Wunsch berücksichtigen.“

Von Stephanie Fedders

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