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Perleberg Ausbau der Quitzower Straße in Perleberg wird teurer
Lokales Prignitz Perleberg Ausbau der Quitzower Straße in Perleberg wird teurer
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17:32 15.08.2019
Der Knotenpunkt Quitzower Straße und Dergenthiner Straße soll mit den Bauarbeiten entschärft werden. Quelle: Stephanie Fedders
Perleberg

Für den Ausbau der Quitzower Straße muss die Stadt Perleberg tiefer in die Tasche greifen als gedacht. Alternativ hatte die Verwaltung dem Ausschuss für Stadtentwicklung, Wirtschaft und Verkehr eine abgespeckte Variante vorgeschlagen. Doch die fand keine Zustimmung.

Alle vier Angebote lagen über der Kalkulation

Die böse Überraschung folgte nach der Angebotseröffnung vor einem Monat. Vier Interessenten hatten ihre Unterlagen eingereicht, doch selbst der günstigste lag immer noch über der Kalkulation der Stadt.

Darauf basierend formulierte die Verwaltung den Auftrag an den Ausschuss und legte am Dienstag zwei Beschlussvorlagen auf den Tisch. „Wir können die Ausschreibung aufheben oder die möglichen Mehrkosten finanzieren“, erklärte Bauamtsleiter Hagen Boddin den Mitgliedern.

Konkret ist die Rede von 176 884,60 Euro, die zum Haushaltsansatz im Etat der Jahre 2019/2020 dazugerechnet werden müssten. Bislang ging die Stadt von Kosten in Höhe von 827 300 Euro aus. Der Mehrbedarf könne aus den Rücklagen genommen werden, sagte Hagen Boddin.

Abgespeckte Variante erhält keine Mehrheit

Dieser Variante stimmte der Ausschuss zu, nachdem deutlich gemacht wurde, dass die abgespeckte Version einen Verzicht auf die wichtigsten Baumaßnahmen bedeutet hätte.

Weggefallen wären dann der Ausbau und damit die Entschärfung des Knotenpunktes, an dem die Quitzower Straße auf die Dergenthiner Straße und die Hopfenstraße trifft. Außerdem wäre der Neubau eines Radweges auf der östlichen Seite der Quitzower Straße in Höhe des Festplatzes hinfällig gewesen. Das hätte aus touristischer Sicht Minuspunkte gegeben, führen doch die überregionalen Radwege der „Tour Brandenburg“ und die Tour 3 der Radroute Historische Stadtkerne dort vorbei.

Mit all den Einschränkungen konnte sich keiner der Kommunalpolitiker anfreunden. „Wir haben ja gerade um den Ausbau des Knotenpunkts gekämpft“, erinnerte Matthias Wieck (CDU). Er nannte die Alternative „nicht sinnvoll“. Der Ansicht war auch Klaus Röpke (SPD): „Der Effekt wäre weg, wenn wir anders bauen.“ Auch die Ausschussvorsitzende Sabine Ott (Linke) unterstützte diese Argumentation: „Unser eigentliches Anliegen ist die Verkehrsberuhigung.“

Die Kämmerin Ute Reinecke gab grünes Licht: „Das Gefahrenpotenzial muss beseitigt werden und Rücklagen sind auch vorhanden. Sie sollten dem ehemaligen Plan ihr Zustimmung geben.“ Das hat dann auch geklappt.

Von Stephanie Fedders

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